Bei der Borreliose, oder auch Lyme-Borreliose, handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die fast immer durch einen Zeckenbiss übertragen wird. Auslöser sind die sogenannten Borrelien-Bakterien. Verbreitet ist die Krankheit vor allem in Europa und Nordamerika. Allein in Deutschland erkranken jährlich rund 60.000 Menschen daran. In der Medizin wird die Borreliose als Multisystemerkrankung bezeichnet, da sie mehrere Organe gleichzeitig befallen kann. Am häufigsten davon betroffen sind die Haut, Gelenke, das Nervensystem, Augen und Herz.

Die Borreliose stellt ein weit verbreitetes Therapieproblem dar. Viele verabreichte Medikamente wirken nur unzureichend und es kommt trotzdem zu den gefürchteten Folgeerkrankungen. Auf Grund dessen sind viele Menschen auf der Suche nach begleitenden und unterstützenden Behandlungsmethoden. Dieser wissenschaftlich fundierte Artikel informiert Sie über Ursachen und Symptome der Krankheit und wird Ihnen alternative Therapiemöglichkeiten aufzeigen. Im Fokus stehen dabei die neuen Erkenntnisse der revolutionären Mikronährstofftherapie.

1. Ursachen & Risikofaktoren

Bei der Infektionskrankheit Borreliose sind Bakterien die Ursache für die Erkrankung. Meistens fängt man sich diese Bakterien durch einen Biss von Zecken ein. Diese nehmen die Bakterien beim Blutsaugen auf und geben die Krankheitserreger bei ihrer nächsten Nahrungsaufnahme weiter. Allerdings werden die Bakterien nicht sofort beim Biss übertragen, da sich diese im Darm der Zecke befinden. Es ist deshalb wichtig, bei einem Biss, die Zecken sofort zu entfernen, bevor die Bakterien aus dem Darm in den Organismus des Menschen gelangen können.

Die kleinen Blutsauger sind vor allem im Frühling und Sommer aktiv. Sie leben im Gras, Hecken, in Büschen und Wäldern. Am häufigsten infizieren sich Menschen bei Aktivitäten in freier Natur, zum Beispiel beim Wandern, Joggen oder Zelten. Aber auch im Garten, Park oder auf einer Wiese ist man nicht vor Zecken geschützt. Zudem können Haustiere wie Hunde oder Katzen die Zecken mit in die Wohnung bringen.

Die kleinen Spinnentiere nisten sich bevorzugt in dunklen, feuchten und warmen Stellen des Körpers ein. Beliebte Bereiche sind deshalb die Achselhöhlen oder der Schambereich. Andere Körperregionen sind jedoch nicht ausgeschlossen.

In äußert seltenen Fällen können die Borrelien auch von anderen Insekten, Pferdebremsen oder Stehwespen weitergegeben werden. Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch ist allerdings ausgeschlossen.

2. Symptome und Krankheitsstadien

Die Beschwerden bei Borreliose sind vielfältig und betreffen mehrere Organe. In der Regel verläuft die Krankheit in drei Phasen. Es müssen allerdings nicht alle Stadien durchlaufen werden. Außerdem können diese individuell unterschiedlich in deren Intensität sein und in einer anderen Reihenfolge vorkommen.

a) Stadium I – Lokalinfektion

An der Stelle des Zeckenbisses bildet sich nach einigen Tagen ein roter Fleck, der langsam immer größer wird und in der Mitte hell gefärbt ist. Dieser schmerzlose Fleck wird als „Wanderröte“ bezeichnet, da es sich charakteristisch von innen nach außen immer weiter ausbreitet. Die Größe der kreisförmigen Hautrötung kann einen Durchmesser von bis zu 65 cm erreichen.

Weitere Symptome in diesem Borreliosestadium können Fieber, Bindehautentzündung, Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen sowie Lymphknotenschwellungen sein.

b) Stadium II – Ausbreitung im Organismus

Wochen bis Monate nach dem Zeckenbiss kommt es zu brennenden Nervenschmerzen. Die Bakterien haben sich im Organismus verteilt. Da nun das Nervensystem befallen ist, können schlaffe Lähmungen oder Gefühlsstörungen auftreten. Auch das Herz kann in Form von Herzrhythmusstörungen oder einer Herzmuskel- bzw. Herzbeutelentzündung betroffen sein. In sehr seltenen Fällen kommt es sogar zu Hauttumoren oder Gehirnentzündungen.

c) Stadium III – chronische Infektion

Dieses Stadium tritt erst Monate bis Jahre nach der Infektion auf. Gelenkentzündungen vor allem an den Kniegelenken, Sprung-, Finger-, Zehen-, Handwurzel- und Kiefergelenken sind Symptome dieser Phase von Borreliose. Auch Hautveränderungen an Armen und Beinen sind auffällige Kennzeichen, die sich einer Infektion mit Borrelien zuordnen lassen. Die Haut wird an diesen Stellen sehr dünn und verfärbt sich bläulich. Die Entzündungen klingen nach einer Weile wieder ab, können jedoch nach einiger Zeit schubweise wiederkehren.

3. Mikronährstofftherapie

Wenn man sich mit Borreliose-Bakterien infiziert hat, gibt es gute Möglichkeiten, den Heilungsprozess zu verstärken und eine etwaige medikamentöse Therapie zu unterstützen. Besonders geeignet sind hierfür natürliche Mikronährstoffe. Unter Mikronährstoffe versteht man alle Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundären Pflanzenstoffe. Sie sind essentiell für die optimale Zellfunktion und unterstützen außerdem die Mitochondrien und das Immunsystem.

Die Unterstützung des Immunsystems bei Borreliose ist von großer Bedeutung. Funktioniert dieses optimal, können Entzündungsherde schneller und effektiver bekämpft werden. Mikronährstoffe haben einen positiven Einfluss auf das körpereigene Abwehrsystem. Bakterien können so besser abgetötet und eliminiert werden. Vitamin C (1) und sekundäre Pflanzenstoffe (2) eignen sich hierfür besonders. Auch Omega-3-Fettsäuren, (3) Vitamin E und Vitamin D (4) wirken Entzündungen und Gelenkschmerzen entgegen.

Medikamente im Allgemeinen und Antibiotika im Speziellen können eine Unterversorgung an wichtigen Mikronährstoffen verursachen. Ein Mangel an Vitamin A, E und der Vitamine aus dem B-Komplex unterstützt Infektionsprozesse (5) (6). Aus diesem Grund ist es wichtig, begleitend zur medikamentösen Therapie bei Borreliose zusätzliche Mikronährstoffe zu sich zu nehmen. Besonders der Vitamin-B-komplex ist wichtig, da dieser eine schützende Wirkung auf das Nervensystem hat.

Die aktuellen, oben erwähnten Studien zeigen, dass vor allem für natürliche Mikronährstoffmischungen als Basisunterstützung gegen Borreliose ein positiver Effekt zu erwarten ist. Ein gutes, natürliches Mikronährstoffprodukt enthält aber nicht nur ein einzelnes Vitamin oder Spurenelement, sondern auch unterschiedliche sekundäre Pflanzenstoffe und Mineralien sollten enthalten sein. (7) Der Synergieeffekt ist viel stärker und effektiver als die Einnahme einzelner Mikronähstoffe. Jede Zelle benötigt alle Mikronährstoffe, um optimal arbeiten zu können. Die Wirkung wird durch die Kombination von Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und den sekundären Pflanzenstoffen verstärkt.

Nicht empfehlenswert und sogar potenziell schädlich sind künstliche Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe wie sie in Pillenform oder als Brausetabletten angeboten werden. Vorsichtig sollten Sie auch bei ausländischen Produkten sein. Diese enthalten laut Verbraucherzentrale häufig Verunreinigungen oder unerlaubte Substanzen, die nicht auf der Packung deklariert werden.

4. Zecken vorbeugen und entfernen

Es gibt einige Möglichkeiten sich vor einem Zeckenbiss zu schützen. Da sich diese kleinen Blutsauger vor allem im hohen Gras, Laub oder auf Sträuchern aufhalten, sollten Sie diese Bereiche bei einem Spaziergang meiden. Bleiben Sie lieber auf festen Wegen. Tragen Sie außerdem Kleidung, die den kompletten Körper bedeckt. Ziehen Sie Stiefel an und stecken Sie die Hose hinein oder tragen Sie die Socken über der Hose, wenn Sie durch eine Wiese, ein Feld oder durch den Wald laufen. Dadurch verhindern Sie, dass Zecken unter die Hosenbeine krabbeln. Des Weiteren sollten Sie vorzugsweise helle Kleidung tragen, so können Sie Zecken leichter entdecken. Wenn Sie nach einem Spaziergang im Wald oder anderen bei Zecken beliebten Orten zurückkehren, suchen Sie Ihren Körper sorgfältig nach Zecken ab.

Sollte Sie nun doch eine Zecke gebissen haben, entfernen Sie diese so schnell wie möglich. Je länger sich die Zecke in Ihrer Haut befindet, desto größer wird das Risiko, dass Borellien von der Zecke übertragen werden. Ziehen Sie das Insekt mit Hilfe einer Pinzette aus der Haut. Aber Vorsicht! Versuchen Sie nicht, die Zecke herauszudrehen. Die Gefahr ist zu groß, dass der Stechrüssel abreißt und in der Haut stecken bleibt. Auch dürfen Sie den Zeckenkörper keinesfalls quetschen. Dadurch tragen Sie letzten Endes dazu bei, das Gift aus der Zecke zu pressen. Wenn Teile der Zecken in Ihrer Haut zurück bleiben, suchen Sie bitte einen Arzt auf. Dieser kann Ihnen die Zeckenreste mit einem kleinen chirurgischen Eingriff, entfernen.

5. Empfehlungen bei Borreliose im Überblick

Tipps für den Alltag
  • Bedecken Sie bei einem Spaziergang im Wald Ihren kompletten Körper.
  • Suchen Sie nach einem Aufenthalt in der Natur Ihren Körper nach Zecken ab.
  • Versuchen Sie den Zecken vollständig aus Ihrer Haut zu entfernen.
Mikronährstofftherapie
  • Nehmen Sie täglich einen biologischen Mikronährstoffkomplex mit Vitaminen, Spurenelementen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen, um die optimale Zellversorgung mit allen Mikronährstoffen sicher zu stellen.
  • Am besten nehmen Sie ein Produkt in flüssiger Form und hergestellt aus natürlichen Lebensmitteln, da nur dadurch die Versorgung mit den so wichtigen sekundären Pflanzenstoffen gewährleistet und eine optimale Aufnahme im Organismus gesichert ist.

Literaturverzeichnis

(1) Holmannová D. et al.: Vitamin C and its physiological role with respect to the components of the immune system. Vnitr Lek. 2012(10): S. 743-749
(2) Benmalek Y et al.: Anti-microbial and anti-oxidant activities of Illicium verum, Crataegus oxyacantha ssp monogyna and Allium cepa red and white varieties.Bioengineered. 2013 Apr 11;4(4). [Epub ahead of print]
(3) Calder P.C.: Session 3: Joint Nutrition Society and Irish Nutrition and Dietetic Institute Symposium on ‚Nutrition and autoimmune disease‘ PUFA, inflammatory processes and rheumatoid arthritis. Proc Nutr Soc. 2008(4): S. 409-418
(4) Ginanjar E. et al.: Vitamin D and autoimmune disease. Acta Med Indones. 2007(3): S. 133-141
(5) Pancewicz S.A. et al.: Vitamin A, E and C serum concentration in patients with Borrelia burgdorferi antibodies–non-symptomatic carriers. Przegl Epidemiol. 2005(1): S. 35-41
(6) Kon’kova-Reĭdman A.B., Ratnikova L.I.: Neuroimmune aspects of the pathogenesis and nitric oxide negative effects modifying the pathogenetic treatment of tick-borne infections. Zh Nevrol Psikhiatr Im S S Korsakova. 2012;112(2): S. 40-45
(7) Brot C. et al.: Vitamin D status and its adequacy in healthy Danish perimenopausal women: relationships to dietary intake, sun exposure and serum parathyroid hormone. Br J Nutr. 2001(86): S. S97–S103

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