Hilfe bei Insektenstichen

In den Sommermonaten sorgen Insekten bei vielen Menschen für Panik. Die meist harmlosen Stiche können durch ihren juckenden und teilweise schmerzenden Effekt sehr stören. Für Allergiker ist es darüber hinaus besonders wichtig, Insektenstiche zu vermeiden. In den meisten Fällen sind keine Medikamente zur Behandlung der Stiche erforderlich. Häufig helfen bereits vorbeugende Maßnahmen und bewährte Hausmittel, um gut und schmerzfrei durch den Sommer zu kommen.

Vorbeugende Maßnahmen

Nicht jeder Insektenstich lässt sich verhindern. Verschiedene Vorsichtsmaßnahmen helfen jedoch bei der Vorbeugung. Wesentlich ist an erster Stelle das Vermeiden von hektischen Bewegungen. Viele Menschen reagieren panisch, wenn sich Insekten in ihrer Nähe befinden. Mücken, Wespen und Bienen sind aber in der Regel nicht von sich aus aggressiv, sondern verteidigen sich, wenn sie sich angegriffen fühlen. Somit ist es hilfreich, auf schnelle Armbewegungen zu verzichten, die dem Vertreiben der Insekten dienen sollen.

Getränke im Freien gilt es stets abzudecken, um möglichst wenig Tiere anzulocken. Das Trinken direkt aus der Flasche ist ebenfalls problematisch. Insekten könnten sich im Flaschenhals befinden und den Trinkenden in den Mund- oder Rachenbereich stechen. Lebensmittel im Garten oder bei einem Picknick sollten abgedeckt und nicht offen hingestellt werden. Wer gerne barfuß über eine Wiese läuft, kann hierbei auch mit einem schmerzhaften Insektenstich konfrontiert werden.

Innerhalb des Hauses sind sogenannte Fliegengitter die beste und einfachste Möglichkeit, um grundsätzlich Insekten fernzuhalten. Auf diese Weise können die Fenster im Sommer selbst abends bei Licht stets offengehalten werden, ohne einen Stich zu riskieren.

Hausmittel gegen Insektenstiche

Bei der Behandlung von Insektenstichen reichen in der Regel einfache Hausmittel. Dies gilt jedoch ausschließlich für Menschen, die keine Allergie gegen Insektengifte haben. Insektenstiche bedürfen normalerweise keiner speziellen medizinischen Behandlung. Sie heilen innerhalb weniger Tage von selbst ab. Es ist wichtig das Kratzen der häufig juckenden Einstichstelle zu vermeiden, um keine zusätzliche Entzündung zu riskieren.

Der akute Juckreiz lässt sich gut mit Kälte behandeln. Hierzu wird ein Kühlpack für maximal zehn Minuten auf die Schwellung gelegt. Das Kühlpack sollte in ein Stück Stoff eingeschlagen werden, um Erfrierungen zu vermeiden. Unterwegs reicht häufig auch ein nasses Tuch, das einige Minuten auf den Stich gelegt wird. Die Haut ringsum beruhigt sich, und die Verdunstungskälte des Wassers kühlt die Haut und lindert den Juckreiz.

Auch eine aufgeschnittene Zwiebel, die auf die Einstichstelle gelegt wird, hilft vielen Menschen. Sie sollte allerdings nur verwendet werden, wenn die Stelle vorab noch nicht aufgekratzt wurde. Weitere Möglichkeiten sind einige Tropfen Teebaum- oder Lavendelöl.

Apothekenpflichtige Mittel und Umgang mit Notfällen

In der Apotheke gibt es verschiedene Salben und Gele gegen Insektenstiche. Sie enthalten Antihistaminika, die dafür sorgen, dass die Einstichstelle weniger juckt. Darüber hinaus gibt es Salben mit einer sehr geringen Kortisondosierung. Sie haben eine stärkere Wirkung als die Antihistaminika und sorgen zusätzlich für die Eindämmung einer eventuellen Entzündung. Vielen Menschen reichen bereits sogenannte Repellents (lat. „repellere“ = vertreiben), die auf die Haut aufgetragen werden, um gar nicht erst gestochen zu werden. Diese Produkte enthalten Wirkstoffe, deren Geruch Insekten abschreckt.

Personen, bei denen eine allergische Reaktion auf Insektenstiche bereits bekannt ist, haben in der Regel in den Sommermonaten ein Notfall-Set dabei. Es enthält eine Adrenalin-Einmalspritze, ein hoch dosiertes Kortisonpräparat und ein Antihistaminikum.

Falls eine Allergie noch nicht bekannt ist, lässt sie sich meist an den Symptomen Atemnot, Schwindel und Herzklopfen erkennen. In diesem Fall gilt es den Notarzt zu informieren, um einen anaphylaktischen Schock zu vermeiden. Bis zum Eintreffen des Arztes werden Erste-Hilfe-Regeln angewendet. Hierzu gehört in erster Linie das Hochlegen der Beine und das Aufrichten des Oberkörpers im Fall von akuten Atembeschwerden. Allergien auf Stiche von Wespen oder Bienen sind vergleichsweise selten, sollten jedoch nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

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