Kamille

Kamille (Matricaria recutita) zählt zu den beliebtesten, sowie am häufigsten verwendeten Heilpflanzen der Welt. Eingesetzt wird die beliebte Pflanze wegen ihrer heilungsfördernden, entzündungshemmenden und beruhigenden Eigenschaften schon seit Generationen. Nicht nur bei Magen-Beschwerden, sondern auch bei Hauterkrankungen sowie Infektionen findet Kamille immer wieder ihre Anwendung. Kamillenöl wirkt beruhigend und krampflösend und soll sogar bei Migräne Linderung verschaffen.Selbst bei Infektionen im Mund- und Rachenraum wird Kamille immer wieder gerne angewandt. Dank dieser der besonderen Eigenschaften kann Kamille wohl als die beliebteste Heilpflanze bezeichnet werden! Sowohl eine äußerliche, als auch eine innere Anwendung ist mit Kamille, je nach Art der Beschwerde, möglich. Ihre Verwendung findet die Kamille gerne in Salben, Extrakten und auch in Badezusätzen.

Woher stammt die Heilpflanze Kamille?

Die „echte“ Kamille (Matricaria recutita) stammt aus der Familie der Korbblütler und blüht in den Monaten Mai bis September. Die Pflanze stammt ursprünglich aus Süd- und Osteuropa, ist jedoch inzwischen fast in ganz Europa beheimatet. Heute findet man sie meist auf Äckern oder Schuttplätzen. Schon die Germanen verwendeten Kamille und sahen die Pflanze als „heilig“ an. Aufgrund ihrer goldenen Farbe weihten sie Kamille ihrem Lichtgott „Baldur“. Selbst für die Ägypter spielte die Pflanze eine wichtige Rolle, weshalb sie sie dem Sonnengott „Re“ widmeten. Ihre gesundheitsfördernden Eigenschaften kennt man bereits seit der Antike. Diese wurden schon sehr früh gegen Entzündungen, Leberleiden und Blähungen eingesetzt.

Welche Teile der Kamille verwendet man?

Zum Einsatz kommen die goldgelben Kamillenblüten. Diese enthalten bis zu 1,5 Prozent des wertvollen ätherischen Kamillenöls, welches die Substanzen a-Bisabolol sowie Matricin beinhaltet. Das ätherische Öl der Kamille ist besonders wertvoll und findet vor allem bei Hauterkrankungen seine Verwendung.

Welche Wirkung hat Kamille?

Die Inhaltsstoffe der Kamillenblüten hemmen das bakterielle Wachstum, weshalb die Pflanze gerne gegen Erkältungen, Infekten wie Husten und Schnupfen oder auch Bauchschmerzen verwendet wird. Kamille beruhigt den Magen, lindert Schmerzen und kann auch bei einem entzündeten Zahnfleisch oder Halsschmerzen angewandt werden. Beliebt sind auch Salben, die Kamille beinhalten. Diese helfen bei Hautproblemen unterschiedlichster Art und können sogar Akne lindern.

Kamille hat vor allem den Vorteil, dass sie sehr gut verträglich ist und nur sehr selten Nebenwirkungen aufweist. Da Kamille eine Bindehautentzündung auslösen kann, sollten Sie die Heilpflanze jedoch niemals im Bereich der Augen anwenden. Auch innerlich kann Kamille in Form eines Tees ihre Verwendung finden.

Der beliebte Kamillentee

In vielen Ländern ist Kamillentee nicht nur ein beliebter Tee, der gerne vor dem Zubettgehen getrunken wird, sondern ein echtes Heilmittel der Natur. Eine Tasse Kamillentee vor dem Schlafengehen soll einen ruhigeren und besseren Schlaf bescheren und angeblich auch ein längeres Leben.

Vor allem Kindern wird Kamillentee gerne bei Bauchschmerzen zubereitet. Auch bei Magengeschwüren kann der beliebte Tee helfen. Kamillentee wirkt dabei besonders krampfstillend, blähungswidrig und natürlich beruhigend. Selbst Haustieren kann bei Magenbeschwerden ungesüßter Kamillentee verabreicht werden. Obwohl Kamillentee viele gute Eigenschaften besitzt, sollte dieser nicht zu lange getrunken werden. Im Tee befinden sich geringe Konzentrationen von den sogenannten Pyrrolizidinalkaloiden, die hochdosiert schädlich für die Leber sein und Krebs auslösen können.

Profitieren auch Sie von den zahlreichen gesundheitsfördernden Eigenschaften der Kamille und greifen Sie bei Bedarf zu diesem einzigartigen Geschenk der Natur!

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