Tomaten

Studien belegen, dass regelmäßiger Verzehr von Tomaten das Depressionsrisiko um die Hälfte senken kann. Zu diesem Zweck wurden 1.000 Männer und Frauen hinsichtlich geistiger Gesundheit und Ernährungsverhalten untersucht. Die Studienergebnisse zeigen, dass Personen, die wöchentlich zwei bis sechs Mal Tomaten verzehren, etwa 46 % seltener Depressionen erleiden.

Tryptophan und Serotonin machen glücklich

Barbara Angela Schmid, Leiterin der Landesgruppe Wien für österreichische Diätologen erklärt, dass es schon lang bekannt sei, dass Serotonin und Dopamin einen positiven Effekt auf die Stimmung eines Menschen, und damit auf dessen Depressionsrisiko hat. Desweiteren wirken sich der Serotionspiegel und das Dopamin auch auf die Schmerzwahrnehmung, Nahrungsaufnahme, Körpertemperatur und den Schlaf-Wach-Rhythmus aus. Enthalten ist das Glückshormon Serotonin unter anderem in Walnüssen, Bananen, Ananas, Kiwis, Pflaumen, Tomaten, Spinat und Schokolade.Tomaten haben einen besonders hohen Serotonin Gehalt. Sie können natürlich genauso gut Tomatensaft trinken. Dieser ist gut für den Verzehr geeignet und wirkt sich auch positiv auf das Gehirn bzw. die Hirnleistung aus.

Da Serotonin die Blut-Gehirn Schranke nicht passiert, wird es erst im Gehirn, aus der essentiellen Aminosäure Tryptophan gebildet. Laut Barbara Angela Schmid gibt es eine große Auswahl an Tryptophan haltigen Lebensmitteln, wobei vor allem Milch, Eier, Topfen aber auch Fisch und Fleisch als die besten Quellen gelten, um sich ausreichend mit der gesunden Aminosäure zu versorgen. Je mehr Tryptophan man also zu sich nimmt, desto besser kann Serotonin vom Körper hergestellt werden und der Serotoninspiegel in Balance gehalten werden.

Außerdem ist eine gleichzeitige Aufnahme von Kohlenhydraten wichtig, um die Bildung von Serotonin und Dopamin effektiv zu unterstützen, da der Tryptophan Übertritt an der Blut-Gehirn Schranke und somit die Umwandlung in de Stimmungsaufheller, erst durch die Ausschüttung von Insulin bewirkt wird. Mit diesen Methoden lässt sich effektiv gegen einen Serotionmangel vorgehen und das Depressionsrisiko senken.

Melatonin als Gegenspieler zu Serotonin und Dopamin

Laut Barbara Angela Schmid wirkt Melatonin gegensätzlich zu Serotonin und führt zu Symptome wie Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Aus diesem Grund ist häufig zu beobachten, dass Menschen, die schlecht schlafen in Folge auch schlecht gelaunt sind. Laut der Diätologin kann das Hungergefühl in vielen Fällen zur vermehrten Bildung von Melatonin führen, was wiederum einen negativen Effekt auf die Stimmung hat. Allgemein kann man sagen, dass eine schlechte körperliche Verfassung, sowie defizitäre Ernährung, zwei der häufigsten Gründe für Stimmungsschwankungen und einen Serotoninmangel sind.

Nicht selten entstehen durch diese Stimmungsschwankungen Depressionen. Es sollte also ein jeder darauf bedacht sein, diesem Risiko aus dem Weg zu gehen. Eine gesunde Ernährung ist hierbei essentiell und Tomaten können helfen die Glückshormone Serotionin und Dopamin im Körper aufzubauen.

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