Bei Asthma bildet die Bronchialschleimhaut zu viel Schleim. Grund dafür ist meist eine chronische Entzündung, die häufig (vor allem bei Allergien) durch den körpereigenen Botenstoff Histamin ausgelöst wird. Gleichzeitig verengen sich die Bronchien durch eine Verkrampfung der Steuerungsmuskeln. Mikronährstoffe wirken gegen diese Verkrampfungen und chronischen Entzündungen und bekämpfen zugleich die Ursache. Dieser wissenschaftlich fundierte Artikel erläutert Ihnen alternative Behandlungsmethoden bei asthmatischen Beschwerden und geht explizit auf die Erkenntnisse der revolutionären Mikronährstofftherapie ein.

Jährlich bis zu 5.000 Todesfälle durch Asthma

In der Regel beginnt Asthma bereits im Kindesalter. Es ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen. In Deutschland leiden an die fünf Prozent der Erwachsenen und bis zu zehn Prozent der Kinder an dieser Krankheit, wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer. Rund 5.000 Menschen sterben jährlich an schweren Asthmaanfällen.

Die Lebensqualität der Personen mit Asthma ist abhängig vom Schweregrad des Krankheitsbildes. Leichtes Asthma schränkt den Aktivitätsradius der Patienten so gut wie gar nicht ein. Mittelschweres oder anhaltendes Asthma hingegen beeinträchtigt die Lebensqualität immens. Die steigende Zahl der Asthma-Erkrankten geht mit der zunehmenden, nicht ausreichend geklärten Anzahl allergischer Leiden einher. Allergien sind ein ausschlaggebender Risikofaktor für das Auftreten von Asthma.

Mikronährstofftherapie

Mikronährstoffe (Vitamine, Mineralien, Spurenelemente & sekundäre Pflanzenstoffe) spielen bei praktisch allen Stoffwechselreaktionen eine große Rolle. Sie steuern die Produktion und Ausschüttung der Hormone und Botenstoffe und sind auch an deren Abbau beteiligt.

So senken Vitamin C und Omega-3-Fettsäuren die Häufigkeit und die Schwere von Asthmaanfällen, indem sie entzündungshemmend und antiallergisch wirken. (1) Außerdem sind Omega-3-Fettsäuren wichtige Gegenspieler zu den heute in der Ernährung dominierenden tierischen Fetten. Während die in den tierischen Fetten überwiegenden gesättigten Fette die Bildung von Entzündungsbotenstoffen stimulieren, hemmen Omega-3-Fettsäuren diesen Stoffwechselprozess. (2) Übrigens zeigen neue Studien, dass emulgierte Omega-3-Fettsäuren in einem komplexen Mikronährstoffprodukt in Saftform besser aufgenommen werden als die üblichen Omega-3-Kapseln. (3)

Einige Asthma-Formen entwickeln sich auch durch ein zu hohe Belastung mit freien Radikalen („oxidativer Stress“). Deshalb ist die Aufnahme natürlicher Antioxidantien sehr wichtig, da diese hervorragend gegen den oxidativen Stress wirken. Sie verbessern nachgewiesenermaßen die Lungenfunktion. (4) Natürliche Antioxidantien schützen die Lunge zudem vor weiteren Belastungen wie hohe Ozon-Werte, Feinstaub oder Zigarettenrauch. (5) Magnesium wiederrum verringert die Allergieneigung und reduziert die Verkrampfung der Bronchialmuskulatur bei Asthmatikern. (6)

Eine weitere wichtige Option im Kampf gegen Asthma ist die Förderung der Darmgesundheit. In der chinesischen Medizin ist seit 4000 Jahren ein Zusammenhang zwischen Darmstörungen, Hauterkrankungen und Lungenkrankheiten bekannt. Die Praxis zeigt, dass tatsächlich darmaktive Substanzen wie milchsauer vergorene Gemüsesäfte einen positiven Einfluss auf die Lunge haben.

In der modernen Mikronährstofftherapie bevorzugt man heute als Basisunterstützung bei Asthma eine moderat dosierte, natürliche Mikronährstoffmischung. Diese erlaubt es, alle oben genannten Vorteile zu vereinen, alle Zellen werden optimal versorgt und Körper und Geist werden wieder schnell fit und leistungsfähig.

Veränderungen im Lebensstil

Oben haben wir schon gezeigt, wie wichtig Ernährung und Mikronährstoffe bei Asthma sind. Doch auch das Verhalten und der Lebensstil können erheblichen Einfluss auf die Symptomatik haben. Achten Sie auf ein gesundes Körpergewicht. Durch Studien ist belegt, dass Übergewicht sowohl die Lungenfunktion negativ beeinträchtigt, als auch Anzahl und Ausmaß akuter Asthmaanfälle erhöht.

Chronischer Stress ist ebenfalls an der Entstehung von Asthma beteiligt. So zeigte eine ganz neue Studie, dass chronischer Stress die Funktion unserer Zellkraftwerke (Mitochondrien) beeinträchtigt und dadurch die Barrierefunktion der Darmzellen nicht aufrechterhalten werden kann. Dies führt zu einer vermehrten Belastung des Immunsystems und zu einer erhöhten Asthmaneigung. (7) Weitere top-aktuelle Studien empfehlen die regelmäßige Anwendung von erlernten Entspannungsverfahren (Autogenes Training, Muskelentspannung nach Jacobson, Yoga), um einer akute Verschlechterung von Asthma vorzubeugen. (8)

Was Sie selbst tun können – Empfehlungen zusammengefasst

Essen und Trinken

  • Sehr viel pures Wasser trinken (macht den zähen Schleim flüssiger).
  • Zusätzlich hilft eine Ernährung, die reich an Mineralien (Obst, Trockenobst) und Omega-3-Fettsäuren ist (Fisch, Leinöl).

Mikronährstoffe

  • Nehmen Sie täglich einen biologischen Mikronährstoffkomplex mit Omega-3-Fettsäuren und Vitamin C, um die optimale Zellversorgung mit allen Mikronährstoffen sicher zu stellen.
  • Am besten nehmen Sie ein Produkt in flüssiger Form und hergestellt aus natürlichen Lebensmitteln, da nur dadurch die Versorgung mit den so wichtigen sekundären Pflanzenstoffen gewährleistet und eine optimale Aufnahme im Organismus gesichert ist.

Lebensweise

  • Inhalieren Sie regelmäßig zur Befreiung der Atemwege.
  • Vermeiden Sie, als Asthmatiker Dämpfe von Putzmitteln, Farben und Klebern, sowie verrauchte Räume, sowohl von Zigaretten, als auch von Kaminen.
Weitere Informationen online unter:Deutsche Atemwegsliga e.V

(1) Bielory L., Ghandi R.: Asthma and Vitamin C. Ann Allergy 1994 (73): S. 89
(2) Marone G. et al.: Modulation of the release of histamine and arachidonic acid metabolites from human basophils and mast cells by auranofin. Agents Actions. 1986 Apr;18(1-2):100-2
(3) Raatz S.K. et al.: Enhanced absorption of n-3 fatty acids from emulsified compared with encapsulated fish oil. J Am Diet Assoc. 2009(6): S. 1076-1081
(4) Ochs-Balcom H.M. et al.: Antioxidants, oxidative Stress, and pulmonary function in individuals diagnosed with asthma or COPD. Eur J Clin Nutr 2006 (8): S. 991-999
(5) Steck-Scott S. et al.: Plasma and lung macrophage responsiveness to carotenoid supplementation and ozone exposure in Humans. Eur J Clin Nutr 2004 (58): S. 1571- 1579
(6) Rolla G. et al.: Reduction of histamine-induced bronchoconstriction by magnesium in asthmatic subjects. Allergy 1987 (42): S. 28
(7) Vicario M. et al.: Chronic psychosocial stress induces reversible mitochondrial damage and corticotropin-releasing factor receptor type-1 upregulation in the rat intestine and IBS-like gut dysfunction. Psychoneuroendocrinology. 2011 Jun 3. [Epub ahead of print]
(8) Liezmann C. et al.: Stress, atopy and allergy: A re-evaluation from a psychoneuroimmunologic persepective. Dermatoendocrinol. 2011(1): S. 37-40

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