Unter Gastritis versteht man eine entzündliche Erkrankung der Schleimhaut des Magens. Sie kann akut oder chronisch verlaufen. Im Gegensatz zur akuten Gastritis tritt die chronische Form der Krankheit meist ohne Symptome auf. Vor allem ältere Menschen haben darunter zu leiden. Doch auch in Berufsgruppen, die starkem körperlichen oder seelischen Stress ausgesetzt sind, ist die Magenschleimhautentzündung häufiger vertreten.

Viele Betroffene sind auf der Suche nach alternativen Therapieverfahren bzw. unterstützenden Therapien, da die medikamentöse Behandlung die Magenschleimhaut zusätzlich reizen kann. Viele Patienten fürchten daher den langfristigen Einsatz von Medikamenten. Dieser wissenschaftlich fundierte Artikel soll Ihnen alternative Therapiemöglichkeiten aufzeigen. Im Fokus stehen dabei die neuen Erkenntnisse der revolutionären Mikronährstofftherapie .

1. Ursachen und Symptome

Normalerweise schützt die Magenschleimhaut die tiefer liegenden Schichten des Magens vor der aggressiven Magensäure. Diese ist wichtig, um Speisen zu zersetzten und optimal verdauen zu können. Wird jedoch zu viel Säure produziert oder ist die Schutzschicht geschädigt, kann es zur Gastritis kommen. Diese Magenschleimhautentzündung kann entweder plötzlich auftreten und bald wieder abklingen oder dauerhaft bestehen. Man unterscheidet deshalb zwischen akuter und chronischer Gastritis.

Akute Gastritis

Hierbei handelt es sich um eine kurzzeitige, vorrübergehende Erkrankung. Diese Form der Gastritis tritt in zeitlicher Nähe zur auslösenden Substanz auf und ist deshalb leicht und frühzeitig zu erkennen. Zu den Ursachen zählen unter anderem Erreger wie Viren, Bakterien oder Schimmelpilze, eine Lebensmittelinfektion oder psychischer sowie körperlicher Stress. Aber auch Nikotin, Alkohol oder Koffein kann die Magenschleimhaut reizen. Außerdem sollte man die negative Wirkung bestimmter Medikamente (z.B. Aspirin oder Ibuprofen) nicht unterschätzen, da diese Arzneimittel die Magenschleimhaut angreifen und zerstören können.

Typisch für die akute Gastritis sind abrupt auftretende Magenschmerzen und ein unangenehmer Geschmack im Mund. Betroffene haben ein Druckgefühl in der Magengegend, Schmerzen im Oberbauch oder das Gefühl der Übelkeit. Auch ständiges Aufstoßen, Appetitlosigkeit oder Erbrechen sind Kennzeichen einer akuten Gastritis. Im schlimmsten Fall kann es zu Erbrechen von Blut und aufgrund des Blutverlustes zu einer Anämie kommen.

Chronische Gastritis

Die chronische Gastritis wird durch viele verschiedene Faktoren verursacht. Der genaue Grund kann durch eine Magenspiegelung herausgefunden werden. Zu unterscheiden sind außerdem drei Typen der chronischen Magenschleimhautentzündung.

Bei Typ A handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, deren vollständige Heilung nicht möglich ist. Körpereigene Abwehrzellen, die eigentlich gegen Krankheitserreger kämpfen, richten sich nun gegen die Zellen der eigenen Magenschleimhaut. Circa fünf Prozent der Menschen mit chronischer Gastritis leiden an dieser Form. Bei der Therapie können ausschließlich die Symptome behandelt bzw. gelindert werden.

Typ B der chronischen Gastritis ist bakteriell bedingt. Diese Form ist am weitesten verbreitet. Rund 80 Prozent, der an einer chronischen Gastritis erkrankten Menschen, leiden an diesem Gastritis-Typ B. Verursacht wird diese Krankheit durch ein Bakterium namens Helicobacter pylori. Die Heilungschancen stehen hier, im Gegensatz zum Typ A, sehr gut.

In zehn Prozent der Gastritis Fälle liegt der Typ C vor. Dieser wird durch Substanzen ausgelöst, die den Magen reizen. Man spricht deshalb von einer chemisch-toxischen Gastritis. Insbesondere Schmerzmittel und Medikamente gegen Rheuma können eine derartige Gastritis verursachen. Weitere mögliche Faktoren, die die Magenschleimhaut negativ beeinträchtigen sind (Magen-) Operationen oder Stoffe wie Säuren und Laugen.

Da die Symptome einer chronischen Gastritis eher unspezifisch sind und Anzeichen wie Blähungen, Appetitlosigkeit, Völlegefühl, oder Durchfall oftmals anders gedeutet werden, wird die Krankheit erst spät erkannt.

2. Mikronährstofftherapie

Es gibt gute Gründe, Mikronährstoffe bei der Behandlung von Gastritis einzusetzen. Unter Mikronährstoffe versteht man alle Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundären Pflanzenstoffe. Sie sind essentiell für die optimale Zellfunktion und unterstützen außerdem das Immunsystem. Auch bei einer Magenschleimhautentzündung sind Mikronährstoffe von großer Bedeutung.

So spielt bei Gastritis Vitamin C eine wichtige Rolle für den Magenschutz. Bei einer normalen Vitamin-C-Konzentration im Magensaft und in der Magenschleimhaut ist das Entstehen einer Gastritis unmöglich. (1) Vitamin C verhindert außerdem die Ansiedlung des Erregers Helicobacter Pylori, da es dessen Energieversorgung hemmt. (2)

Studien fanden zudem heraus, dass bei Patienten mit Helicobacter Pylori in der Magenschleimhaut deutlich niedrigere Werte für Folsäure, Beta-Carotin und Vitamin A vorhanden sind. Das bedeutet, dass ein Mangel an diesen Mikronährstoffen die Bildung bzw. Vermehrung des Bakteriums begünstigt. Um eine Gastritis verhindern zu können, sollte man stets ausreichende Mengen dieser bedeutenden Mikronährstoffe zu sich nehmen. (3) (4)

Geringe Dosen des Wirkstoffs Acetylsalicylsäure (ASS), wie er zum Beispiel in Aspirin vorkommt, oxidiert Vitamin C und Vitamin E. Dadurch steigen die Messwerte für oxidativen Stress in der Magenschleimhaut. (5) Auf Grund dessen haben zusätzliche Antioxidantien einen Gastritis-schützenden Effekt bei einer Medikamenteneinnahme. (6)

Auch sekundäre Pflanzenstoffe und Omega-3-Fettsäuren spielen wegen ihrer anti-entzündlichen und immunsystemstärkenden Wirkung eine herausragende Rolle sowohl in der Prävention als auch in der Therapie von Gastritis. (7) Bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide oder Sulfide hemmen außerdem das Wachstum von Bakterien, Pilzen und Viren.

Häufig befinden sich auch Antikörper im Magen, welche die Aufnahme von Vitamin B12 verhindern. Infolgedessen kann bei einem Betroffenen ein Vitamin-B12-Mangel auftreten. Dieser führt zu Störungen in der Blutbildung und ruft neurologische Symptome hervor. Bei einer autoimmunen Magenschleimhautentzündung ist die lebenslange Einnahme des Vitamins B12 in Form eines Nahrungsergänzungsmittels nötig.

Die aktuellen, oben erwähnten Studien zeigen, dass vor allem für moderat dosierte, natürliche Mikronährstoffmischungen als Basisunterstützung gegen Gastritis ein positiver Effekt zu erwarten ist. Eine natürliche Mikronährstoffmischung erlaubt es, alle oben genannten Vorteile zu vereinen, alle Zellen werden optimal versorgt, die Magenschleimhaut wird geschützt und Symptome gelindert.

Ein gutes, natürliches Mikronährstoffprodukt enthält aber nicht nur Vitamine, Mineralien und Omega-3-Fettsäuren, sondern auch unterschiedliche sekundäre Pflanzenstoffe sollten enthalten sein. (8) Der Synergieeffekt ist viel stärker und effektiver als die Einnahme einzelner Mikronähstoffe. Jede Zelle benötigt alle Mikronährstoffe, um optimal arbeiten zu können. Die Wirkung wird durch die Kombination von Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und den sekundären Pflanzenstoffen verstärkt.

Nicht empfehlenswert und sogar potenziell schädlich sind künstliche Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe wie sie in Pillenform oder als Brausetabletten angeboten werden. Vorsichtig sollten Sie auch bei ausländischen Produkten sein. Diese enthalten laut Verbraucherzentrale häufig Verunreinigungen oder unerlaubte Substanzen, die nicht auf der Packung deklariert werden.

3. Prävention und Ernährung

Der effektivste und beste Schutz vor einer Gastritis ist ein gemäßigter Lebensstil. Verzichten Sie auf fettiges Essen, den häufigen Gebrauch von Medikamenten und den übermäßigen Alkoholkonsum. Auch auf Kaffee und Zigaretten sollten Sie größtenteils verzichten. Dies schont den Magen, insbesondere die Magenschleimhaut als auch andere Organsysteme.

Wenn Symptome einer Magenschleimhautentzündung auftreten, sollten Sie ein bis zwei Tage auf Mahlzeiten verzichten oder nur leichte Kost zu sich nehmen. Haferschleim, Zwieback und geriebene Äpfel bieten sich hierfür besonders gut an. Fettiges, scharfes oder gebratenes Essen muss absolut gemieden werden.

Auch bei den Getränken sollten Sie darauf achten, dass diese keine Kohlensäure, Alkohol oder Koffein beinhalten. Trinken Sie möglichst viel Wasser oder milden, lauwarmen Tee. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist notwendig, damit die Zellen des Körpers optimal arbeiten und gegen die bestehende Gastritis bekämpfen können.

Doch nicht nur in Bezug auf die Ernährung kann man einiges zur Vorsorge tun. Im Alltag ist das Vermeiden von Stress ein wichtiger Faktor, um einer Gastritis entgegen zu wirken. Verschiedene Entspannungstechniken wie Yoga oder autogenes Training bieten eine gute Basis für die Prävention.

4. Empfehlungen auf einen Blick

Lebensstil
  • Vermeiden Sie Stress und Hektik.
  • Suchen Sie sich Hilfe bei psychologischen Problemen. Auch diese schlagen auf den Magen und können eine Gastritis hervorrufen bzw. verstärken.
  • Greifen Sie nicht immer sofort auf Medikamente zurück, sondern ergründen Sie zunächst die Ursache. So kann Kopfweh auch durch einen Flüssigkeitsmangel entstehen und gleichermaßen bekämpft werden.
Ernährung
  • Essen Sie keine fettigen, gesalzenen oder gebratenen Speisen.
  • Verzichten Sie auf Alkohol, Zigaretten und kohlensäurehaltige Getränke.
  • Nehmen Sie die Mahlzeiten langsam zu sich. Dadurch kann die Nahrung besser verdaut und der Magen geschont werden.
Mikronährstoffe
  • Nehmen Sie täglich einen biologischen Mikronährstoffkomplex mit Omega-3-Fettsäuren und sekundären Pflanzenstoffen, um die optimale Zellversorgung mit allen Mikronährstoffen sicher zu stellen.
  • Am besten nehmen Sie ein Produkt in flüssiger Form und hergestellt aus natürlichen Lebensmitteln, da nur dadurch die Versorgung mit den so wichtigen sekundären Pflanzenstoffen gewährleistet und eine optimale Aufnahme im Organismus gesichert ist.
Literaturverzeichnis

(1) Schorah, C. J. et al.: Gastritic juice ascorbic acid: effects of disease and implications for gastric carcinogenesis. Am J Clin Nutr. 1991 (1 Suppl): S. 287S-293S
(2) Simon, J. A. et al.: Relation of serum ascorbic acis to Helicopacter pylori serology in US adulst: the Third National Healt and Nutrition Examination Surcey. Am. Coll. Nutr. 2003 22): S. 283-289
(3) Epplein M. et al.: Helicobacter pylori prevalence and circulating micronutrient levels in a low-income United States population. Cancer Prev Res (Phila). 2011(6): S. 871–878
(4) Aditi A., Graham D.Y.: Vitamin C, gastritis, and gastric disease: a historical review and update. Dig Dis Sci. 2012(10): S. 2504-2515
(5) Pohle, T. et al.: Role of reactive oxygen metabolites in aspirin-induced gastric damage in humans: gastroprotection by vitamin C. Aliment. Pharmacol. Ther. 2001(15): S. 677–687
(6) Koc M. et al.: Gastroprotective and anti-oxidative properties of ascorbic acid on indomethacin-induced gastric injuries in rats. Biol Trace Elem Res. 2008(1-3): S. 222-236
(7) Elseweidy M.M. et al.: Effect of some natural products either alone or in combination on gastritis induced in experimental rats
(8) Brot C. et al.: Vitamin D status and its adequacy in healthy Danish perimenopausal women: relationships to dietary intake, sun exposure and serum parathyroid hormone. Br J Nutr. 2001(86): S. S97–S103

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