Natron als Wundermittel vielseitig einsetzbar Natron als Wundermittel vielseitig einsetzbar

Das Wundermittel Natron, auch bekannt als Natriumhydrogencarbonat oder Natriumbicarbonat, ist ein uraltes Hausmittel mit sehr vielen verschiedenen Anwendungsgebieten. Seit Jahrhunderten nutzen die Menschen die Kraft des Salzes: ob als Backpulver in der Küche, Allzweckreiniger im Haushalt oder als Wundermittel für den Körper. Es ist umweltschonend und ungefährlich, was vor allem bei Kindern und Tieren eine wichtige Rolle spielt. Die chemische Bezeichnung des hochwirksamen Hausmittels lautet NaHCO3 . Man kann es im Einzelhandel als Pulver oder in Tablettenform erwerben. Aber Natron ist nicht nur ein ideales Haushaltsmittel, es kann sogar bei verschiedenen Befindlichkeitsstörungen oder Erkrankungen angewendet werden. Welche das sind, haben wir im Folgenden für Sie zusammengefasst:

Hilfe bei Sodbrennen & Völlegefühl

Der Genuss von fettigen, schweren oder säurehaltigen Lebensmitteln führt bei vielen Menschen zu unangenehmen Aufstoßen und Sodbrennen. Regelmäßiges Sodbrennen kann sich sogar zu einer chronischen Refluxkrankheit entwickeln.

Doch kaum jemand kennt das schnellste Hilfsmittel gegen Sodbrennen: Natron. Lösen Sie etwa einen halben Teelöffel des Pulvers in einem Glas Wasser auf und trinken Sie dieses. Das Natron verwandelt überschüssige Magensäure in Kohlensäure. Tasten Sie sich anfangs vorsichtig an die einzunehmende Menge heran, denn es soll nur so viel Natronpulver eingenommen werden, wie Magensäure zu neutralisieren ist.

Hilfsmittel für den Säure-Basen-Haushalt

Mit Hilfe eines Natron-Bades kann man überschüssige Säuren aus unseren Hautporen ausleiten. Ein Natron-Bad ist nicht nur wohltuend und durchblutungsfördernd, es kann neben einer ausgewogenen Ernährung unterstützend dazu beitragen, den körpereigenen Säuren-Basen-Haushalt im Gleichgewicht zu halten.

Geben Sie hierfür 50 g – 100 g Natronpulver in ein Vollbad und genießen Sie dieses bis zu einer Stunde. Der pH-Wert eines normalen Badewassers liegt bei 7 (neutral), durch Zugabe von Natron steigt der Wert auf 8,5, das Wasser wird basisch. Es entzieht dem Körper über die Haut Säure, weshalb der körpereigene pH-Wert nach einer Stunde Natron-Bad nachweislich niedriger ist. Empfohlen sind maximal 2 Natron-Vollbäder pro Woche.

Heilwirkung bei Insektenstichen

Bei juckenden und brennenden Insektenstichen oder nach dem Kontakt mit Brennnesseln einfach einen Brei aus Natronpulver und etwas Wasser anrühren. Das Gemisch sollte eine eher feste Konsistenz haben und auf die juckende Stelle aufgetragen werden. Die Paste sorgt dafür, dass organische Säuren, die über den Einstich in die Haut gelangen, neutralisiert werden. Nach etwa einer halben Stunde waschen Sie die betroffene Stelle kalt ab.

Hausmittel gegen Schweißfüße

Es gibt zwar etliche Fußdeos, die den unliebsamen Geruch bekämpfen sollen, deren Verträglichkeit ist allerdings umstritten und zudem sind sie oft sehr teuer. Natron kann bei unangenehmen Gerüchen natürliche Abhilfe schaffen. Dafür streut man vor dem Tragen etwas Natronpulver in die Schuhe und schüttet es danach wieder aus. Zusätzlich können regelmäßige Fußbäder (mit etwa 3-4 Teelöffel Natronpulver) geruchsmildernd bei Schweißfüßen wirken.

Natron als Tipp für die Mundhygiene

Nicht nur gegen Fußgeruch ist Natron ein natürliches Hilfsmittel, besonders auch bei Mundgeruch wird das Backtriebmittel durch seine alkalische Eigenschaft gerne eingesetzt. Sie können es zum einen als Mundspülung verwenden, indem man einem Glas lauwarmen Wasser einen Teelöffel Natronpulver zugibt und damit kräftig spült und gurgelt.

Neben der Bekämpfung der geruchsverursachenden Bakterien neutralisiert die Mundspülung den pH-Wert der Mundflora und hinterlässt ein angenehmes Gefühl. Zudem können Sie das Pulver auf eine Zahnbürste geben und damit Ihre Zähne putzen. Das Wundermittel verfügt über eine ausgezeichnete Reinigungswirkung und reduziert Zahnbeläge sichtbar – das Resultat sind weißere Zähne.

Wundermittel Natron als Deodorant

Das eigene Deo-Spray selbst zu machen ist nicht nur einfach, preiswert, man hat auch die volle Kontrolle darüber, was drin ist. Besonders kritische Inhaltsstoffe wie Aluminium und Alkohol können vermieden werden, indem Sie in wenigen Schritten ihr eigenes wirksames Natron-Deodorant selbst herstellen. Lösen Sie zuerst einen Teelöffel Natronpulver in abgekochtem und erkaltetem Wasser auf.

Rühren Sie kräftig um und geben Sie ganz nach Ihrem individuellen Geschmack Pflegeöle hinzu, die Hautreizungen lindern. Empfehlenswert sind 20-30 Tropfen eines ätherischen Öls, z.B. Sandelholz-, Teebaum-, oder Salbeiöl. Füllen Sie die Flüssigkeit in eine gereinigte Pumpspray-Flasche und verbrauchen Sie das Deo innerhalb eines Monats. Alternativ können Sie nach dem Duschen einfach mit der Fingerspitze etwas Natronpulver in die Achselhöhlen auftragen, um unangenehme Schweißgerüche zu vermeiden.

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