Betablocker

Bei Bluthochdruck, koronaren Herzerkrankungen sowie Herzschwäche zählen Betablocker seit langer Zeit zur Standardtherapie. Doch erhöhen Betablocker laut aktuellen Studien das Herzinfarktrisiko.

Verschriebene Pillen wirkungslos

Zum größten Teil nehmen Patienten, die bereits einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt erlitten haben die Pillen zu sich, welche zur Hemmung der Wirkung des „Stresshormons“ Adrenalin und des Neurotransmitters Noradrenalin eingesetzt werden. Eine Untersuchung der Medikamente durch die Wissenschaftler der School of Medcine der Universität New York hat ergeben, dass die Präparate keinerlei positive Effekte besitzen.

Betablocker erhöhen Risiko für Herzinfarkt

Seit etwa 40 Jahren zählen Betablocker nun schon zum gängigsten Mittel um Bluthochdruck zu senken. Des Weiteren wurden sie zur Prävention gegen Herzinfarkte und Schlaganfälle eingesetzt. Neusten US-amerikanischen Studien zu Folge ist das, viele Jahre als Allzweckmittel angesehene, Präparat gegen koronare Herzkrankheiten allerdings völlig nutzlos. Demnach wird weder das Risiko einen Schlaganfall, noch einen Herzinfarkt zu erleiden durch die Einnahme von Betablockern reduziert.

Innerhalb eines Zeitraumes von drei Jahren wurden über 44.000 Patienten von den Wissenschaftlern der School of Medicine der Universität von New York untersucht. Laut dem „Journal of the American Medical Association“ konnte in der Studie, welche aus Herzpatienten bestand, die bereits einen Herzinfarkt, andere bekannte koronare Herzerkrankung ohne Herzinfarkt oder lediglich bekannte Risikofaktoren für eine Herzkrankheit aufwiesen, durch die Verabreichung von Betablockern keine Verringerung des Risikos für kardiovaskuläre Ereignisse festgestellt werden. Somit wurde nachgewiesen, dass die Einnahme dieser Mittel keine positive Auswirkung auf das Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden hat. Laut den Wissenschaftlern sind ebenso Herzpatienten, die bereits einen Herzinfarkt erlitten haben, durch die Einnahme von Betablockern nicht vor einem weiteren Herzinfarkt geschützt.

Häufig starke Nebenwirkungen durch Betablocker

Schon im Jahr 2009 wurde der Einsatz von Betablockern zur Behandlung von Hypertonie (Bluthochdruck) von den Wissenschaftlern in Frage gestellt, da diese Mediakamente weniger effektiv sind als lange Zeit angenommen. Wegen den unbedeutenden Nebenwirkungen der Betablocker wiesen Befürworter immer wieder darauf hin, dass der Nutzen möglicherweise geringer sei, als früher angenommen. Der Schaden, den die Medikamente verursachen, ist jedoch sehr gering. In Medizinerkreisen werden Betablocker tatsächlich als sehr verträglich für den menschlichen Körper angesehen.

Nichtsdestotrotz kommt es immer wieder zu Nebenwirkungen wie Schwindel, Erektionsstörungen oder depressive Verstimmungen, welche die Patienten als sehr beeinträchtigend empfinden. Außerdem können eine Reihe weiterer Nebenwirkungen wie Asthmaanfälle, Herzinsuffizienz, verlangsamtes Auftreten der Symptome bei Hypoglykämie, sowie die Verstärkung peripherer Durchblutungsstörungen sowie koronaren Herzkrankheiten auftreten.

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