Arginin-Demenz-Bluthochdruck

Anlässlich der diesjährigen bundesweiten Aktionswochen der Deutschen Herzstiftung, welche noch bis 20. November andauern, werden im ganzen Land mehr als 1000 kostenfreie Informationsveranstaltungen zum Thema Prävention, Diagnostik und Therapie von Herzkrankheiten abgehalten.

Aufklärung wichtig

Ziel dieser Veranstaltungen ist es nicht nur Fachpersonal sondern auch medizinischen Laien über eine Vielzahl von Herzkrankheiten zu informieren. Die koronare Herzkrankheit, welche eine Erkrankung der Herzgefäße ist, wird in einem Großteil der Fälle durch eine Arteriosklerose ausgelöst. Durch Ablagerung der sogenannten Plaques an den Gefäßinnenwänden, kommt es infolge zu einer Verengung und schließlich zur Verschlechterung der Durchblutung. Der dadurch entstehende Bluthochdruck kann im schlimmsten Fall einen Herzinfarkt oder Schlaganfall auslösen, was in Deutschland bis heute zur Todesursache Nummer eins zählt.

Arginin schützt vor Demenz

Dies ist Grund genug um an Louis Ignarro, Nobelpreisträger von 1998, zu erinnern. Dieser hat als Erster die positive Wirkung von Arginin, einem körpereigenen Eiweißbaustein, auf die Gesundheit des Herz-Kreislaufsystems entdeckte. Arginin ist im menschlichen Körper für die Bildung von Stickstoffmonoxid (NO) verantwortlich, welches wiederrum die Weitung der Adern und somit eine Verbesserung der Durchblutung ermöglicht. Um eine ausreichende Versorgung eines Erwachsenen mit dem Eiweißbaustein zu gewährleisten, reicht das in einigen Lebensmitteln enthaltene Arginin bei weitem nicht aus, weshalb es sich empfiehlt, zusätzlich Arginin einzunehmen. Besonders groß ist die Wirkung in Kombination mit Folsäure und den Vitaminen B6 und B12.

Arginin stärkt die geistige Fitness

Selbst im Kampf gegen Demenz könnte Arginin laut neusten Studien eine Schlüsselrolle in der Behandlung einnehmen. Durch die Verbesserung der Gefäß- und Durchblutungsfunktionen und die damit einhergehende Steigerung der Nähr- und Sauerstoffaufnahme, sinkt das Risiko an Alzheimer oder Demenz zu erkranken, deutlich. Aktuellste Studien aus Kalifornien untermauern diese Aussage: Bluthochdruck trägt wesentlich zur Schädigung des Gehirns bei. Das Gehirn eines 40-jährigen Bluthochdruckpatienten ist im Vergleich zu einem Gleichaltrigen, der nicht an hohem Blutdruck leidet, im Durchschnitt sieben Jahre weiter gealtert. Bei Personen mittleren Alters reicht bereits ein leicht erhöhter Blutdruckwert aus, um später an Demenz zu erkranken. Um die Nähr- und Sauerstoffversorgung des Gehirns, sowie die Gefäßgesundheit zu verbessern, ist es sinnvoll bereits frühzeitig mit der Verabreichung von Arginin zu beginnen.

Ständige Vergesslichkeit und Müdigkeit können erste Anzeichen für einen Mangel an Arginin sein, da der Eiweißbaustein stark in die Energieherstellung des Körpers verwickelt ist. Der Mangel an Arginin, ermöglich keine optimale Bildung von Mitochondrien, welche als Kraftwerke der Zellen bekannt sind, da sie dem gesamten Körper Energie liefern. Das Entscheidende ist deshalb auf die Warnsignale seines Körpers zu hören, um rechtzeitig und angemessen auf einen Mangel an Arginin reagieren zu können. Deshalb sollte man auch im Alter aktiv bleiben um seine geistige Fitness zu aufrechtzuerhalten, denn in dem altbekannten Spruch „Wer rastet, der rostet“ steckt viel Wahrheit.

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