Wunderknolle Knoblauch und wie sie in der Gesundheit wirkt

Knoblauch wird bereits seit mehreren tausenden Jahren in zahlreichen unterschiedlichen Kulturen regelmäßig verzehrt. Dabei dient er nicht nur als würzende Zutat, die Speisen ein besonderes Aroma verleiht, sondern ebenfalls medizinischen Zwecken. Den meisten Menschen sind dabei die positiven Effekte des Knoblauchs auf Herz, Blut und Gefäße bekannt. Deutlich weniger bekannt ist jedoch die lindernde Wirkung des Knoblauchs auf Darmerkrankungen, Diabetes und Harnwegserkrankungen. Hierbei konnten in den letzten Jahren zahlreiche wissenschaftliche Studien die altbekannten Einsatzmöglichkeiten des Knoblauchs aus der Naturheilkunde bestätigen.

Die antibakterielle Wirkung des Knoblauchs

Bereits im Mittelalter war der Knoblauch als effektives Heilmittel in der Klosterheilkunde bekannt. Aus diesem Grund war er schon immer im Grundbestand eines jeden Klostergartens enthalten. Dennoch gab es auch im Mittelalter nicht nur Liebhaber dieser Pflanze. Neben seiner ausgezeichneten antibakteriellen Wirkung gilt der Knoblauch als eines der stärksten lokalen Aphrodisiaken. Erst 1858 gelang es einem französischen Wissenschaftler, die starke antibakterielle Wirkung dieser aromatischen Knolle in den Vordergrund zu stellen.

Der weltberühmte Mikrobiologe Louis Pasteur ist vor allem aufgrund seines Wirkens für die Impfforschung bekannt und wies wissenschaftlich nach, dass durch die Einnahme von Knoblauch zahlreiche Darmerkrankungen und -beschwerden effektiv behandelt werden können. Bereits im Magen entfaltet der Knoblauch seine antibakterielle Wirkung und sorgt dadurch für eine zuverlässige Desinfektion des gesamten Verdauungstrakts. Aus diesem Grund ist der Knoblauch vor allem in der Küche jener Regionen stark vertreten, in denen sich aufgrund von anhaltender Hitze Bakterien schnell in den Speisen vermehren können.

Knoblauch schützt die Zellen

Die zahlreichen positiven Eigenschaften des Knoblauchs auf die Gesundheit des Menschen können auf eine Vielzahl von gesunden Inhaltsstoffen zurückgeführt werden. Unter anderem ist im Knoblauch der Stoff Alliin enthalten. Dieser ist vor allem für den unverwechselbaren Geruch des Knoblauchs verantwortlich, besitzt aber keine erwähnenswerten Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen.

Durch das Schälen, Schneiden und Zerdrücken der Knoblauchknolle wird jedoch das Enzym Alliinase freigesetzt, welches das im Knoblauch gebundene Alliin unter dem Einfluss von Sauerstoff in Allicin umwandelt. Diese belebende Schwefelverbindung führt im Körper dazu, dass zwei antioxidative Enzyme vermehrt ausgeschüttet werden. Die hohe Konzentration dieser beiden Enzyme im Blut fängt vermehrt freie Radikale ab und schützt dadurch die Zellen vor Beschädigungen. Dadurch bleibt die Haut gesund und der Alterungsprozess wird sichtbar verlangsamt.

Stabilisierung des Blutdrucks

Der Konsum von Knoblauch sorgt jedoch nicht nur für eine Verlangsamung des Alterungsprozesses in den Hautzellen, sondern ebenfalls im gesamten Gefäßsystem. Darüber hinaus sorgt die hohe Konzentration der beiden antioxidativen Enzyme für besonders gute Fließeigenschaften des Blutes. Somit trägt der Knoblauch bei regelmäßigem Konsum auch zu einer nachhaltigen Stabilisierung des Blutdrucks bei. Weiterhin befinden sich im Knoblauch zahlreiche Saponine.

Diese Pflanzenstoffe haben einen äußerst positiven Einfluss auf die Regulierung der Blutfette (Cholesterin) und können dadurch den Cholesterinspiegel dauerhaft senken. Dadurch wird die natürliche Spannkraft der Gefäße erhalten. Ein weiterer vitalisierender Inhaltsstoff des Knoblauchs ist die Schwefelverbindung Ajoen. Diese wirkt im Körper als natürlicher Blutverdünner und besitzt dabei keinerlei Nebenwirkungen.

Auf natürliche Art und Weise wird der Gerinnungsstoff Fibrin abgebaut, sodass das Blut nicht mehr so stark gerinnen kann und flüssig bleibt. Durch das besonders flüssige Blut wird der Entstehung von Blutgerinnseln vorgebeugt, sodass die Wahrscheinlichkeit an einem Schlaganfall oder einer Thrombose zu leiden deutlich sinkt. Im Gegensatz zu künstlichen blutverdünnenden Medikamenten besitzt der Knoblauch jedoch keinerlei Nebenwirkungen und wirkt auf eine natürliche Weise.

Knoblauch – ein wirkungsvolles und natürliches Heilmittel

Insbesondere aufgrund des hohen Allicingehalts wirkt Knoblauch stark antibakteriell und geht effektiv gegen jede Art von Mikroorganismen und Parasiten vor, ohne dabei den nützlichen Darmbakterien zu schaden. Aus diesem Grund verlassen sich die Menschen bereits seit tausenden von Jahren auf die wohltuende Wirkung dieses wirkungsvollen sowie natürlichen Heilmittels.

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