Tuberkulose

Vitamin D könnte in Zukunft bei der Tuberkulose-Therapie eine tragende Rolle einnehmen. Forscher der Queen Mary University of London fanden im Zuge einer neuer Studie heraus, dass Patienten die neben der Behandlung mit Antibiotika den Vitalstoff bekommen sich weitaus schneller wieder erholen.

Genesung um ganze zwei Wochen schneller

Um diese Beobachtungen jedoch zu fundamentieren und eine routinemäßige Behandlung mit Vitamin D durchzusetzten seien noch weiteren Studien von Nöten berichten die Briten der „Proceedings of the National Academy of Sciences“. Ungefähr 1,5 Mio. Menschen erliegen laut der BBC der schweren Lungenkrankheit Tuberkulose. Vor der Einführung der Antibiotika wurde Vitamin D im Zuge einer sogenannten „Heliotherapie“ standardmäßig zur Behandlung der Krankheit eingesetzt. Die Ärzte rieten zu mehr Sonnenlicht und damit zu mehr Vitamin D, da ihnen die positiven Effekte des Vitalstoffes auf die Regeneration und Heilung der Krankheit durchaus bewusst waren. Dieser Therapieansatz geriet jedoch mehr und mehr in Vergessenheit.

Doch die Ergebnisse der Studie sind mehr als eindeutig. Insgesamt 95 Tuberkulose-Patienten aus Londoner Krankenhäusern nahmen an dieser teil und es zeigte sich, dass bei kombinierter Verabreichung von Antibiotika und Vitamin D der Heilungsprozess um beinahe zwei Wochen schneller von Statten ging. Die erkrankten Studienteilnehmer die mit Vitamin D unterstützt wurden hatte die Infektion nach durchschnittlich 23 Tagen hinter sich, wobei die Vergleichsgruppe, der neben Antibiotika ein Blindpräparat verabreicht wurde im Durchschnitt 36 Tage zur Genesung benötigten. Die Studien betont aber, dass Vitamin D die Antibiotika auf keinen Fall ersetzten könne, jedoch als zusätzlicher Therapieansatz sehr effektiv zur Heilung beitrage.

Vitamin D hilft bei Tuberkulose

Infolge einer ausgebrochenen Tuberkulose-Krankheit kommt es meist zu nicht unterschätzenden Schädigungen der Lunge in welchen winzigen Hohlräumen entstehen, die von Bakterien besiedelt werden können. Der Studienleiter erklärt in Anbetracht dessen: „Gelingt es, diese Schädigungen durch Vitamin D schneller zu heilen, dann dürften die Patienten sich auch eher von der Infektion erholen und der Schaden geringer sein.“ Wissenschaftler raten deshalb einem Mangel an Vitamin D vorzubeugen um Krankheiten wie Tuberkulose mit einem starken Immunsystem entgegenzuwirken.

Die Wissenschaftler haben zudem noch die Hoffnung, dass sich Vitamin D ähnlich effektiv zur Behandlung von anderen Lungenerkrankungen wie einer Lungenentzündung und Sepsis eingesetzt werden könnte. Um dies jedoch zu beweisen sind weitere Studien mit mehr Patienten erforderlich um optimale Dosierungen und Verabreichungsmethoden zu ermitteln. Erst dann kann der heilende Vitalstoff wohl routinemäßig in als seinen Platz als Heilprozessunterstützer in der Schulmedizin zurückgewinnen.

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