Broken-Heart-Syndrom

Das Broken-Heart-Syndrom ist eine schwere Kardiomyopathie, also eine Herzerkrankung, welche vor allem – zu ca. 91% – Frauen jenseits der 50 betrifft und auf seelische Schwerstbelastungen zurückzuführen ist. Erfahren Sie wie es zu der Herzkrankheit kommt und wie sie diese vermeiden können.

Emotionaler Schmerz als Auslöser

Diese Ergebnisse wurden heute von der Wiener Informationsinitiative „Zonta Golden Heart“, die sich auf Kardiomyopathie bei Frauen spezialisiert hat, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Erkrankung erhält ihren Namen, Broken-Heart-Syndrom, nicht nur durch die gefährliche Einschränkung der biologischen Herzfunktion, sondern lässt auch auf deren häufigen Auslöser rückschließen: Eine immense psychische Belastung.

So betrifft das Broken-Heart-Syndrom Patienten meist nach Liebeskummer, Verkehrsunfällen, Todesfällen, Herzschmerz durch gebrochene Herzen und anderen seelisch schwierig zu bewältigenden Phasen auf, kann jedoch auch durch chirurgische Eingriffe wie Inkubationen oder andere physische Vorerkrankungen ausgelöst werden. Warum zu einem solch großen Prozentsatz nur Frauen von der Herz Krankheit betroffen sind, konnte aus den Studien noch nicht ergründet werden und ist derzeit im Fokus weiterer Forschungen.

Regeneration möglich und wahrscheinlich

„Beim Broken-Heart-Syndrom wird zu wenig Blut von der linken Herzkammer in den Körperkreislauf gepumpt“, erklärt Fachärztin für innere Medizin und Kardiologie, Jeanette Strametz-Juranek. „Weitere Anzeichen ähneln einem Herzinfarkt. Dabei weisen die Betroffenen Symptome wie Druck auf der Brust, Übelkeit, Angst oder Atemnot auf“, fügt die Expertin hinzu. Das BH-Syndrom ist im Regelfall durch eine psychotherapeutische und medizinische Therapie vollständig heilbar. Allerdings mit einem Dämpfer, da für das Wiederauftreten der Beschwerden eine Wahrscheinlichkeit von ca. 30 Prozent besteht.

Bewusster Lebensstil könne Frauen mit Broken-Heart-Syndrom das Leben retten

Kardiomyopathien werden zu immer häufigeren auftretenden Gefahren der westlichen Industrienationen. Mit einem konsumorientierten Lebensstil einhergehend und immer weniger auf die eigene Gesundheit achtend, setzten sich so immer mehr Menschen dem Risiko die typischen Volkskrankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck oder dem gefürchteten, tödlichen Herzinfarkt zu erleiden aus. Auch das Broken-Heart-Syndrom ist eine solche vermeidbare Krankheit, die unter Umständen zum Herzinfarkt führt.

Eine besondere Beobachtung der Zonta Golden Heart Initiative ist, dass immer mehr junge Frauen von Kardiomyopathien betroffen sind, da diese scheinbar immer weniger auf ihre Gesundheit achten. So gab es zum Beispiel in den letzten Jahren eine erneute Zunahme der weiblichen Raucher.

Um all den Kardiomyopathie Problemen aus dem Weg zu gehen, gilt es eine einfache Formel zu beachten: Regelmäßige körperliche Aktivität, eine gesunde Ernährung mit wenig Kochsalzen, Fetten und Kohlenhydraten, Stress vermeiden und einen weitgehend lasterfreien Lebensstil, also das verzichten auf übermäßigen Alkoholkonsum sowie Tabakkonsum. Wenn man dann noch regelmäßig einen Arzt besucht, welcher in einer Routineuntersuchung weitere Erkrankungen frühzeitig erkennen und behandeln kann, steht einem langen Leben mit gesundem Herz nichts im Wege.

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