Das Burnout – Syndrom ist kein Leiden mit eindeutigen Kriterien, sondern eine körperliche, emotionale und geistige Erschöpfung basierend auf einer Überlastung in der Arbeit bzw. einem enormen Druck im Unternehmen. Der Betroffene fühlt sich ausgebrannt. Das Burnout – Syndrom ist quer durch alle Berufsgruppen und auch bei Müttern mit Doppelbelastung Kindererziehung/Karriere zu beobachten. Gefährdet sind vor allem Menschen, die in einem Beruf tätig sind, der viel Unterstützung und Hilfe für andere verlangt. Laut einer Umfrage der Apotheken-Umschau 1/2008 zeigen etwa zwei Drittel der Pflegekräfte und ein Drittel der Ärzte Anzeichen für Burnout.

1. Symptome bei Burnout – 12 Phasen des Syndroms

Burnout kann als Endzustand einer Entwicklung bezeichnet werden, die mit idealistischer Begeisterung beginnt und über frustrierende Erlebnisse zu Desillusionierung und Apathie, psychosomatischen Erkrankungen und Symptome der absoluten Abgeschlagenheit führt. Dieses psychische Leiden kann auch bereits in jungen Jahren die Gesundheit massiv beeinträchtigen. Laut dem Experten Herbert Freudenberger und seinem Kollegen Gail North kann man den Verlauf des Burnout – Syndroms in zwölf Phasen einteilen, deren Reihenfolge aber auch anders als die nachfolgende sein kann:(1)

  • Drang, sich selbst und anderen etwas beweisen zu wollen.
  • Extremes Leistungsstreben, um hohe Erwartungen zu erfüllen.
  • Zu viel Arbeit und Vernachlässigung anderer persönlicher Bedürfnisse und sozialer Kontakte.
  • Überspielen oder Übergehen der inneren Probleme und Konflikte.
  • Zweifel am eigenen Wertesystem und ehemals wichtigen Dingen wie Hobbys und Freunden.
  • Verleugnung entstehender Probleme, zunehmende Intoleranz, Geringschätzung Anderer und enorme Erschöpfung.
  • Rückzug und Vermeidung sozialer Kontakte auf ein Minimum.
  • Öffensichtliche Verhaltensänderungen, fortschreitendes Gefühl der Wertlosigkeit, zunehmende Ängstlichkeit.
  • Depersonalisierung durch Kontaktverlust zu sich selbst und zu Anderen, das Leben verläuft zunehmen mechanisch.
  • Innere Leere und verzweifelte Versuche, dieses Gefühl durch Überreaktionen zu überspielen (Sexualität, Essgewohnheiten, Alkohol, Drogen).
  • Symptome wie Gleichgültigkeit, Hoffnungslosigkeit, Erschöpfung und Perspektivlosigkeit.
  • Erste Selbstmordgedanken als Ausweg aus dieser Situation; akute Gefahr eines mentalen und physischen Zusammenbruchs. Hilfe von außen dringend erforderlich.

Im Jahr 2010 waren rund 100.000 Menschen aufgrund eines Burnout – Leiden und extremer Erschöpfung krank geschrieben. Seit 2004 sind die Fehltage in Bezug auf Burnout somit um fast das Neunfache auf insgesamt 1,8 Millionen angestiegen, errechnete das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO). Die Diagnose wird allein nach Symptome und Verlauf gestellt. Zur Erfassung sind inzwischen gute, standardisierte Fragebögen entwickelt worden. Der modernste Test ist derzeit der „Copenhagen Burnout Inventory“.(2) Hier noch ein Hinweis zu den verschiedenen Fragebögen, die im Internet kursieren: selten ist ein Test wissenschaftlich abgesichert . Ein Test kann allenfalls als Hinweis auf eine Gefährdung von Burnout verwendet werden. Einen Link zu einem seriösen Test finden Sie am Ende des Textes bei den Hinweisen.

Bei der Therapie eines Burnout – Syndroms trifft man auf verschiedene Themen bzw. Probleme. Es erfordert viel Arbeit, dieses Syndrom zu besiegen. Die Hilfe eines Experten in Sachen Burnout ist hierbei zwingend erforderlich. Bei einer Analyse der psychiatrischen Fachliteratur stellt man fest, dass in den Standardwerken eine gezielte und systematische Behandlung des Burnout – Syndroms nicht vorkommt. Christina Maslach, die Mitbegründerin der wissenschaftlichen Forschung zu diesem Thema, macht darauf aufmerksam, dass Lehrer, Ärzte, Pflegepersonal oder Aufseher in einem Gefängnis sehr unterschiedliche Burnout – Profile aufweisen, die sich einer einheitlichen Behandlung entziehen.(3) Ferner unterscheidet sich die Anfälligkeit für das Burnout-Syndrom sehr stark je nach der individuellen Persönlichkeit und den beruflichen Anforderungen. Grundsätzlich kann man jedoch sagen, dass der Heilungsprozess des Syndroms viel Arbeit erfordert. Man muss sowohl an sich selbst arbeiten als auch an der allgemeinen Lebenssituation etwas ändern, um gleichzeitig Ursachen und Symptome zu bekämpfen und sein Leiden mindern zu können.

2. Ursachen bei Burnout

Neben den psychischen Ursachen als Auslöser wurden mittlerweile auch physische Ursachen für die Entstehung des Burnout – Syndroms entdeckt:

  • Chronische Virusinfekte,(4)
  • Mikronährstoffmangel,(5)
  • Giftstoffbelastung durch chronische Darmprobleme,(6)
  • der Funktionsverlust der Energiekraftwerke der Zellen (Mitochondrien).(7)

Noch streiten sich die Wissenschaftler, ob körperliche oder psychische Ursachen im Vordergrund stehen. (8) Vermutlich ist das individuell verschieden oder es treffen beide Faktoren zusammen.

Bei den meisten Therapien handelt es sich um hilfreiche Einzelmaßnahmen, die allerdings nicht auf einem wissenschaftlich fundierten Erklärungsmodell des Burnout – Syndroms beruhen. Sie gehen meist nicht über den gesunden Menschenverstand hinaus. Die Forschung steht hier erst am Anfang.

Oft fehlt neben den psychischen Interventionen der physische Ansatz, der es dem betroffenen Menschen schneller möglich macht, wieder Kraft zu finden. Hier gibt es in der naturheilkundlich basierten Erfahrungsmedizin einige interessante und sehr erfolgreiche Heilverfahren, die im Folgenden erläutert werden.

3. Ernährungstipps

Die Ernährung hat einen großen Einfluss auf unser seelisches Befinden. Nicht zuletzt bei Burnout schreiben Wissenschaftler der Nahrungsqualität eine wesentliche Rolle zu. Denn das biochemische System Mensch kann nur dann richtig arbeiten, wenn ihm alle notwendigen Aufbau- und Treibstoffe (Eiweiß, Fette, Kohlenhydrate) und dazu auch alle notwendigen Katalysatoren und Helfer ausreichend zur Verfügung stehen. Hierbei sind vor allem die Mikronährstoffe gemeint, also Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Omega-3-Fettsäuren oder sekundäre Pflanzenstoffe. Auf diese wird später noch genauer eingegangen.

Bekannt ist z. B. die Bedeutung von Tryptophan auf den Serotoninspiegel. Fehlt Tryptophan, sinkt auch das Glückshormon Serotonin. Mit der Folge, dass wir zu negativen und trüben Gedanken neigen. Im Normalfall ist die Tryptophanversorgung aber durch die normale Ernährung gesichert. Wichtige Quellen sind Milch und Milchprodukte, Fleisch Eier und Kartoffeln. Eier und Kartoffeln sind die optimale Kombination, da hier gleichzeitig Kohlenhydrate verzehrt werden, auf die der Tryptophanstoffwechsel angewiesen ist. Schokolade ist entgegen den Behauptungen vieler Medien nicht geeignet für die Tryptophanzufuhr.

Viel wichtiger ist das richtige Fett. Essen Sie mindestens 2-mal in der Woche Fisch und verwenden Sie möglichst oft pflanzliche Öle in der kalten Küche. Der hohe Gehalt an ungesättigten Fettsäuren schützt die empfindlichen Zellkraftwerke (Mitochondrien), die für die Leistungskraft des Menschen sorgen und verbessert auch die Stimmung.

Verwenden Sie möglichst viele frische Kräuter und Gewürze bei der Zubereitung von Speisen. Ihr hoher Gehalt an Spurenelementen ist für den Aufbau der Neurotransmitter entscheidend. Aber auch scharfe Gerichte heben die Stimmung und verbessern die Leistung des Körpers. Verwenden Sie häufig die Gewürzmischung Curry, die viele gut erforschte Bestandteile enthält.

Nehmen Sie nach Möglichkeit weniger Kohlenhydrate (Brot, Nudeln) zusich, stattdessen mehr Obst und Gemüse. Zu viele dieser Sattmacher fördern Entzündungen genauso wie Übergewicht und das Burnout – Syndrom.

Essen Sie so viel Obst und Gemüse wie möglich. Sie enthalten reichlich Ballaststoffe, die den Darm gesund halten sowie viele wichtige Mikronährstoffe.

4. Mikronährstofftherapie

Zusätzliche Mikronährstoffe (Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Omega-3-Fettsäuren, Coenzym Q10, sekundäre Pflanzenstoffe etc.) sind sowohl vorbeugend, als auch in der Burnout – Therapie dringend anzuraten. Natürliche und komplexe Mikronährstoffkombinationen haben sich dabei deutlich besser bewährt als einzelne Vitalstoffe. Vor allem, wenn auch Coenzym Q10 und L-Carnitin enthalten sind, die in Studien bei Burnout besonders überzeugen konnten. Eine Studie aus Amerika hat gezeigt, dass Vitamine aus Obst oder Gemüse zusammen mit den darin natürlich vorkommenden sekundären Pflanzenstoffen mehr als 200-mal stärker wirken als einzelne Vitamine.(9)

Coenzym Q10 und L-Carnitin gelten als die beiden wichtigsten Mikronährstoffe für die Energieherstellung in unserem Körper.(10) Coenzym Q10 schützt dazu die Mitochondrien (Zellkraftwerke) und hilft bei deren Regeneration.(11) L-Carnitin ist neben einer Verbesserung der Energieproduktion auch für die Steuerung der Ausschüttung von Neurotransmittern (Nervenbotenstoffen) zuständig.(12)

Mikronährstoffe haben noch zahlreiche andere positive Effekte bei Burnout. Man weiß beispielsweise, dass durch die vermehrte Ausschüttung der Hormone Adrenalin und Cortisol der Stoffwechsel verändert wird und der Bedarf an Mikronährstoffen deutlich erhöht ist.(13) Die Einnahme von natürlichen Mikronährstoffen kann nachweislich die Stress-Toleranz verbessern und die Schäden verringern.(14)

Auch B-Vitamine sind wichtig für die Energieherstellung als Katalysatoren im Stoffwechsel der Kohlenhydrate und Eiweiße. Sie sind maßgeblich daran beteiligt, Nährstoffe zu zerlegen.

Zunehmend mehr lernen wir heute über die Bedeutung von sekundären Pflanzenstoffen. Diese nur in der Natur und in natürlichen Mikronährstoffkomplexen vorkommenden Substanzen sind für den Schutz der Mitochondrien zuständig(15) und können zudem die Neubildung der Zellkraftwerke anregen.

In einer amerikanischen Studie wurde beispielsweise untersucht, welchen Einfluss die zusätzliche Gabe des in Äpfeln, Zwiebeln oder Tomaten vorkommenden Quercetin auf die Neubildung von Mitochondrien bei jungen untrainierten Männern hatte. Im Vergleich zur Placebo-Gruppe konnte schon nach zwei Wochen ein Anstieg der Mitochondrienzahl festgestellt werden.(16)

In der modernen Mikronährstofftherapie bevorzugt man heute als Basisunterstützung bei Burnout eine moderat dosierte, natürliche Mikronährstoffmischung. Diese erlaubt es, alle oben genannten Vorteile zu vereinen, da es bei den Kombinationen der Natur zu sehr starken Synergieeffekten kommt.

5. Veränderungen im Lebensstil

Neben verbesserten Essgewohnheiten steht vor allem der allgemeine Lebenswandel, beim Kampf gegen Burnout, an erster Stelle

Sport & Bewegung

Ganz wichtig ist dabei die regelmäßige Bewegung. Erschöpfte Menschen sind häufig inaktiv. Körperliche Aktivität kann von den depressiven Gedanken ablenken, Fitness und das Erlernen neuer Sportarten das Selbstbewusstsein verbessern. Sport kann neue soziale Kontakte schaffen und hilft Stresshormone abzubauen. All das sind wichtige Voraussetzungen zur Überwindung eines Burnout-Syndroms. Nicht umsonst ist Sport in jeder klinischen Burnout -Therapie ein Hauptfach.

Sehr wichtig bei Burnout: Diese guten Effekte des Sports erreichen Sie nur bei ausreichender Mikronährstoffzufuhr, da mehr Bewegung auch einen höheren Mikronährstoffbedarf nach sich zieht.

Bei einer aktuellen Umfrage unter amerikanischen Ärzten, welche Strategien sie zur Vermeidung eines Burnouts anwenden, war Sport einer der meistgenannten Punkte.(17)

Dabei sollten Ausdauersportarten wie Walken, Joggen, Radfahren oder Schwimmen im Vordergrund stehen. Es werden dreimal in der Woche 30 bis 60 Minuten Sport empfohlen. Achten Sie auf eine langsame Belastungssteigerung, um ein körperliches Erschöpfen zu vermeiden. Denn: physisches Burnout + psychisches Burnout = absolutes Super-Burnout.

Entspannungsverfahren

Zu bewährten Strategien gehören die Entspannungsverfahren des Autogenen Trainings und vor allem die progressive Muskelentspannung nach Jacobson.(18) Je nach Geschmack können auch Yoga, Feldenkrais, Tai Chi oder Chi Gong Alternativen darstellen. Es geht darum, seelischer und körperlicher Anspannung entgegenzuwirken. Hierbei wird der Parasympathikus (Gegenspieler des Stressnervs Sympathikus) angeregt, welcher seinerseits die körperliche Stressaktivität senkt.(19)

Ziele setzen & Selbstmanagement

Zwei wichtige Punkte zur Vermeidung von Burnout sind Selbstmanagement und das Setzen von realistischen Zielen. Selbstmanagement-Fertigkeiten sind z. B. Selbstbeobachtung, Zielklärung und Zielsetzung, Selbstbestärkung sowie Selbstkontrolle. Selbstmanagement-Strategien können in einer Psychotherapie oder eigenständig mit Hilfe von Selbsthilfe-Manualen und Ratgeberbüchern erlernt werden. Voraussetzungen dafür sind das Erkennen von Defiziten und auch die Bereitschaft, an sich zu arbeiten. Wichtig sind:

  • ein konkretes Ziel
  • ein realistisches Ziel
  • ein Ziel, das der Betroffene selbst kontrollieren kann
  • eine Belohnung bei Zielerreichung.

In einer Studie wurde herausgefunden, dass sich allein aufgrund einer klaren Zielsetzung die Anfälligkeit für depressive Stimmungen signifikant vermindert.(20)

6. Sonstige Naturheilverfahren

Entsäuerung

Die Übersäuerung des Körpers ist heute ein anerkanntes Thema in der Medizin. Man weiß, dass Hektik und Aufregung durch die Schädigung der Zellkraftwerke zur Übersäuerung des Gewebes beiträgt. Denn wenn in den Zellkraftwerken weniger Energie produziert werden kann, dann wird mehr außerhalb der Mitochondrien produziert. Dabei wird Energie ohne Sauerstoffverbrauch gewonnen. Dieser Weg der Produktion ist deutlich weniger effektiv. Zusätzlich fällt dabei als Nebenprodukt Milchsäure an, die zur Übersäuerung des Gewebes beiträgt.

Übersäuertes Gewebe wiederum zieht sich zusammen, so dass die Zellen nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden können. Ein Teufelskreis beginnt, der nicht selten in einer schwerwiegenden Krankheit endet.

Achten Sie deshalb auf regelmäßiges Entsäuern. Besonders entsäuernd wirken Kräuter, Obst und Gemüse sowie biologische Gemüsesäfte. Auch regelmäßiges Basenfasten ist empfehlenswert. Auch Basenpulver oder Basentabletten eignen sich zum Entsäuern. Achten Sie aber darauf, dass in den Produkten keine versteckten Zucker enthalten sind.

Sehr angenehm ist auch ein Entsäuerungsbad. Geben Sie in Ihr Badewasser etwa einen Esslöffel basisches Badesalz und sonst keine Zusätze. Die Entsäuerung über die Haut beginnt nach etwa 30 Minuten. Ein Entsäuerungsbad sollte also 45 bis 60 Minuten dauern, am besten einmal in der Woche.

Phytotherapie: Johanniskraut

Für die Wirksamkeit von Johanniskraut bei Burnout gibt es inzwischen genügend Hinweise. So scheint Johanniskraut im Bereich der Stressverarbeitung sehr hilfreich zu sein.(21) Dazu kommt die eindeutig nachgewiesene antidepressive Wirkung des Johanniskrauts.(22) Mindestens 900 Milligramm sollten nach Studienergebnissen pro Tag eingenommen werden. In Deutschland werden zurzeit mehr als 300 Johanniskraut-Präparate angeboten, von denen die wenigsten geeignet sind. Viele Produkte sind unzureichend gekennzeichnet, vor allem was den Wirkstoffgehalt anbelangt.

Johanniskraut scheint weniger Nebenwirkungen zu haben als verschreibungspflichtige Antidepressiva. Manchmal macht Johanniskraut die Haut empfindlicher auf Sonnenlicht. Zur Vorsicht muss jedoch geraten werden, wenn gleichzeitig andere Medikamente eingenommen werden wie Herzglykoside oder Gerinnungshemmer, aber auch andere Antidepressiva, denn es wurden mehrfach gefährliche Wechselwirkungen beobachtet.

Auch bei Johanniskraut ist eine erkennbare Wirkung erst bei regelmäßiger Einnahme über mehrere Wochen feststellbar. Über den Sinn einer Behandlung mit Johanniskraut und über die richtige Dosis sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen.

7. Was Sie selbst tun können – Empfehlungen zusammengefasst

Essen und Trinken

  • Trinken Sie genügend Wasser. Mindestens 2 Liter am Tag sollten es sein. Wasser ist wichtig für die Energieherstellung und die Entsäuerung.
  • Ernähren Sie sich gesund und abwechslungsreich (regelmäßig Gemüse, Obst, Fisch etc.).
  • Reduzieren Sie den Anteil von Kohlenhydraten bei Ihrer Nahrungsaufnahme.
  • Verwenden Sie möglichst hochwertige kalt gepresste Pflanzenöle und nutzen Sie frische Kräuter.
  • Trinken Sie nur wenig Alkohol oder gar keinen.

Mikronährstoffe

  • Seien Sie sich bewusst, wie wichtig ein ausgeglichener Mikronährstoffhaushalt ist
  • Deshalb sollten Sie ein natürliches Mikronährstoffkonzentrat u.a. mit L-Carnitin, Coenzym Q10, sekundären Pflanzenstoffen und Kräuterextrakten. Das entspricht in der Zusammensetzung einer hochwertigen natürlichen Ernährung und führt neuesten Studien zufolge zu enormen Synergieeffekten und zu einer wirkungsvollen Erhöhung der Energieproduktion. Dabei kann der Körper Mikronährstoffpräparate in Saftform deutlich besser und physiologischer verwerten als Pillen oder Pulver.
  • Studien zum Burnout zeigen, dass zusätzlich zu einem hochwertigen Mikronährstoffkomplex die tägliche Einnahme von 150 mg Magnesiumcitrat zu guten Erfolgen führt.

Bewegung und Entspannung

  • Sorgen Sie für regelmäßigen körperlichen Ausgleich, Spaziergänge, Ausdauersport, Gymnastik. Gehen Sie jeden Tag vor die Tür und bewegen Sie sich möglichst viel an der frischen Luft.
  • Schlafen Sie genügend um erfrischt aufzustehen.
  • Wenn Sie sich angespannt fühlen, versuchen Sie sich bewusst zu entspannen. (z. B. mit einem erlernten Entspannungsverfahren wie Muskelentspannung nach Jacobson, Yoga, Feldenkrais, Tai Chi oder Chi Gong).

Lebenseinstellung

  • Verschwenden Sie Ihre Kraft nicht mit Dingen oder Vorhaben, auf die Sie erfahrungsgemäß keinen Einfluss haben.
  • Wenn Sie an Ihre Grenzen gelangen, setze Sie sich Prioritäten, machen Sie sich einen schriftlichen Plan um Ihre Zeit optimal zu nutzen und für sich auch Erholungszeit einzuplanen.
  • Setzen Sie sich bewusst realistische Ziele.

Einfache Naturheilverfahren

  • Entsäuern Sie sich regelmäßig durch basische Lebensmittel. Auch ein Entsäuerungsbad ist wohltuend.
  • Nutzen Sie die positiven Wirkungen von Tees. Johanniskrauttee (stimmungsaufhellend), Lavendelblütentee (beruhigend und entspannend) und grüner Tee (energetisierend) können helfen.
  • Rauchen Sie nicht. Es gibt inzwischen viele erfolgreiche Methoden, die Ihnen beim Aufhören helfen können.
  • Gehen Sie wöchentlich in die Sauna (nicht bei akuten Infekten). Genießen Sie dabei die Entspannung und sorgen Sie durch den gezielten Wechsel von kalten und warmen Reizen für eine Stärkung des gesamten Organismus.
  • Weitergehende Informationen und Bücher zum Thema

    Einen seriösen Test finden Sie hier

    Stress-IntelligenzStress besser meistern, Lebensenergie gewinnen Prof. Christoph Bamberger, Knaur 2009, ISBN: 978-3-426-78478-5

    Total erschöpft Vinzenz Mansmann, Verlag: Positives Leben 2009; ISBN-10: 3925868089

    Sie können auch online in einem Forum oder anderen Informationsseiten nach Tipps oder einem hilfreichen Artikel zum Thema Burnout recherchieren. Zudem können Sie dort Kontakt zu Betroffenen oder Experten herstellen.


    Quellenangaben:

    (1) Kraft U.: Burned Out. Scientific American Mind, June/July 2006: S. 31
    (2) Kristensen T. S. et al.: The Copenhagen Burnout Inventory: A new tool for the assessment of burnout. Work & Stress 2005(3): S. 192-207
    (3) Maslach, C. et al.: ‘‘Job Burnout‘‘. Annual Review of Psychology 2001: S. 407 ff.
    (4) Vernon S.D. et al.: Preliminary evidence of mitochondrial dysfunction associated with post-infective fatigue after acute infection with Epstein Barr virus. BMC Infect Dis. 2006 (6): S. 15
    (5) Singh A. et al.: Effect of natural and synthetic antioxidants in a mouse model of chronic fatigue syndrome. J Med Food. 2002 (4): S. 211-220
    (6) Maes M. et al.: Normalization of leaky gut in chronic fatigue syndrome (CFS) is accompanied by a clinical improvement: effects of age, duration of illness and the translocation of LPS from gram-negative bacteria. Neuro Endocrinol Lett. 2008 (6): S. 902-910
    (7) Bains W.: Treating Chronic Fatigue states as a disease of the regulation of energy metabolism. Med Hypotheses. 2008 (4): S. 481-488
    (8) Maes M., Twisk F.N.: Chronic fatigue syndrome: Harvey and Wessely’s (bio)psychosocial model versus a bio(psychosocial) model based on inflammatory and oxidative and nitrosative stress pathways. BMC Med. 2010(8): S. 35.
    (9) Eberhardt M.V., Lee C.Y., Liu R.H.: Antioxidant activity of fresh apples. Nature. 2000 (405): S. 903-904
    (10) Bains W.: Treating Chronic Fatigue states as a disease of the regulation of energy metabolism. Med Hypotheses. 2008 (4): S. 481-488
    (11) Nicolson G.L. et al.: Reversing mitochondrial dysfunction, fatigue and the adverse effects of chemotherapy of metastatic disease by molecular replacement therapy. Clin Exp Metastasis. 2008 (2): S. 161-169
    (12) Tempesta E. et al.: Stereospecific effects of acetylcarnitine on the spontaneous activity of brainstem neurones and their responses to acetylcholine and serotonin. Neu-ropharmacology. 1985 (1): S. 43-50
    (13) Ghosh A.K., Joshi S.R.: Disorders of calcium, phosphorus and magnesium metabolism. J Assoc Physicians India. 2008 (56): S. 613-621
    (14) Schlebusch L. et al.: The effects of an oral multivitamin mineral combination on stress. S Afr Med J. 2000 (12): S. 1216-1223
    (15) Gupta A. et al.: Curcumin, a polyphenolic antioxidant, attenuates chronic fatigue syndrome in murine water immersion stress model. Immunobiology. 2009 (1): S. 33-39
    (16) Nieman D.C. et al.: Quercetin´s influence on exercise performance and muscle mitochondrial biogenesis. Med Sci Sports Exerc. 2010(2): S. 338-45.
    (17) Meldrum H.: Exemplary physicians‘ strategies for avoiding burnout. Health Care Manag (Frederick). 2010(4): S. 324-331.
    (18) Leite J.R. et al.: Effect of progressive self-focus meditation on attention, anxiety, and depression scores. Percept Mot Skills. 2010(3): S. 840-848.
    (19) Hillert A., Marwitz M.:: Die Burnout Epidemie oder Brennt die Leistungsgesellschaft aus? Beck-Verlag München (2006): S. 240
    (20) Bandura A.: Social Cognitive Theory of Self-Regulation, in: Organizational Behavior and Human Decision Processes, Vol. 50 (1991)
    (21) Crupi R. et al.: Hypericum perforatum treatment: effect on behaviour and neurogenesis in a chronic stress model in mice. BMC Complement Altern Med. 2011(11): S. 7.
    (22) Linde K. et al.: St John’s wort for major depression. Cochrane Database of Systematic Reviews 2008, Issue 4. Art. No.: CD000448. DOI: 10.1002/14651858.CD000448.pub3

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