Erkältungen (Fachbegriff: grippaler Infekt) sind medizinschnicht genau definierte Infektionserkrankungen der oberen Luftwege (Nase, Nasennebenhölen, Hals, Bronchien). Ursache ist fast immer eine virale Infektion, also eine Viren im Organismus. Häufig wird der grippale Infekt mit der deutlich schwerer verlaufenden echten Virusgrippe (Influenza) verwechselt. Der Begriff „Erkältung“ ist sehr alt und kommt in praktisch allen Sprachfamilien der Welt vor. Noch vor etwa 30 Jahren haben wissenschaftliche Arbeiten darauf hingedeutet, dass eine Infektion relativ wenig mit der kalten Umgebungstemperatur zu tun hat. Man hat sich die weite Verbreitung des Begriffes mit den Anfangssyptomen eines gripallen Infektes erklärt – nämlich frösteln, zittern und Gänsehaut.



Neue Forschungen zeigen aber, dass die Kälte auch tatsächlich zur „Erkältung“ auf verschiedene Weise beiträgt:

So scheint eine übermäßig lange oder intensive Kälteeinwirkung auf einen nicht ausreichend geschützten Körper zu einer Schwächung des Immunsystems und dadurch zu einer schlechteren Abwehr von Krankheitserreger und Viren zu führen.(1) Eine Studie der Universität Cardiff aus dem Jahr 2005(2) zeigte einen möglichen Zusammenhang zwischen Kälteeinwirkung und Erkältungssymptomen. Während 13 von 90 Studienteilnehmern, die ein kaltes Fußbad nehmen mussten, von den Symtomen einer Erkältung berichteten, waren es in der Kontrollgruppe, die ihre Füße lediglich in eine leere Schüssel hielt, nur fünf von 90. Es wird vermutet, dass die Kälte zu einer Verschlechterung der Durchblutung der Schleimhäute führt und so den Transport weißer Blutkörperchen zur Eintrittspforte der Krankheitserreger behindert.

Indirekt kann Kälte ebenso das Erkältungssrisiko erhöhen, da sich Menschen bei kalter Witterung häufiger in Gebäuden, in schlecht gelüfteten Räumen und damit in der Nähe infizierter Mitmenschen aufhalten. Zudem macht die in geheizten Räumen oft sehr niedrige Luftfeuchtigkeit die Schleimhäute ebenfalls anfälliger für Erreger und Viren, die Infekte, Husten und Schnupfen auslösen.

Die Erkältungsinfekte sind die häufigsten Infektionen des Menschen überhaupt, Kleinkinder sind mit bis zu 13 mal im Jahr am häufigsten betroffen. Erwachsene erkranken durchschnittlich etwa zwei- bis dreimal im Jahr. Als Krankheitsverursacher einer Erkältung sind über 200 sehr verschiedene Viren aus unterschiedlichen Virusfamilien beschrieben. Unser Immunsystem merkt sich zwar einen einmal bekämpften Erreger, jedoch erklärt die Vielzahl verschiedener Viren und ihrer Subtypen, warum Menschen so häufig an einer virusbedingten Erkältung erkranken können.

Die eine Erkältung auslösenden Viren mit ihren zahllosen Arten und ihren durch Mutationen ständig neu entstehenden Varianten werden sowohl durch Tröpfcheninfektion durch die Luft als auch direkt oder indirekt durch Kontakt mit Erkrankten oder über kontaminierte Gegenstände per Kontaktinfektion übertragen. Da die meisten Virennicht sehr ansteckend (kontagiös)sind, ist meist ein längerer oder intensiver Kontakt für eine Ansteckung nötig. Inwieweit hier Hygienemassnahmen wie Händewaschen nützlich sind, ist immer noch umstritten und hängt stark vom Zeitpunkt und Art der Hygienemassnahme ab.

Eine kürzlich veröffentlichte Studie hat beispielsweise verschiedene Begrüßungsrituale unterscheidlicher Kulturkreise miteinander verglichen. (3) In dieser Studie wurde unter anderem festgestellt, dass beim Händeschüttelen ein deutlich höheres Ansteckungsrisiko besteht als beim Wangenkuss. Laut dieser Studie liesse sich das Infektionsrisiko beim Händeschütteln durch Händewaschen mit Seife schon deutlich reduzieren.

In der Regel verlaufen Erkältungen harmlos. Nach einer Inkubationszeit (Zeit vom Erregerkontakt bis zum Ausbruch der ersten Symtome) von 2 bis 8 Tagen dauert die Erkältung selten länger als eine Woche. Je nachdem, wo sich der Errger festgestezt hat, verlaufen die Symptome einer Erkältung in der Regel in zeitlichen Phasen.

Am Beginn stehen oft Halsschmerzen, Frösteln, Gliederschmerzen, Husten und Schnupfen. Diese Symptome erreichen meist schon am zweiten Tag ihren Höhepunkt. 4-5 Tage dauern dagegen die Kopf- und Gliederschmerzen oder Fieber. Etwa ab dem sechsten Erkrankungstag kann sich auch ein trockener Reizhusten entwickeln. In den meisten Fällen ist die Erkrankung nach etwa einer Woche überstanden, sie kann aber auch bis zu zwei Wochen andauern.

Die Behandlung einer Erkältung besteht vor allem darin, dem Körper Ruhe zu gönnen und sich in warmen, nicht überheizten Räumen aufzuhalten. Ansonsten werden vor allem die Symptome einer Erkältung behandelt. Häufig werden abschwellende Nasentropfen und schmerz- und fiebersenkende Medikamente verordnet.

Leider sind diese Medikamente mit unangenehmen Nebenwirkungen verbunden, so dass sie heute nur noch sehr sparsam verwendet werden. So können die Nasentropfen bei einem längeren Gebrauch (mehr 5 Tage) zu einer Austrocknung der Nasenschleimhäute und zu einer Abhängigkeit führen. Auch die fiebersenkenden Mittel haben neben ausser den klassichen Nebenwirkungen weitere (indirekte) unerwünschte Wirkungen. So können sich Kranke zu früh wieder fit fühlen und durch verfrühte Belastung einen Rückfall provozieren. Dazu ist heute erwiesen, dass fiebersenkende Medikamente das Abwehrsystem in seiner Arbeit behindern, die Komplikationsrate erhöhen und das Gesundwerden hinauszögern.(4).

Die normale und die erhöhte Körpertemperatur wie auch das Fieber haben definierte Grenzen. Diese sind wie folgt festgelegt:

  • Normaltemperatur: 36-37 Grad Celsius
  • Erhöhte Temperatur: 37-38 Grad Celsius
  • Fieber: ab 38 Grad Celsius
  • Hohes Fieber bei Kindern: ab 40 Grad Celsius
  • Hohes Fieber bei Erwachsenen: ab 39 Grad Celsius

Alle Werte beziehen sich auf eine Messung im After. Bei der Messung im Ohr oder im Mund können die gemessenen Temperaturen niedriger liegen.

Virushemmende oder gar virustötende Medikamente wirken nur sehr begrenzt und haben dabei eine recht hohe Nebenwirkungsrate. Und noch ein Wort zu den Antibiotika: bekanntlich helfen Antibiotika nur gegen Bakterien und nicht gegen Virusinfekte. Warum viele Ärzte trotz dieses hinlänglich wissenschaftlich belegten und auch verbreiteten Wissens Antibiotika bereits ab dem Kleinkindalter bei Erkältungen verordnen, liegt wohl an dem irrtümlichen Glauben der Ärzte, dass Ihre Patienten sich eine Behandlung mit diesen Medikamenten wünschten. (6)

Dieser, in allen Industrienationen betriebene Missbrauch ist nicht nur unnütz, sondern sogar gefährlich. Der Antibiotikamissbrauch führt neben einer Störung der Darmflora (und damit ebenso des Immunsystems) auch zur vermehrten Bildung resistenter Bakterien und erhöht dadurch das Risiko, dass diese Erreger in Zukunft nicht mehr behandelbar sind. (7) Viele Menschen sind deshalb auf der Suche nach Alternativen, da die Medikamente auch bei Kindern oft nicht eingesetzt werden können. Neue Forschungen bieten hier einige interessante, nebenwirkungsfreie Ansätze.

1. Ursachen

Unser Immunsystem ist normalerweise so gepolt, dass es Krankheitserreger oder unerwünschte Zellen im Körper erkennt und abwehrt. Mit vielen Schädlingen werden wir so leichter fertig oder erkranken erst gar nicht. Gerade bei Infektionen mit Krankheitserregern, die schon an den Menschen als ihren Wirt angepasst sind, wie es bei den meisten Erkältungsviren der Fall ist, spielt der Zustand des Immunsystems des betroffenen Organismus eine wichtige Rolle.

Darauf deutet beispielsweise die Beobachtung hin, dass bei einer Erkältungswelle keineswegs alle Kontaktpersonen erkranken. Bei intaktem Immunsystem und geringer Erregerdosis kann die Erkältung bzw. der Infekt entweder überhaupt nicht ausbrechen oder einen weniger schweren Verlauf nehmen.

Deshalb sollte man nach Möglichkeit Faktoren meiden, die unser Immunsystem schwächen oder in der Arbeit behindern. Solche Faktoren sind:

  • Rauchen
  • Alkohol
  • Ungesunde Ernährung
  • Mangelernährung
  • Umweltgifte
  • Darmstörungen
  • Chronischer Stress
  • Chronische Krankheiten
  • Die Einnahme von Medikamenten
  • Zu wenig Schlaf
  • Bewegungsmangel
  • Übertraining
  • Vitamin-C und Vitamin-D-Mangel

Eine Kombination mehrerer dieser Faktoren verstärkt natürlich deren schädliche Wirkung auf das Immunsystem.

2. Ernährungstipps

Zunächst sei gesagt, damit das biochemische System Mensch möglichst reibungsfrei arbeiten kann, braucht es alles. Alle Vitamine, Mineralien, Ballaststoffe, Fette, Eiweiße und Kohlenhydrate. Fehlen nur kleine Bausteine, so bedeutet dies, bestimmte Funktionen können nicht mehr einwandfrei abgerufen werden.

Grundsätzlich muss man bei der Ernährung zwei Situationen unterscheiden: die Ernährung während einer akute Erkältung und die vorbeugende, gesunde Ernährung zur Stärkung des Immunsystems.

Zu Beginn einer Erkältung sollen Sie höchstens leichte Mahlzeitenzu sich nehmen. Wenn Sie keinen Appetit haben, dann schaden auch ein oder zwei Fastentage nicht, vorausgesetzt Sie trinken dabei genügend. Einigen Nahrungsmitteln wird eine positive Wirkung bei Erkältungen nachgesagt. Am besten untersucht ist davon die Hühnersuppe.

Wissenschaftler des Nebraska Medical Center in Omaha zeigten im Laborversuch, dass Hühnersuppe Entzündungen eindämmt und damit die Symptome, wie Halsschmerzen und Husten, einer Erkältung abmildern kann. Welche Inhaltsstoffe für den Effekt verantwortlich sind, fanden die Forscher nicht heraus. Neben dem gekochten Hühnchen scheinen aber die diversen Gemüsearten eine Rolle zu spielen.(8) Zudem wirkt sich die heiß gelöffelte Flüssigkeit positiv auf die Schleimhaut in Mund und Rachen aus.

Wenn Sie die Suppe zusätzlich mit Ingwer würzen, können Sie die gesundheitsfördernden Effekte noch verstärken. Die scharfe Knolle regt erstens Wärmerezeptoren im Körper an und wirkt so gegen das Frösteln. Zweitens bekämpft Ingwer Viren und Bakterien und drittens greift der Inhaltsstoff 6-Gingerol in das Abwehrsystem ein und geht gegen Entzündungen vor.(9)

Des Weiteren gelten in der Vorbeugung natürlich die üblichen Regeln der gesunden Ernährung. Sie sollten insgesamt etwas weniger Kohlenhydrate essen (Brot, Reis, Nudeln) stattdessen etwas mehr Gemüse und Obst. Zu viele dieser getreidehaltigen Sattmacher fördern Entzündungen und stören das Gleichgewicht im Darm. Damit wird Ihr Organismus anfälliger für Erkältungen.

Zu viele tierische Lebensmittel – vor allem die Fette von Tieren aus konventioneller Masttierhaltung – fördern Entzündungen im ganzen Körper und stören ebenfalls die Darmflora. Man konnte nachweisen, dass Produkte von Tieren aus artgerechter Haltung hier sogar gesunde Effekte aufweisen.

Essen Sie mindestens 2-mal in der Woche frischen Fisch und verwenden Sie möglichst oft pflanzliche Öle in der „kalten“ Küche. Der hohe Gehalt an ungesättigten Fettsäuren wirkt stark entzündungshemmend und ist wichtig für ein ausbalanciertes Immunsystem.

Verwenden Sie möglichst oft frische Kräuter bei der Zubereitung von Speisen. Ihr hoher Gehalt an Spurenelementen ist wichtig für das Immunsystem und die Kräuter helfen auch bei der Entsäuerung des Gewebes.

3. Mikronährstofftherapie

Mikronährstoffe spielen bei praktisch allen Stoffwechselreaktionen eine große Rolle. Gerade das Immunsystem ist entscheidend auf eine gute Versorgung des Körpers mit allen Mikronährstoffen angewiesen.

Am bekanntesten und am besten untersucht ist die Wirkung von Vitamin C. Vitamin C ist an sehr vielen wichtigen Reaktionen des Abwehrsystems beteiligt. So konnte man beispielsweise in einer britischen Studie nachweisen, dass zu Beginn einer Erkältung der Vitamin-C-Gehalt im Körper dramatisch abfällt. Mehr als die Hälfte des Vitamin C unseres Körpers wird in den ersten Tagen einer Erkältung für Abwehrreaktionen verbraucht.(10)

Diese Studie zeigt auf der einen Seite, wie wichtig eine gute Vitamin-C-Versorgung für das Immunsystem ist, sie weist auf der anderen Seite aber auch darauf hin, dass unser Immunsystem im Kampf gegen Erkältungen noch zahlreiche andere Mikronährstoffe benötigt (u.a. Vitamin A, B-Vitamine und Folsäure, Vitamin D und E, Zink, Selen, Eisen und Omega-3-Fettsäuren). Die Autoren weisen ausdrücklich darauf hin, dass es zu ernsthaften Problemen mit dem Immunsystem kommen kann, wenn einer oder gar mehrere dieser Nährstoffe fehlen. Sie erklären auch, dass es durchaus Sinn macht, eine komplexe Mikronährstoffergänzung zur Verbesserung des Immunsystems zu sich zu nehmen.

Das ist auch die einfach Erklärung dafür, warum die alleinige Einnahme von Vitamin C in praktisch allen Studien zu keinem Effekt bei Erkältungen geführt hat. Vitamin C ist zwar wichtig, kann aber alleine nichts bewirken. Es ist immer die Unterstützung aller anderen Mikronährstoffe nötig. Ganz wichtig ist dabei auch die Unterstützung durch die sekundären Pflanzenstoffe, wie sie nur in natürlichen Mikronährstoffprodukten vorkommen. So hat eine Studie aus Amerika gezeigt, dass Mikronährstoffe aus Obst oder Gemüse zusammen mit den sekundären Pflanzenstoffen mehr als 200-mal stärker schützen als einzelne Vitamine.(11)

Und dann zeigen auch die Studien, dass Mikronährstoffe allen Unkenrufen zum Trotz tatsächlich vorbeugend gegen Erkältungen wirken. So konnte in einer doppelblinden, placebokontrollierten Studie in Amerika bei 130 Erwachsenen ein deutlicher Rückgang der Erkältungen festgestellt werden, wenn diese eine komplexe Mikronährstoffergänzung erhielten.(12)

Da inzwischen für zahlreiche Mikronährstoffe, darunter ganz speziell für verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe antibakterielle und antivirale Eigenschaften schon in geringen Mengen nachgewiesen wurden (13), verwundert es auch nicht, dass die zusätzliche Einnahme von natürlichen Mikronährstoffe auch zu einer kürzeren Krankheitsdauer bei Erkältungen beiträgt.(14)

In zahlreichen Studien mit älteren Menschen hat sich ein deutlicher immunstärkender Effekt einer zusätzlichen Mikronährstoffeinnahme gezeigt. So erbrachte die oben erwähnte Studie mit 66 Teilnehmern, die alle über 65 Jahre alt waren, dass die Gruppe mit einer komplexen Mikronährstoffergänzung ein besseres Immunsystem und weniger Erkältungen hatte.

Die positiven Ergebnisse durch die Einnahme von zusätzlichen natürlichen Mikronährstoffen sind mittlerweile so beeindruckend, dass inzwischen in neuen Studien gerade Senioren die regelmäßige Einnahme eines solchen Präparates empfohlen wird.(15) So hatten in dieser vom US-Landwirtschaftsministerium durchgeführten Untersuchung mehr als die Hälfte der über 4300 Teilnehmer nicht die empfohlenen Mikronährstoff-Mengen im Blut. Erst durch die zusätzliche Einnahme konnten die Grenzwerte erreicht werden.

Das Problem der Unterversorgung mit wichtigen Mikronährstoffen betrifft aber leider nicht nur ältere Menschen. In einer im Mai 2011 durchgeführten Untersuchung bei 100 zufällig ausgewählten Patienten einer österreichischen Hausarztpraxis waren 9 von 10 Teilnehmern bei einzelnen Mikronährstoffen nicht ausreichend versorgt. Die Teilnehmer waren zwischen 14 und 77 Jahren alt, das Durchschnittsalter betrug 42,9 Jahre.(16)

So ist beispielsweise auch für Vitamin D in Mitteleuropa ein weitverbreiteter Mangel nachgewiesen (17). Wie oben schon erwähnt, gilt heute auch ein Vitamin-D-Mangel als Ursache für eine vermehrte Anfälligkeit für Erkältungen. Die Grafik zeigt den Vitamin-D-Spiegel der Bevölkerung einer Kleinstadt in Süddeutschland im Verlauf des Jahres. (18) Der Vitamin-D-Verlauf legt natürlich einen Zusammenhang mit der saisonalen Häufung von Erkältungen und Grippe Infekten im Winter nahe. Normale Werte von Vitamin D (25OH-D) liegen etwa bei 32 ng/ml!

Ein weiterer wichtiger Aktivator des Immunsystems ist das Spurenelement Zink. Ein lange währender Disput über die Wirkung von Zink hat 2011 ein Ende gefunden, als Wissenschaftler systematisch alle Studien zum Zink verglichen und feststellten, dass die zusätzliche Einnahme von Zink die Symptome einer Erkältung abschwächt und die Erkältung auch verkürzt. Zusätzlich fanden sie heraus, dass die prophylaktische Gabe von Zink über mindestens 5 Monate die Häufigkeit von Erkältungen, die Zahl der Fehltage in der Schule und die Anwendung von Antibiotika reduzierte.(19)

Ein gutes, natürliches Mikronährstoffprodukt enthält aber nicht nur Vitamine und Mineralien, auch Omega-3-Fettsäuren und unterschiedliche sekundäre Pflanzenstoffe sollten enthalten sein. Für beide gibt es eine Reihe von Studien, die ihre Wirkung bei Erkältungen bestätigen.

Omega-3-Fettsäuren sind wichtige Gegenspieler zu den heute in der Ernährung dominierenden tierischen Fetten. Während die in den tierischen Fetten überwiegenden gesättigten Fette die Bildung von Entzündungbotenstoffen stimulieren, hemmen Omega-3-Fettsäuren diesen Stoffwechselprozess und helfen so das Immunsystem zu entlasten. So wurde bei Menschen mit einem schwachen Immunsystem sehr oft ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren gemessen(20) Übrigens zeigen neue Studien, dass emulgierte Omega-3-Fettsäuren in einem komplexen Mikronährstoffprodukt in Saftform besser aufgenommen werden als die üblichen Omega-3-Kapseln. (21)

Sekundäre Pflanzenstoffe haben ähnliche Effekte. Sie unterstützen das Immunsytem, in dem sie es von Entzündungen entlasten und wirken gelichzeitig direkt gegen den Erkältungserreger. So hemmen Sie beispielsweise die Ausbreitung und die Vermehrung von Erkältungs-Viren (22) Ein virustötender Effekt konnte aktuell beispielsweise von Inhaltsstoffen von Beeren und des grünen Tees nachgewiesen werden.(23)

Eine wichtige Option zur Stärkung des Immunsystems ist die Förderung der Darmgesundheit. Wie oben erwähnt, spielt eine intakte Darmflora für das Immunsystem eine wichtige Rolle. Das Konzept der positiven Beeinflussung der Darmflora durch bestimmte Bakterienkulturen wie beispielsweise milchsauer vergorene Lebensmittel wurde bereits Anfang des letzten Jahrhunderts wissenschaftlich untersucht (24).

An dieser Stelle noch einmal der Hinweis auf die viel zu häufig verwendeten Antibiotika. Eine im Jahr 2008 veröffentlichte Untersuchung wiederspricht z.B. eindeutig der häufig vertretenen Auffassung, dass sich die Darmflora nach einer Antibiotika-Gabe schnell wieder von selbst erholt.

Hier fanden die Forscher heraus, dass:

  • die Wiederansiedlung der meisten Bakterien und damit die Wiederherstellung der gesunden Verhältnisse bis zu vier Wochen dauert.
  • sich einige wichtige Bakterien aber erst sechs Monate nach dem Ende der Antibiotikatherapie wieder funktionsfähig im Darm finden.
  • vermutet werden kann, dass manche auch durch die sich nach Antibiotikaeinnahme vorübergehend verändernde Zusammensetzung der Bakterienarten gefördert werden.(25)
  • Im Gegensatz dazu gibt inzwischen gute Hinweise darauf, dass die langfristige Einnahme von darmaktiven Substanzen tatsächlich auch das Immunsystem fördert. (26)

    4. Veränderungen im Lebensstil

    Oben haben wir schon gezeigt, wie wichtig Ernährung und Mikronährstoffe für das Immunsystem sind. Doch auch die allgemeinen Lebensumstände können erheblichen Einfluss auf das Abwehrsystem haben. So schwächen Genussgifte wie Rauchen und Alkohol selbstverständlich das Immunsystem. Und gerade während einer Erkältung sind beide Dinge auf jeden Fall zu meiden. Alkohol beispielweise erweitert die Blutgefäße, wodurch sich Erreger schneller ausbreiten können.

    Auch ausreichend Bewegung ist wichtig für ein perfekt funktionierendes Immunsystem. Ganz wichtig ist dabei die regelmäßige körperliche Bewegung an der frischen Luft. Körperliche Aktivität ist wichtig, um das Immunsystem zu stabilisieren, das vegetative Nervensystem auszugleichen und den Stoffwechsel zu aktivieren. Und wenn Sie das Ganze auch noch draußen machen, dann bildet Ihr Körper als Zugabe das wichtige Vitamin D.

    Ausreichend Bewegung sorgt z.B. dafür, dass weniger Entzündungsbotenstoffe im Körper zirkulieren, entlastet damit das Immunsystem und schützt dabei noch vor Zuckerkrankheit und Krankheiten des Nervensystems wie Alzheimer. (29)

    In einer Studie wurden mehr als 1000 Teilnehmer 12 Wochen in Herbst und Winter untersucht. Diejenigen, die 5 Mal in der Woche ein leichtes Ausdauertraining absolvierten hatten in dieser Zeit nur etwa halb so viele Erkältungen wie die mit dem schlechtesten Fitnesszustand. (30)

    Wichtig ist dabei die richtige „Dosis“ zu finden, denn zu kurze Regenrationsphasen oder eine zu starke Belastung pro Training kehr den Effekt ins Gegenteil um. (31) Wenn Sie Sport treiben wollen, sollten Ausdauersportarten wie Walken, Joggen, Radfahren oder Schwimmen im Vordergrund stehen. Es werden drei- bis viermal mal in der Woche 30 bis 60 Minuten Sport empfohlen. Dabei gilt es zu beachten, dass Sie diese guten Effekte des Sports nur bei ausreichender Mikronährstoffzufuhr erreichen, da mehr Bewegung auch einen höheren Mikronährstoffbedarf nach sich zieht. Ein Schutzeffekt für das Immunsystem ist hier aber nur für natürliche Mikronährstoffpräparate nachgewiesen. (32)

    Während einer Grippe sollten Sie übrigens nicht Trainieren, da hier die Gefahr für Komplikationen sehr groß ist. (33)

    Auch Schlaf ist ein wichtiger Baustein in der Vorbeugung und der Therapie von Erkältungen und Infekten. Es ist nur sehr wenig bekannt, dass Schlafstörungen und ein unruhiger Schlaf ebenso wie eine sehr kurze nächtliche Schlafdauer, ein mehrfach erhöhtes Risiko für Erkältungskrankheiten mit sich bringen.

    Dies hat experimentelle Studie gezeigt, die in den Jahren 2000-2004 durchgeführt wurde. Insgesamt 153 gesunde Personen, etwa gleich viele Männer und Frauen im Alter von 21-55 Jahren (Durchschnitt: 37 Jahre) nahmen an der Studie teil. Teilnehmer mit einer durchschnittlichen Schlafzeit von weniger als 7 Stunden waren in der Studie dreimal so oft von einer Erkältung betroffen im Vergleich zu anderen mit 8 und mehr Stunden Schlaf.

    Ein noch deutlicherer Effekt zeigte sich für die Schlafintensität, also die Zeitanteile zwischen Zubettgehen und Aufstehen, die tatsächlich mit Schlaf verbracht wurden und nicht mit Umherwälzen oder Wachliegen. Hier zeigte sich: Personen, die nur maximal 92% ihrer nächtlichen Ruhezeit auch tatsächlich schlafen, haben ein 5,5mal so hohes Risiko für Erkältungen, verglichen mit effektiven Schläfern, die 98% oder mehr der nächtlichen Ruhe auch tatsächlich im Schlaf verbringen.(34)

    In diesen Kontext gehört auch die Stressverarbeitung. Chronischer Stress schädigt das Immunsystem auf allen Ebenen. So zeigte eine ganz neue Studie, dass chronischer Stress die Funktion unserer Zellkraftwerke (Mitochondrien) beeinträchtigt und dadurch die Barrierefunktion der Darmzellen nicht aufrechterhalten werden kann. Dies führt zu einer vermehrten Belastung des Immunsystems. (35)

    Rechtzeitiger Stressabbauist gerade im der Erkältungszeit und bei starker Belastung besonders wichtig. So zeigte sich bei Sportlern ein signifikanter Zusammenhang zwischen der Häufigkeit von Qigong-Übungen und einer verminderten Anfälligkeit für Erkältungen.(36)

    5. Sonstige Naturheilverfahren

    Sauna und Kneipp´sche Anwendungen

    Regelmäßige Kneipp´sche Anwendungen und auch regelmäßige Saunagänge wirken nachweislich Immunstärkend. Allerdings wirken diese einfachen Naturheilverfahren nur bei wirklich konsequenter Durchführung, also mindestens 1x in der Woche, das ganze Jahr über.

    Bei beiden Verfahren ist der entscheidende Mechanismus der Wechsel von kalten und warmen Anwendungen. In verschiedenen Studien konnte etwa eine Halbierung der Erkältungsrate erreicht werden.(37) Nach dem Ausbruch einer Erkältung bringt der Saunagang keine Vorteile, ganz im Gegenteil, man muss eher mit einer Mehrbelastung des Immunsystems und einer Verschlechterung der Symptome vor allem der Heiserkeit und der Halsschmerzen rechnen.(38)

    Pelargonium sidoides

    Diese afrikanische Geranienart werden Sie vermutlich nicht kennen – zumindest nicht unter diesem Namen, sondern vielleicht unter dem Handelsnamen Umckaloabo®. Dieses Mittel weist einige Wirkungen auf, die sich gegen Krankheitserreger richtet, aber auch Wirkungen, die die Modulation des körpereigenen Immunsystems betreffen:

  • Anregung der Bildung von für die Immunabwehr wichtigen Botenstoffen
  • Hemmung der Adhäsion (Anhaftung) von Bakterien und Viren an die Schleimhaut
  • Stimulation der Phagozytose (Fähigkeit von Immunzellen, Erreger „aufzufressen“)
  • Steigerung der Zilientätigkeit (die Zilien der Bronchialschleimhaut transportieren Krankheitserreger und Schadstoffe aus der Lunge)
  • Hemmung von Symptomen wie Schwäche, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen und Ängstlichkeit also typischen Grippe Symptomen
  • Studien zur klinischen Wirksamkeit ergaben deutlich verminderte Krankheitsdauer und besseres Wohlbefinden bei akuter Bronchitis, also starkem, langem Husten (hierfür ist Umckaloabo® zugelassen) sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern. Es gibt auch Hinweise auf eine Wirksamkeit gegen Schnupfen, Heiserkeit und Schnupfen. (39)

    Wadenwickel

    Bei Fieber können Sie den Körper dabei unterstützen, das zu tun, was er eh gerade tun möchte:

    In der Phase des Fieberanstiegs braucht der Körper Wärme, um sich aufzuheizen. Der Patient friert, zittert vielleicht sogar und ist oft blass. Hände und Füße sind kalt. Die benötigte Wärme kann man ihm zuführen, indem man ihn warm in seine Bettdecke einpackt und vielleicht sogar eine Wärmeflasche dazulegt.

    Während der Phase des Fieberabfalles will der Körper Wärme abgeben, um sich dadurch abzukühlen. Der Patient fühlt sich warm und feucht an, die Haut ist oft gerötet. Die Bemühungen des Körpers, sich abzukühlen können unterstützt werden, indem man ihn von den wärmenden Decken befreit, für eine kühlere Raumtemperatur und für kühle Getränke sorgt. Auch durch Waschungen, Wadenwickel oder Eispackungen kann die Abkühlung des Körpers unterstützt und so der Grippe entgegen gewirkt werden.(40)

    Für Wadenwickel befeuchten Sie zwei Tücher mit kaltem Wasser, wringen Sie das Wasser nur mäßig aus und wickeln Sie die feuchten Tücher gut anliegend um jeweils eine Wade. Darüber wird jeweils noch ein trockenes Tuch gelegt. Belassen Sie die Wickel, bis sie Körperwärme erreicht haben. Dies dürfte nach etwa 20 Minuten der Fall sein. Dann können Sie ggf. die Wickel erneuern.

    Wenden Sie Wadenwickel unbedingt nur bei warmen Füßen an und achten Sie auf das Wohlbefinden Ihres Patienten. Möglicherweise reagiert Ihr Patient mit Unbehagen auf eine sehr schnelle Fiebersenkung. Dann sollten Sie etwas später mit den Wickeln fortfahren. Mithilfe kalter Wickel kann die Temperatur um ca. 0,5 Grad Celsius gesenkt werden.

    In abgewandelter Form können Wadenwickel auch folgendermaßen aussehen: Tauchen Sie Baumwollstrümpfe in kaltes Wasser, drücken Sie diese aus und ziehen Sie sie an. Über die feuchten Strümpfe werden trockene Wollstrümpfe angezogen.

    6. Was Sie selbst tun können – Empfehlungen zusammengefasst

    Essen und Trinken

    • Trinken Sie genügend Wasser. Mindestens 2 Liter am Tag sollten es sein. Wasser ist wichtig für die Funktion der Immunzellen.
    • Essen Sie sich gesund, leicht und abwechslungsreich.
    • Wenn Sie keinen Appetit haben, legen Sie einen Fasttag ein.
    • Trinken Sie während einer Erkältung keinen Alkohol

    Mikronährstoffe

    • Nehmen Sie täglich zur Vorbeugung einen biologischen Mikronährstoffkomplex mit Zink und Vitamin C, um die optimale Zellversorgung mit allen Mikronährstoffen sicher zu stellen.
    • Am besten nehmen Sie ein Produkt in flüssiger Form und hergestellt aus natürlichen Lebensmitteln, da nur dadurch die Versorgung mit den so wichtigen sekundären Pflanzenstoffen gewährleistet ist und eine optimale Aufnahme im Organismus gesichert ist.
    • Zusätzlich zu dieser Basisversorgung empfehlen wir bei akuten Beschwerden noch 2-3 mal täglich 500 mg natürliches Vitamin C (z.B. Acerola Pulver®). Die Studien zu Erkältungen zeigen, dass diese hochwertige Mikronährstoffaufwertung sehr wichtig zur Unterstützung des gesamten Immunsystems und der notwendigen Zellversorgung ist.

    Bewegung und Entspannung

    • Regelmäßiger Sport kann helfen, Stress abzubauen und das Immunsystem zu stabilisieren.
    • Erlernen Sie ein altersentsprechendes Entspannungsverfahren und führen Sie es regelmäßig durch.
    • Gehen Sie rechtzeitig ins Bett und schlafen Sie genügend um Erholung und Gesundheit zu fördern.

    Lebenseinstellung

    • Helfen Sie Ihrem Immunsystem – am besten das ganze Jahr über. Gehen Sie regelmäßig (1x in der Woche) in die Sauna, das ganze Jahr lang, auch im Sommer.
    • Rauchen Sie nicht.

    Weitergehende Informationen und Bücher zum Thema

    Natürlich gesund mit Kneipp: Wie Sie fit und schön bleiben: über 60 einfache Wasser-Anwendungen für Ihr WohlbefindenRobert M. Bachmann, German M. Schleinkofer Verlag: TRIAS (2000) Preis: 17,95 Euro ISBN: 3-89373-945-9

    Stress-Intelligenz. Stress besser meistern, Lebensenergie gewinnenProf. Christoph Bamberger Verlag: Knaur 2009 Preis: 8,95 ISBN: 978-3-426-78478-5

    Das große Hühnersuppen-LesebuchJack Canfield Verlag: Goldmann Verlag ( 2005) Preis: 6,- Euro ISBN-10: 3442217075

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