Hautpflege im Winter

Der Winter steht schon fast wieder vor der Tür. Für unsere Haut bedeutet das: trockene Heizungsluft drinnen, kalte Temperaturen draußen, starker Wind, eng anliegende Kleidung und ein geschwächtes Immunsystem. Sie wird spröde, bekommt kleine Risse und juckt. Im schlimmsten Fall kommt es zu Entzündungen oder anderen Hautirritationen. Mit den folgenden Tipps und Ratschlägen überstehen Sie und Ihre Haut die kalte Jahreszeit garantiert unbeschadet.

Kalte Luft entzieht Feuchtigkeit

Starke Temperaturschwankungen bedeuten Stress für die Haut. Sobald die Temperaturen unter acht Grad fallen, heißt dies für unsere Haut: Es ist Winter! Sie ist nun einem ständigen Wechsel zwischen eisiger Kälte und trockener Heizungsluft ausgesetzt. Dadurch verliert die Haut ihre natürliche Schutzfunktion. Sie wird geringer durchblutet und somit auch weniger mit wichtigen Nährstoffen und Sauerstoff versorgt.

„Je kälter die Luft ist, umso trockener ist sie, umso mehr Feuchtigkeit entzieht sie,“ erläutert Dirk Meyer-Rogge vom Berufsverband Deutscher Dermatologen. Die Haut ist dann Kälte, Wind, UV-Strahlung, Lufttrockenheit und anderen Schadstoffen schutzlos ausgeliefert. Doch auch wenn der natürliche Schutzmantel der Haut aufgrund der winterlichen Einflüsse immer dünner wird, können Sie durch die richtige Pflege und Ernährung die Haut sowohl von außen als auch von innen vor Schädigungen schützen.

Pflege gegen spröde Winterhaut

Um ein Austrocknen der Haut zu verhindern, sollte man sich im Winter viel, oft und richtig eincremen. Dadurch wird der geschwächte Säureschutzmantel wieder aufgebaut und für ein gesundes, schönes Hautbild gesorgt. Wenn Sie allerdings Produkte mit einem hohen Wasseranteil verwenden, sollten Sie vorsichtig sein: „Dann kann es passieren, dass bei eisigen Temperaturen die Creme auf der Haut gefriert.“, warnt der Dermatologe Meyer-Rogge.

Greifen Sie deshalb auf fetthaltige Cremes zurück. Auch eine Öl-Wasser-Emulsion bietet sich bei einem normalen Hauttyp an. Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Creme für Ihren Hauttyp die richtige ist, so testen Sie das gewünschte Produkt drei Tage auf der Oberarminnenseite, da hier die Haut dünn und der im Gesicht sehr ähnlich ist.

Vorsicht bei zu heißem Wasser

Häufiges und heißes Duschen oder Baden spült die schützenden und natürlichen Lipide (Fette) aus der Haut. Das trocknet die ohnehin schon gereizte und angegriffene Barriere der Haut aus und schwächt sie zusätzlich. Noch größeren Schaden können alkoholhaltige Gesichtswasser oder Seifen anrichten. Verzichten Sie vor allem im Winter auf diese Produkte und nutzen Sie vielmehr Reinigungslotionen mit Panthenol, Allantoin und Urea (Harnstoff). Vergessen Sie nicht, auch Ihre Lippen zu pflegen. Deren Haut ist sehr dünn und sie besitzen nur sehr wenige Talgdrüsen.

Hautpflege von Innen durch gesunde Ernährung

Eine gesunde Ernährung kann viel dazu beitragen, die Haut gesund und funktionstüchtig zu erhalten. Üblicherweise essen wir im Winter etwas schwerer. Dies ist nicht unbedingt gut für die Haut. Denn auch in der kalten Jahreszeit sollten wir lieber auf eine abwechslungsreiche Kost achten und bevorzugt Vollkorn- und Milchprodukte, Obst und Gemüse essen.

Diese sorgen nicht nur für ein gesundes Hautbild, sie stärken zusätzlich auch unser Immunsystem. „Zur Erhaltung der Hautfunktion brauchen wir vor allem Biotin, Zink, Jod, Niacin, Riboflavin und Vitamin A und zwar nicht in Form von Pillen und Pulvern, sondern immer im natürlichen Zusammenspiel miteinander“, erklärt Angela Clausen, Ökotrophologin bei der Verbraucherschutzzentrale Nordrhein-Westfalen.

Zwei Liter Flüssigkeit pro Tag

Zwar haben wir im Winter weniger Durst, doch sollten wir auch in dieser kalten Zeit ebenso viel Flüssigkeit zu uns nehmen wie im Sommer. Gleichmäßig über den Tag verteilt sollten es mindestens zwei Liter sein. Mineralwasser, zuckerfreie Früchte- oder Kräutertees eignen sich dafür sehr gut und liefern der Haut von innen reichlich Feuchtigkeit. „Auch der Stoffwechsel und die Hautdurchblutung werden nach dem Trinken deutlich angekurbelt“, so die Ökotrophologin.

Insgesamt ist eine gesunde Ernährung, eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und die optimale Hautpflege mit geeigneten Pflegeprodukten nicht nur wichtig um das Hautbild aufrecht zu erhalten, sondern auch, um das Immunsystem zu stärken So können Sie den Winter in vollen Zügen genießen!

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