Stärkung des Immunsystems

Im Vergleich zum Herzen oder der Lunge ist das Immunsystem kein einzelnes Organ, sondern ein komplexes Netzwerk aus zahlreichen Strukturen. Dazu zählen beispielsweise die Lymphknoten, das Knochenmark oder auch die Schleimhäute in Magen und Darm.

Damit das Immunsystem effektiv arbeiten kann, sollte es stets im Gleichgewicht gehalten werden. Sowohl Immunschwächen als auch ein übersensitives Immunsystem (wie es bei Autoimmunerkrankungen der Fall ist) sind suboptimal.

Zu den wichtigsten Aufgaben des Immunsystems zählen:

  • Neutralisierung körperfremder Organismen wie Parasiten, Bakterien und Viren
  • Wundheilung
  • Abstoßen von körperfremden Stoffen (problematisch bei Organtransplantationen)
  • Tolerierung von Nährstoffen

Ein gesundes Immunsystem hat keine Probleme diesen Anforderungen standzuhalten. Allerdings gibt es zahlreiche Erkrankungen, die zu Beeinträchtigungen führen können. Neben angeborenen (genetischen) Defekten sind es oftmals sekundäre Immunstörungen, die zu Komplikationen führen. Dazu zählen unter anderem:

  • Allergien
  • Autoimmunerkrankungen (wie Hashimoto oder Psoriasis)
  • Krebs und eine damit verbundene Chemotherapie / Bestrahlung
  • AIDS
  • Infektionen (wie Grippe oder Blasenentzündung)

Nun stellt sich natürlich die Frage, wie man diesen Erkrankungen effektiv vorbeugt. Der Schlüssel liegt dabei in der Stärkung des Immunsystems, wobei generell zwei Faktoren zu berücksichtigen sind. Zum einen ist auf eine Verringerung der Belastung als auch auf die Stärkung als auch auf die Regulierung des Immunsystems zu achten. Eine solche Stärkung hängt von mehreren Faktoren ab:

  • An den Bedarf des Körpers angepasste Ernährung
  • Pflege der Darmflora
  • Ausreichende Versorgung mit Vitalstoffen
  • Ballaststoffreiche Ernährung

Bevor wir nun näher auf den Aspekt der richtigen Ernährung in Verbindung mit Mikronährstoffen eingehen, wollen wir einen Blick auf die vielfältigen Faktoren des täglichen Lebens werfen, die unser Immunsystem beeinflussen.

  • Medikamente (auch Impfungen)
  • Infektionen (Viren, Bakterien, Parasiten)
  • Genussmittel (Tabak, Alkohol)
  • Ernährungsgewohnheiten (Unter- bzw. Übergewicht)
  • Zusatzstoffe in Lebensmitteln (Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe)
  • Strahlung (Elektrosmog, Magnetfelder)

Sie sehen wie sehr unser Immunsystem jeden Tag zahlreichen Belastungen ausgesetzt ist, die wir aber mehr oder weniger beeinflussen können. Um die optimale Funktionsfähigkeit zu erreichen, ist es notwendig den Körper mit Hilfe der richtigen Ernährung zu unterstützen.

Dabei führt in den Industrieländern vor allem eine zu einseitige Ernährung zu gesundheitlichen Problemen. Häufig nehmen wir zu viele „leere Kalorien“ in Form von Weißmehl und Zucker auf. Andererseits fehlen dann wichtige Mikronährstoffe sowie Ballaststoffe. Viel häufiger sollten frische, am besten nicht industriell-verarbeitete Lebensmittel sowie Gemüse, Obst und hochwertiges Eiweiß auf dem Speiseplan stehen.

Nun wollen wir aber näher auf die Bedeutung der Mikronährstoffe eingehen, da deren Nutzen in den vergangen Jahren immer detaillierter erforscht und bestätigt werden konnte: (empfohlene Tagesdosis in Klammern).

  • Vitamin A (10.000 I.E.): Hohe Dosierungen von Vitamin A sollten immer in Absprache mit einem Arzt erfolgen. Generell erhöht eine Unterversorgung das Risiko eine Infektion zu erleiden. Außerdem stärkt das Vitamin die Schleimhäute des Verdauungstrakts.
  • Vitamin C (ca. 1g): Schützt vor Infektionen durch Viren, Bakterien sowie Parasiten.

  • Vitamin D (20-30μg): Vitamin D senkt das Risiko von Infekten der Atemwege.

  • Vitamin-B-Komplexe (mind. 5g B1 & B2 sowie Niacin / 25mg Pantothensäure): Stärkt die Schutzwirkung der Haut sowie Schleimhäute des Verdauungsapparats und der Lunge.

  • Zink(10-30mg): Verbesserung der Immunfunktion.

  • Selen (100-200μg): Wird vor allem gebraucht, wenn eine Infektion bereits eingetreten ist, da Erreger Selen bei der Zellteilung verbrauchen.

  • Aminosäuren (mehrere Gramm): Dazu zählen L-Arginin, L-Lysin oder auch L-Glutamin, welche immunregulierend wirken.

Studien zeigen, dass bereits einfache Maßnahmen einen enormen Nutzen bringen können. Bereits die regelmäßige Einnahme eines Mikronährstoffpräparats führt zu einer deutlichen Stärkung des Immunsystems.

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