Blutdruck-Gehirn

Schon ein leicht erhöhter Blutdruck kann auf lange Sicht fatale Folgen auf das Gehirn und dessen Funktionen ausüben. Forscher haben herausgefunden, dass auf hohen Blutdruck Gedächtnisprobleme und als langfristige Folge sogar Demenzgefahr und Alzheimer drohen.

Krankheit Bluthochdruck als gesundheitliches Risiko

Die Initiatoren der Studie von der University of California weisen darauf hin, dass schon Personen mit leicht erhöhten Werten über 120/80 von den gesundheitlichen Risiken betroffen sind. Noch besorgniserregender ist, dass dies auch Menschen ab dem dreißigsten Lebensjahr betrifft, wenn deren Blutdruck nicht im optimalen Bereich liegt. Bluthochdruck kann als Folgeerkrankung von Übergewicht, Diabetes oder einem zu hohen Cholesterin Spiegel auftreten. Weitere Risikofaktoren sind unter andere Bewegungsmangel, Stress, Rauchen und starker Alkoholkonsum.

Eine der häufigsten Krankheiten: Bluthochdruck

Um zu ihren Studienergebnissen zu gelangen führten die Forscher Gehirn – Scans mit rund 600 Studienteilnehmern durch, welche vorher in drei Gruppen eingeteilt wurden. Die erste Gruppe setzte sich aus Menschen mit normalen Blutdruck zusammen, die weite aus von prehypertensiven Blutdruck Betroffenen, also mit erhöhtem aber noch nicht krisenhaft hohem Blutdruck, in der dritten Gruppe wurden diejenigen analysiert, deren Blutdruck astronomische Höhen erreicht hatte – hypertensiv genannt. Da hoher Blutdruck eine Arteriosklerose auslöst, also eine Verhärtung und Versteifung der blutfördernden Arterien, wird wohl auch die Sauerstoffversorgung im Gehirn und damit dessen Energiezufuhr, eingeschränkt. Die Gefahr eines hohen Blutdrucks darf also nicht unterschätzt werden.

Erschreckendes Ergebnis: Die Gehirn-Analysen von 30-jährigen Testpersonen mit hohem Blutdruck glichen denen von 40-jährigen, deren Blutdruck normal ist. „Hypertonie kann nicht nur zu Gedächtnisverlust führen, sondern birgt auch Gefahren wie Schlaganfall, wobei es zu Mikroangiopathie, Gefäßverschluss oder Gefäßzerreißung kommen kann, sowie Herzinfarkt, Nierenerkrankungen oder Gefäßschädigungen“, ermahnt Joachim Leiblein , Vorsitzender der Deutschen Hochdruckliga. Vor Augen halten sollte man sich, dass Blutdruck jeden Zweiten, der das 60. Lebensjahr überschreitet betrifft und so keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden sollte.

Bewusster Lebensstil – einzige, effektive Prävention

Dass das Gedächtnis von Hypertonie so negativ beeinflusst wird, liegt dem Fachmann zufolge neben den Gefäßschädigungen im Gehirn auch noch an weiteren, den Bluthochdruck begünstigenden, Faktoren wie übermäßiger Alkohol- und Tabakkonsum, sowie einer nährstoffarmen, ungesunden Ernährung.

Um nicht unter den negativen Folgen der weit verbreiteten Krankheit eines Hochdruck des Blutes zu leiden sind umfangreiche Maßnahmen zur Prävention beziehungsweise zur Regulierung des eigenen Blutdrucks nötig. Es gibt einige Medikamente, die einem hohen Blutdruck entgegenwirken. An dieser Stelle sei allerdings erwähnt, dass auch diese Medikamente zahlreiche Nebenwirkungen mit sich bringen können. Das Hauptaugenmerk sollte auf einem gesunden Lebensstil und bewusstem Handeln der Betroffenen liegen. „Menschen sollten zum einen bei Übergewicht abbauen und das Körpergewicht normalisieren, da dadurch der Bluthochdruck gesenkt wird“, rät Leiblein. Gesunde Ernährung, regelmäßige körperliche Ertüchtigung, sowie Techniken zum Stressabbau helfen so sich nicht den Gefahren eines zu hohen Blutdrucks auszusetzen und seine Hirnleistungen zu erhalten.

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