Heuschnupfen

Immer mehr Menschen werden vom Frühling bis in den Sommer hinein von Heuschnupfenbeschwerden geplagt. Jedes Jahr leiden zwischen 10 und 15 Millionen Deutsche unter ständig laufender oder verstopfter Nase, Niesattacken, juckenden und tränenden Augen bis hin zu Atemnot. Forscher fanden heraus: Omega-3-Fettsäure lindern Heuschnupfen.

Die Behandlung – von Kortison bis Akupunktur

Der allergische Schnupfen ist also zu einer echten Volkskrankheit geworden. Auch aus medizinischer Sicht ist Heuschnupfen eine ernstzunehmende Erkrankung. Schließlich kann Heuschnupfen je nach Ausprägung zu schweren chronischen Erkrankungen wie Asthma oder Hautirritationen führen. Der Grund für die allergische Reaktion ist eine Überempfindlichkeit des Körpers gegen Eiweißkomponenten bestimmter Blütenpollen.

Neben abschwellenden Nasensprays, Augentropfen und Präparaten mit Kortikosteroiden und Antihistaminika gibt es heute auch die Möglichkeit der Hyposensibilisierung. Dabei werden die Allergene über einen längeren Zeitraum in langsam ansteigender Dosis verabreicht. Die Hyposensibilisierung ist jedoch nicht immer erfolgreich. Wer den Einsatz von Medikamenten vermeiden möchte, greift zu alternativen Behandlungsmethoden wie Eigenblut-, Eigenurin-Therapie oder Akupunktur. Oft wird hier unterstützend die Homöopathie eingesetzt.

In Pflanzenölen und Fische enthaltene Omega-3-Fettsäuren lindern Heuschnupfen

Wer regelmäßig Omega-3-Fettsäuren zu sich nimmt, kann die Symptome des allergischen Schnupfens deutlich reduzieren und muss keine zusätzlichen Medikamente zu sich nehmen. Das stellten Wissenschaftler bei einer Erhebung im Rahmen der bayerischen Verzehrsstudie* fest. Besonderes Augenmerk wurde hier auf die mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäure Eicosapentaensäure (EPA) und die Vorstufe Alpha-Linolensäure gelegt. Diese sind im Zusammenspiel mit vielen Mikronährstoffen für ein funktionierendes Immunsystem und zur Vorbeugung allergischer Reaktionen besonders wichtig.

Das Ergebnis der Studie: Wer mehr EPA in den Zellmembranen hat, erkrankt deutlich seltener an Heuschnupfen und hat zusätzlich weniger für Allergien typische Antikörper (IgE) im Blut. Besonders wenig Heuschnupfen hatten Teilnehmer, die regelmäßig Alpha-Linolensäure, eine EPA-Vorstufe, in Form von hochwertigen Pflanzenölen aufgenommen hatten. Besonders viel Alpha-Linolensäure enthalten Borretschsamenöl, Leinöl, Weizenkeimöl und auch kaltgepresstes Rapsöl ist eine gute Quelle. Fettreicher Meeresfisch (Hering, Makrele) ist dagegen eine gute Quelle für EPA.

Die besten Praxis-Tipps gegen Heuschnupfen:

  • bei alternativen Behandlungsmethoden wie z.B. Akupunktur und Homöopathie auf Medikamente verzichten
  • Auf Mikronährstoffversorgung achten, dazu frische Zutaten in der Küche verwenden. Zusätzliche Versorgung mit einem natürlichen Breitbandpräparat ist sehr empfehlenswert.
  • hochwertige Pflanzenöle mit viel Omega-3-Fettsäuren einsetzen (z. B. Rapsöl, Leinöl oder Weizenkeimöl)
  • Pollen-Vorhersage (Zeitung, Fernsehen, Wetterdienste im Internet) beachten
  • Bei Pollen-Alarm möglichst in geschlossenen Räumen bleiben
  • Türen und Fenster in der Pollenflugzeit möglichst geschlossen halten – auch beim Autofahren. Am stärksten ist der Pollenflug morgens!
  • Möglicherweise allergie-auslösende Blumen aus Wohn- und Arbeitsräumen entfernen
  • Kleider nicht im Schlafzimmer ablegen
  • Vor dem Schlafengehen täglich Haare waschen, um Pollen zu entfernen
  • Beim Autokauf auf Pollenfilter achten
  • Hochgebirge und Meer sind frei von Pollen. Tipp: In dieser Zeit Urlaub nehmen und die reine Luft genießen

* HOFF S. et al. Allergic sensitisation and allergic rhinitis are associated with n-3 polyunsaturated fatty acids in the diet and in red blood cell membrans. European Journal of Clinical Nutrition 59 (9), 1071-80, 2005

Teilen: