Kalzium_Hormone

Wird durch die Nahrung nicht ausreichend Kalzium aufgenommen erhöht sich das Risiko für Frauen an Hormonerkrankungen zu erkranken, insbesondere nach der Menopause, deutlich. Diese Hormonerkrankungen können während ihres Verlaufes zu vermehrten Knochenbrüchen und Nierensteinen führen. Deshalb ist eine ausreichende Zufuhr wichtig, denn Kalzium schützt vor Hormonerkrankungen

Erkrankungsrisiko um 44 Prozent senken

Dieses Ergebnis veröffentlichen Forscher des Brigham und Women´s Hospital in Boston im British Medical Journal. Dabei stellten sie fest, dass ungefähr Eine von 800 Personen an einem primären Hyperparathyreoidismus (pHPT) erkrankt. Eine erhöhte Zufuhr von Kalzium könne diese Zahl aber signifikant nach unten verbessern, so die Studienväter. Im Zuge der Studie analysierten und untersuchten die Wissenschaftler die Daten von 58.300 Frauen die an der „Nurses´ Health Study“ der Harvard Universität beteiligt waren. Beim Beginn der Datenaufnahme zu Studienzwecken 1986 waren die betrachteten Frauen zwischen 39 und 66 Jahren alt. Keine litt zu diesem Zeitpunkt an pHPT.

Um Informationen zu den Ernährungsgewohnheiten der Frauen zu erhalten, füllten diese alle vier Jahre mehrere Fragebögen zu deren Essgewohnheiten und bevorzugten Lebensmittel aus. Hieraus analysierten die Forscher die Aufnahme vom Mineralstoff Kalzium der Studienteilnehmerinnen. Als der letzte Fragebogen im Jahr 2008 ausgefüllt wurde waren 277 davon an einem primären Hyperparathyreoidismus erkrankt. Die Studie lief 22 Jahre lang. Um Kalziummangel vorzubeugen sollten regelmäßig Nahrungsmittel wie Milchprodukte und Gemüse auf dem Speiseplan stehen.

Auf Basis dieser Informationen wurden die Frauen gemäß ihrer Kalziumaufnahme in fünf Gruppen eingeteilt, wobei andere Faktoren wie deren Alter, BMI und die ethnische Herkunft bei der Einteilung mit einflossen. Hieraus ergab sich die Erkenntnis, dass diejenigen Frauen mit der höchsten Kalziumaufnahme über ihre Ernährung ein um 44 Prozent verringertes Risiko aufzeigten, an pHPT zu erkranken als die Vergleichsgruppen.

Kalzium schützt vor Hormonerkrankungen – zu viel aber ungesund

James Norman vom Norman Parathyroid Center bekräftigt, dass die tägliche Einnahme von Kalzium, in Anbetracht vieler durchgeführter Studien, deutlich mehr positive als negative Aspekte mit sich bringe. Ein Erwachsener brauche ca. 700 Milligramm Kalzium täglich. Als die besten Lieferanten hierfür erweisen sich Milch und Milchprodukte, sowie Nüsse und Fische.

Übertreiben sollte es man jedoch mit dem Mineralstoff auch nicht. Eine übermäßig hohe Einnahme von Kalzium Magenschmerzen und Durchfälle zur Folge haben. Hyperparathyreoidismus wird durch zu aktive Nebenschilddrüsen ausgelöst, da diese dann zu viel Parathormon bilden. Dieses Parathormon liefert in anderen Studien Hinweise darauf an Knochen– und Nierenproblemen sowie einem erhöhten Blutdruck mitverantwortlich zu sein.

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