Bei der Cellulite, oder auch Orangenhaut genannt, bilden sich Dellen auf der Haut. Diese treten hauptsächlich an Oberschenkeln, Oberarmen, an der Hüfte oder dem Gesäß auf. Cellulite ist keine Krankheit sondern vielmehr ein kosmetisches Problem. Es ist der Albtraum einer jeden Frau. Rund 80 bis 90 Prozent aller Frauen leiden darunter. Da es sich bei Cellulite um ein Geschehen in den tiefen Hautschichten handelt, sind Salben und Cremes unwirksam. Als Alternative zur herkömmlichen Behandlung mittels Salben und Cremen, hat sich die renommierte Mikronährstofftherapie durchgesetzt.

1. Wie entsteht Cellulite?

Bei Cellulite sammeln sich sogenannte Stoffwechselschlacken im Bindegewebe an. All das, was vom Körper selbst nicht mehr verarbeitet oder ausgeschieden werden kann, wird als Stoffwechselschlacke bezeichnet. Dazu zählt man unter anderem Medikamentenrückstände, Toxine, aber auch Lebensmittel, die in Übermaß verzehrt werden. Eiweiße, Fisch, Fleisch, Milch und raffinierter, weißer Zucker sorgen nicht nur für eine Übersäuerung des Körpers sondern sind eben auch für die unschönen Dellen verantwortlich.

Bei Frauen befinden sich in der Unterhaut mehr Fettzellen als beim Mann. Diese können sich durch die Fähigkeit, viel Fett einzulagern um das 100fache vergrößern. Das weibliche Östrogen stimuliert außerdem ein Enzym, welches die Fettproduktion anregt und Wassereinlagerungen fördert. Das Gewebe wird weich und dehnungsfähig. Aus diesem Grund ist die weibliche Haut auch viel zarter als die der Männer und kann extreme Formveränderungen wie bei einer Schwangerschaft leichter wegstecken – die Kehrseite der Medaille ist jedoch die Cellulite.

Es spielen noch weitere Faktoren eine Rolle bei der Entstehung einer Cellulite:

  • erbliche Veranlagung
  • falsche Ernährung
  • Stress
  • Rauchen
  • langsamer Stoffwechsel
  • Bewegungsmangel
  • schlechte Durchblutung
  • Bindegewebsschwäche
  • niedriger Blutdruck
  • Venenerkrankungen
  • Hormonveränderungen

Entgegen der gängigen Meinung, Übergewicht sei die Cellulite Ursache Nummer eins, können sie auch schlanke Frauen bekommen. Zunehmendes Gewicht scheint jedoch Einfluss auf die Ausprägung der Hauterscheinung zu nehmen.

2. Mikronährstoffe für ein starkes Bindegewebe

Das Bindegewebe dient dem Körper normalerweise als Mikronährstoffdepot. Sind genügend Mikronährstoffe (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe) eingelagert, ist das Bindegewebe fest und elastisch. Ein Mangel an diesen wichtigen Mikronährstoffen zeigt sich schnell am Hautbild. Eine zucker- , fett- und salzarme Kost wirkt sich hingegen positiv auf das Erscheinungsbild der Haut aus. Jede Art der Übersäuerung z.B. durch Alkohol oder Kaffee ist schlecht, deshalb ist eine basenreiche Ernährungsweise reich an diversen Mikronährstoffen empfehlenswert.

Folgende Mikronährstoffe eignen sich besonders für die Stärkung und Straffung des Bindegewebes:

Kalzium & Magnesium: Diese Mineralstoffe können Säuren aufnehmen, welche dadurch neutralisiert werden. Sie binden eingelagerte Stoffwechselschlacken, schwemmen diese aus und regeln die Gewebespannung.
Mangan & Kupfer: Kupfer ist als Bestandteil des Enzyms Lysyloxidase verantwortlich für die Verflechtung der beiden hauptsächlichen Bindegewebseiweiße Elastin und Kollagen. Beide Spurenelemente sind für die Bildung, Struktur und Elastizität des Bindegewebes zuständig.
Aminosäuren: Eine hochwertige Versorgung mit Aminosäuren ist die Grundlage einer bindegewebs-aufbauenden Ernährung. Sie sind wichtig für die Festigkeit und Stärkung des Bindegewebes und schützen außerdem Muskeln und Sehnen.
Omega-3-Fettsäuren: Diese ungesättigten Fettsäuren sind ideal um das Bindegewebe zu stärken und Ablagerungen zu vermeiden. Zudem bringen sie die Fettverbrennung auf Hochtouren.
Vitamin C: Auch Vitamin C kurbelt die Fettverbrennung an. Da es am Aufbau der Kollagenfasern beteiligt ist, unterstützt es das Bindegewebe dabei, Feuchtigkeit zu speichern. Zusätzlich hält es das Bindegewebe straff und elastisch.

Weitere Mikronährstoffe, die sich im Kampf gegen die unschöne Orangenhaut eignen sind Vitamin B6, Vitamin E, Selen, Eisen und Kupfer. Sie alle unterstützen sich in ihrer Funktion und sind wichtig für ein gesundes Bindegewebe.

3. Empfehlungen bei Cellulite

Aus ganzheitlicher Sicht ist die Versorgung mit allen relevanten Mikronährstoffen eine optimale Lösung, um die Cellulite zu behandeln bzw. weitgehend einzudämmen. Da man diese essentiellen Mikronährstoffe nicht immer ausreichend durch die Nahrung aufnehmen kann, ist eine natürliche und effektive Mikronährstoffergänzungen äußerst sinnvoll. Am besten sollten Ergänzungen mit entsäuernder Wirkung eingesetzt werden.

Ein Überschuss an Säuren im Körper entsteht oftmals durch eine falsche Ernährungsweise und enormen Stress. Wenn unser Körper die anfallenden Säuren nicht mehr neutralisieren kann werden sie im Gewebe eingelagert. Dadurch wird die Versorgung der Zellen und der Stoffwechsel behindert. Darunter leidet dann unter anderem die Elastizität der Haut. Um diese schädlichen Säuren wieder auszuscheiden, gelten allen voran eine gesunde Ernährungsweise und viel Wasser als äußerst effektiv. Mikronährstoffe können den Prozess der Entsäuerung beschleunigen und den Säure-Basen-Haushalt wieder ins Gleichgewicht bringen.

Mikronährstoffe werden für alle lebensnotwendigen Zell- und Organfunktionen benötigt und spielen daher bei der Prävention und Behandlung von Cellulite eine wichtige Rolle. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Mikronährstoffe besser und effektiver wirken, wenn sie in Kombination miteinander eingenommen werden. Dabei sollte man stets auf ein natürliches Präparat zurückgreifen, welches optimal dosiert ist und ausschließlich natürliche Substanzen beinhaltet.

4. Tipps zusammengefasst

Essen und Trinken
  • Essen Sie überwiegend basisch (viel Obst und Gemüse) und verwenden Sie pflanzliche Öle in der Küche. Auch frische oder tiefgekühlte Kräuter sind wegen der entsäuernden Wirkung und des hohen Gehaltes an Spurenelementen wichtig.
  • Reduzieren Sie den Anteil an Kohlenhydraten in Ihrer Ernährung – sie fördern Entzündungen und Übersäuerung.
  • Machen Sie keine Radikaldiäten und ernähren Sie sich gesund und ausgewogenen. Durch Radikaldiäten wird Ihre Haut nur zusätzlich strapaziert. Sie sollten in jedem Fall an einer langfristigen Ernährungsumstellung arbeiten.
  • Trinken Sie ausreichend Wasser. 2 bis 3 Liter pro Tag sollten es sein. Dadurch schwemmet Ihr Körper Schlacken und Giftstoffe aus der Haut und strafft diese von Innen.
Mikronährstoffe
  • Nehmen Sie täglich einen biologischen Mikronährstoffkomplex, um die optimale Zellversorgung mit allen Mikronährstoffen sicher zu stellen.
  • Am besten nehmen Sie ein Produkt in flüssiger Form und hergestellt aus natürlichen Lebensmitteln, da nur dadurch die Versorgung mit den so wichtigen Omega-3-Fettsäuren gewährleistet und eine optimale Aufnahme im Organismus gesichert ist.
Bewegung und Entspannung
  • Regelmäßiger Ausdauersport sowie Kraftsport bringt den Stoffwechsel in Schwung, fördert die Fettverbrennung und sorgt für eine straffe Haut.
  • Sorgen Sie gezielt für Entspannung, wenn Sie gestresst sind. Im Stress neigen wir dazu zu viel zu Essen und unser Körper lagert verstärkt Fett ein. Yoga, Autogenes Training oder ähnliche Methoden können Ihnen beim Entspannen helfen.
  • Gehen Sie rechtzeitig ins Bett und schlafen Sie genügend um Erholung und Regeneration zu fördern.



Literaturverzeichnis

– Barringer T.A. et al.: Effects of a multivitamin and Mineral supplement on infection and quality of life. Ann Intern Med 2003 (138): S. 365-371 .
– DGE, Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Die Nährstoffe. DGE 3. Auflage, 2011.
Ekmekcioglu C. Die Theorie der Übersäuerung. Ernährung und Medizin 2004;19:16 – 20.
– Li Y et al. New developments and novel therapeutic perspectives for vitamin C. J Nutr 2007;137:2171 – 2184.
– Resch J., Viebahn I.: Mikronährstoffe auf dem Prüfstand. Salzburg 2011.

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