Spaziergänge

Die Forscher der George Washington University haben durch eine Studie ermittelt und veröffentlicht, dass ein einfacher 15 minütiger Spaziergang nach einer jeden Mahlzeit, vor allem bei Menschen gehobeneren Alters, das Risiko am Typ-2-Diabets zu erkranken merklich verringern kann. Dabei ist erstaunlich, dass sich kurze Spaziergänge genauso wirksam auf die Regulation des Blutzuckers auswirken wie vergleichsweise lange Spaziergänge. Wichtig ist daher den Forscher zur Folge nicht unbedingt die Art und Intensität der Bewegung, sondern viel mehr, dass nach dem Essen nicht sofort in eine Ruhephase übergegangen wird. Diese Ruhephasen lassen den Blutzucker nämlich zusätzlich in die Höhe schnellen und erhöhen damit das Diabetes Risiko immens.

Schon drei mal täglich 15 Minuten spazierengehen hilft gegen Diabetes

Die Studie aus den USA ist wohl die Erste, welche sich wirklich genau mit der Wirkung von kurzen Perioden körperlicher Aktivität nach der Nahrungsaufnahme und den Einflüssen auf die Entwicklung der Blutzuckerwerte beschäftigt und diese intensiv untersucht hat. Denn nach dem Studienvater Dipietro ist der nach einer Mahlzeit schlagartig steigende Blutzucker ein entscheidender Risikofaktor bei der Progression von einer verminderten Glukosetoleranz zu Typ-2-Diabets und einer Herz-Kreislauf-Erkrankung.

Die Studienergebnisse kommen zum überraschenden Ergebnis, dass es reicht drei Mal am Tag für ungefähr eine Viertelstunde locker zu gehen, um den Blutzucker genauso effektiv wie ein dreiviertelstündigen bis einstündigen Spaziergang zu senken. Besonders interessant werden diese Ergebnisse für ältere Menschen und Senioren. Da deren Körper mit der sich im Laufe der Zeit entwickelnden Insulinresistenz in den Muskeln zu kämpfen hat, welche eine langsamere Insulinfreisetzung zur Folge hat und damit schlechter gegen den Blutzucker vorgehen kann.

Bei zu wenig Bewegung schnellt der Blutzuckerspiegel nach oben

Die optimale Zeit für eine Flanierphase ist direkt nach dem Abendessen, also der letzten Nahrungsaufnahme des Tages, da mit dieser meist der größte Anstieg des Blutzuckerspiegels einhergeht. Bei den Analysen stellten die Forscher fest, dass sich der Anstieg nach dem Abendessen bis tief in die Nacht und sogar bis hinein in die frühen Morgenstunden ziehen kann. Es sei denn die Studienteilnehmer machten direkt danach einen kurzen Spaziergang, dieser wirkte sich sehr positiv aus.

Im Zuge der Studie wurden zehn Personen untersucht und beobachtet, welche alle über 60 Jahre und damit im kritischen Risikobereich für Diabetes waren. Zusätzlich waren deren Blutzuckerwerte im erhöhten Bereich und die Teilnehmer sportlich inaktiv.

Dem Initiator und Studienvater DiPietro war das Ziel der Studie eine wirksame, kostengünstige und von jedem Einzelnen selbst durchführbare Präventionsmöglichkeit gegen Diabetes Typ-2 zu finden, was den Wissenschaftlern auch gelungen ist. Gewichtsverlust und Sport gelten heute, neben der gesunden Ernährung, als die essentiellsten Methoden der Diabetesprävention.

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