Pollen-Hochsaison hat begonnenSchon seit Wochen quälen sich viele Allergiker wieder durch die alljährliche Leidenszeit – sie haben eine Pollenallergie oder auch Heuschnupfen. Besonders die Birkenpollen sorgen momentan für tränende Augen und triefende Nasen. Noch mindestens sechs Wochen dauert die Blütezeit der Birken an. Vorbei ist mit dem Leid in zählreichen Fällen jedoch noch lange nicht, denn selten kommt eine Allergie allein. Auch Hasel, Esche oder Erle sowie verschiedene Gräser sorgen den gesamten Frühling hindurch für gereizte Sinnesorgane.

Millionen Betroffene

In diesem Beitrag wollen wir vor allem auf natürliche Mittel zu Linderung der Beschwerden eingehen. Doch lassen Sie uns zunächst einen Blick auf die Zahlen werfen: Allein in Deutschland leidet knapp jeder Vierte (20 Millionen) an einer mehr oder weniger starken Ausprägung des Heuschnupfens – weltweit gibt es Schätzungen nach sogar über 500 Millionen Betroffene. Neben der Einschränkung der Lebensqualität, verursacht die Pollenallergie auch einen erheblichen volkswirtschaftlichen Schaden. Er resultiert aus den unzähligen Krankmeldungen sowie aus der verringerten Leistungsfähigkeit der Allergiker.

Heuschnupfen vorbeugen

Wie bei vielen anderen Allergien ist das Vermeiden des Auslösers die beste Vorbeugung. Im Falle des Heuschnupfens ist das jedoch nicht immer möglich. Beachten Sie daher folgende Tipps, um die Blütezeit möglichst unbeschadet zu überstehen.

  • Meiden ist die effektivste Strategie. Wenn es Ihnen möglich ist sollten Sie sich während der Hauptallergiezeit in Gebirgsregionen oder an Küstenbereichen aufhalten. Ab einer Höhe von 1.500 – 2.000 Metern sind kaum noch Pollen in der Luft vorhanden.

  • Nutzen Sie die Zeit nach einem Regenschauer für Spaziergänge oder andere Tätigkeiten an der frischen Luft, denn die Luft wird durch die herabfallenden Tropfen „gereinigt“.

  • Halten Sie Ihr Schlafzimmer pollenfrei indem Sie getragene Kleidung in einem anderen Raum lagern.

  • Bei vielen Autos besteht die Möglichkeit, einen Pollenfilter nachzurüsten.

  • Lüften Sie zu den richtigen Zeiten: Generell bietet es sich an, zwischen 20-24 Uhr zu lüften, da die Pollenkonzentration um diese Zeit am geringsten ist.

  • Informieren Sie sich mit Hilfe eines Pollenflugkalenders oder entsprechenden Apps, wann die Belastung der Luft am stärksten oder am schwächsten ist.

Wer denkt, dass nur herkömmliche Arzneimittel Hilfe bei Heuschnupfen versprechen, der irrt. Zahlreiche Studien haben bereits gezeigt, dass auch Mikronährstoffe eine Linderung herbeiführen können. So beschleunigt beispielsweise Vitamin C den Abbau von Histamin. Außerdem erhöht es die Durchgängigkeit der Bronchien. Auch andere Mikronährstoffe haben bereits eine Wirksamkeit bei der Regulierung von Histamin gezeigt. So führen unter anderem Vitamin B3, Kalzium und Zink zu einer verlangsamten Ausschüttung von Histamin.

Weitere wichtige Mikronährstoffe sind:
  • Vitamin E: Wirkt als Antioxidans und lindert die nasalen Symptome
  • Vitamin B5 (Pantothensäure): Reduziert allergische Symptome
  • Kalzium: Stabilisiert die Mastzellen

Tipps für den Alltag

Trinken Sie täglich mindestens 2 Liter Wasser, denn nur wenn der Körper ausreichend mit Flüssigkeit versorgt wird, kann Histamin effizient abgebaut werden. Viele Mediziner raten zum häufigen Genuss von heimischem Honig, da die darin enthaltenen Pollen zu einer Hyposensibilisierung führen. Auch regelmäßiger Sport ist zu empfehlen, da die körperliche Betätigung hilft Stress abzubauen und das Immunsystem zu stabilisieren. Ebenso wichtig ist ausreichend Schlaf, da der Histaminabbau vor allem nachts auf Hochtouren läuft. Mit Hilfe dieses Pollenflugkalenders sind Sie immer auf dem aktuellsten Stand was Blütezeiten betrifft.

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