Schlafmangel erhöht bei Jugendlichen das Diabetes-RisikoVor allem Teenager und junge Erwachsene sollte diese Nachricht zum Nachdenken anregen. Laut neusten Untersuchungen steigt das Diabetes-Risiko bei Jugendlichen durch zu wenig Schlaf deutlich. Zu dieser Erkenntnis gelangten die Wissenschaftler der Pittsburgh Universität anhand neuster Studienergebnisse zum Thema Schlafgewohnheiten.

Insulin-Resistenz als Risikofaktor

Der Schlafmangel geht oftmals mit Konzentrationsschwierigkeiten, emotionaler Instabilität, Gewichtsproblemen und einem erhöhten Widerstand gegen Insulin einher, was wiederum das Diabetes-Risiko vergrößert. Für die Studie wurden 245 gesunde Schüler einer Oberstufe untersucht. Die Forscher kamen nach Auswertung der Daten zu dem Ergebnis, dass bei Jugendlichen die sieben anstatt sechs Stunden schlafend verbringen, die Insulin-Resistenz sich um neun Prozent erhöhte. Die Wissenschaftler begründen damit ihre These, dass eine Erhöhung der Schlafzeit die Insulin-Resistenz und damit auch das Diabetes-Risiko sinken lässt.

Veronika Kub, die stellvertretende Chefredakteurin bei Diabetes Austria erklärt, dass nur fünf Prozent aller Diabetiker an Typ 1 Diabetes leiden. “Im Normalfall hat diese Art von Diabetes genetisch-bedingte Auslöser und ist daher bislang auch noch nicht heilbar. Der Großteil aller Diabetes-Kranken wird also dem Typ 2 zugeteilt, welcher normalerweise ältere und übergewichtige Menschen betrifft.“

Diabetes-Risiko durch Schlafmangel

Die Ursachen für Diabetes sind daher immer abhängig vom jeweiligen Typus. Während die seltenere Form, der Typ 1 Diabetes, durch eine Kombination aus Erbfaktoren, Virusinfektionen und Autoimmunerkrankungen ausgelöst wird, ist der häufige Typ 2 Diabetes zum Großteil dem Lebensstil zuzuschreiben. Hauptsächlich Übergewicht, ungesunde Ernährung, wenig Bewegung und Schlafmangel sind Auslöser für diese Erkrankung. Besonders bei Kindern, die einen Großteil ihrer Zeit vor dem Computer verbringen haben aufgrund des Mangels an Bewegung ein besonderes hohes Diabetes-Risiko.

Doch der Typ 2 Diabetes ist im Gegensatz zum Typ 1 Diabetes durch eine Änderung des Lebensstils, also meist durch Abnehmen und Bewegung, sowie eine bewusste Ernährung heilbar. Denn diese Faktoren senken den Blutzuckerspiegel und wirken so der Krankheit entgegen, gleichsam wie sie präventiv wirken und einen möglichen Ausbruch verhindern können. Deshalb raten Experten präventiv zu handeln um das Diabetesrisiko zu senken.

“Ab heute dürfen in Deutschland Süßigkeiten für Diabetiker nicht mehr hergestellt werden, da sie mehr schaden als nützen” fügt die Diabetes-Expertin Kub hinzu. Denn viele Zuckerkranke hatten unbedacht zu diesen scheinbar „unschädlichen“ Lebensmitteln gegriffen, anstatt sie in Maßen zu genießen. . “Das kann man mit Diät-Lebensmitteln vergleichen. Nur weil sie weniger Fett haben, heißt das nicht, dass man mehr zu sich nehmen darf”, vergleicht die Spezialistin abschließend.

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