Bei einer chronischen Bronchitis handelt es sich um eine Dauererkrankung der Atemwege und einer damit einhergehenden Verengung der Bronchien. Die gereizte Schleimhaut produziert ein zähes Sekret, das schließlich zu starkem Hustenreiz und Auswurf führt. Diese chronische Entzündung der Atemwege wird häufig durch Schadstoffe, die von außen auf die Schleimhaut wirken, hervorgerufen. Da die medikamentöse Behandlung bei Bronchitis mit Antibiotika oder bronchienerweiternden Mitteln oftmals unerwünschten Nebenwirkungen mit sich bringen, suchen viele Patienten nach natürlichen Therapieverfahren. Dieser wissenschaftlich fundierte Artikel erläutert Ihnen alternative Konzepte und geht explizit auf die Erkenntnisse der revolutionären Mikronährstofftherapie ein.

600 Millionen Menschen weltweit an COPD erkrankt

In den USA gilt eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung als vierthäufigste Todesursache. Allein in Deutschland beträgt die Zahl der Betroffenen zwischen drei und fünf Millionen. Erschreckend ist auch, dass diese Volkskrankheit in ihrer Häufigkeit zunimmt. Eine im Januar 2007 veröffentlichte Studie aus Salzburg ergab, dass rund 25 Prozent der über 40 Jährigen an einer chronischen Bronchitis leiden. (1)

Die COPD kann viele Ursachen haben. So können sowohl Luftverunreinigungen (Stäube, Gase, Dämpfe), Zigarettenrauch als auch bakterielle oder virale Infektionen für eine Erkrankung der Atemwege verantwortlich sein. Aber auch genetische und psychische Komponenten spielen eine große Rolle. Die Redensart „vor Angst stockte ihr der Atem“ verdeutlicht, dass Atmung und Psyche eng miteinander verbunden sind. Psychischer Stress kann sich daher nachteilig auf die Lunge auswirken.

Mikronährstofftherapie

Auch für diese Krankheit gibt es neue und sehr gute Studien, die belegen, dass Mikronährstoffe in der Therapie bei COPD eine wichtige Rolle spielen. So wurde bei zusätzlicher Gabe von Vitamin C, Vitamin E, Beta-Carotin, Selen und den sekundären Pflanzenstoffen Lutein, Zeaxanthin und Lycopin eine Verbesserung des FEV (Forciertes Exspiratorisches Volumen), also der Menge an Luft, die unter Anstrengung beim Ausatmen ausgestoßen werden kann, nachgewiesen. (2)

Außerdem sind Omega-3-Fettsäuren wichtige Gegenspieler zu den heute in der Ernährung dominierenden tierischen Fetten. Während die in den tierischen Fetten überwiegenden gesättigten Fette die Bildung von Entzündungsbotenstoffen stimulieren, verringern Omega-3-Fettsäuren Entzündungen. (3) Übrigens zeigen neue Studien, dass emulgierte Omega-3-Fettsäuren in einem komplexen Mikronährstoffkonzentrat in Saftform besser aufgenommen werden als die üblichen Omega-3-Kapseln. (4)

Bronchitis entwickelt sich auch durch ein zu hohe Belastung mit freien Radikalen („oxidativer Stress“). Deshalb ist die Aufnahme natürlicher Antioxidantien sehr wichtig, da diese hervorragend gegen den oxidativen Stress wirken. Sie verbessern nachgewiesenermaßen die Lungenfunktion. (5) Natürliche Antioxidantien schützen die Lunge zudem vor weiteren Belastungen wie hohe Ozon-Werte, Feinstaub oder Zigarettenrauch. (6)

In der modernen Mikronährstofftherapie bevorzugt man heute als Basisunterstützung bei Bronchitis eine moderat dosierte, natürliche Mikronährstoffmischung. Diese erlaubt es, alle oben genannten Vorteile zu vereinen, alle Zellen werden optimal versorgt und Körper und Geist werden wieder schnell fit und leistungsfähig.

Nicht empfehlenswert und sogar potenziell schädlich sind künstliche Mikronährstoffe, wie sie in Pillenform oder als Brausetabletten angeboten werden. Vorsichtig sollten Sie auch bei ausländischen Produkten sein. Diese enthalten laut Verbraucherzentrale häufig Verunreinigungen oder unerlaubte Substanzen, die nicht auf der Packung deklariert werden.

Veränderungen im Lebensstil

Zuvor haben wir schon gezeigt, wie wichtig Mikronährstoffe bei Bronchitis sind. Doch auch das Verhalten und der Lebensstil können erheblichen Einfluss auf die Symptomatik haben. Achten Sie auf ein gesundes Körpergewicht. Durch Studien ist belegt, dass Übergewicht die Lungenfunktion negativ beeinträchtigt. Treiben Sie Sport, der an Ihre Leistungsfähigkeit angepasst ist. Das steigert sowohl das Allgemeinbefinden, hilft beim Abnehmen und tut auch den Atemwegen gut. Regelmäßiger leichter Ausdauersport (am besten 2-3x in der Woche) wie Walking, Nordic Walking, Radfahren oder Schwimmen sind am besten geeignet. Aber Achtung: die positiven Eigenschaften des Sports sind nur bei ausreichender Mikronährstoffzufuhr gewährleistet, da mehr Bewegung auch einen höheren Mikronährstoff nach sich zieht.

Was Sie selbst tun können – Empfehlungen zusammengefasst

Essen und Trinken

  • Sehr viel pures Wasser trinken (macht den zähen Schleim flüssiger).
  • Zusätzlich hilft eine Ernährung, die reich an Mineralien (Obst, Trockenobst) und Omega-3-Fettsäuren ist (Fisch, Leinöl).

Mikronährstoffe

  • Nehmen Sie täglich einen biologischen Mikronährstoffkomplex mit Omega-3-Fettsäuren und Vitamin C, um die optimale Zellversorgung mit allen Mikronährstoffen sicher zu stellen.
  • Am besten nehmen Sie ein Produkt in flüssiger Form und hergestellt aus natürlichen Lebensmitteln, da nur dadurch die Versorgung mit den so wichtigen sekundären Pflanzenstoffen gewährleistet und eine optimale Aufnahme im Organismus gesichert ist.

Lebensweise

  • Inhalieren Sie regelmäßig zur Befreiung der Atemwege.
  • Vermeiden Sie, Dämpfe von Putzmitteln, Farben und Klebern, sowie verrauchte Räume, sowohl von Zigaretten, als auch von Kaminen.

(1) L. Schirnhofer, B. Lamprecht u. a.: COPD prevalence in Salzburg, Austria: results from the Burden of Obstructive Lung Disease (BOLD) Study. In: Chest. Band 131, Nummer 1, Januar 2007, S. 29–36
(2) Ochs-Balcom H.M. et. al.: Antioxidants, oxidative Stress, and pulmonary function in individuals diagnosed with asthma or COPD. Eur J Clin Nutr 2006 (8). S. 991-999
(3) Marone G. et al.: Modulation of the release of histamine and arachidonic acid metabolites from human basophils and mast cells by auranofin. Agents Actions. 1986 Apr;18(1-2):100-2
(4) Raatz S.K. et al.: Enhanced absorption of n-3 fatty acids from emulsified compared with encapsulated fish oil. J Am Diet Assoc. 2009(6): S. 1076-1081
(5) Ochs-Balcom H.M. et al.: Antioxidants, oxidative Stress, and pulmonary function in individuals diagnosed with asthma or COPD. Eur J Clin Nutr 2006 (8): S. 991-999
(6) Steck-Scott S. et al.: Plasma and lung macrophage responsiveness to carotenoid supplementation and ozone exposure in Humans. Eur J Clin Nutr 2004 (58): S. 1571- 1579

Weiter Informationen finden Sie online unter:Lungenärzte im Netz
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