Eine Herzmuskelschwäche ist im Normalfall die Folge von vorausgegangen Herzerkrankungen oder einem ungesunden Lebensstil. Es handelt sich bei einer Herzinsuffizienz um eine Funktionsstörung (= Insuffizienz) des Herzens. Da die Organe nicht mehr ausreichend durchblutet werden, kann es je nach Schwere der Herzmuskelschwäche zu einem tödlichen Kreislaufversagen kommen. Aus diesen Gründen suchen immer mehr Menschen nach Behandlungsmöglichkeiten, um die Herzinsuffizienz in den Griff bekommen. Dieser wissenschaftlich fundierte Artikel erläutert Ihnen alternative Konzepte und geht explizit auf die Erkenntnisse der revolutionären Mikronährstofftherapie ein.

1. 30.000.000 Menschen in Europa an Herzinsuffizienz erkrankt

Bei einer Herzschwäche ist das Herz nicht mehr fähig den Körper ausreichend mit sauerstoffreichem Blut zu versorgen. Mit steigendem Alter wird das Risiko davon betroffen zu sein immer höher. Etwa 10 % der über 70- Jährigen leiden an einer Herzinsuffizienz. Die Krankheit tritt vor allem im Alter auf, da viele Menschen in diesem Lebensabschnitt an Bluthochdruck bzw. einer koronaren Herzkrankheit leiden.

Doch ist es durch einen bewussten Lebensstil und einem besseren Verständnis der Erkrankung gegenüber durchaus möglich der drohenden Herzschwäche aus dem Weg zu gehen oder auch mit einem bereits geschwächten Herz ein glückliches und aktives Leben zu führen.

2. Allgemeine Informationen

Experten unterscheiden zwischen drei verschiedenen Formen der Herzmuskelschwäche, welche sich jeweils durch unterschiedliche Symptome einordnen lassen:

  • Linksherzinsuffizienz: Das Herz schafft es nicht mehr genügend Blut in den Organismus zu leiten. Mögliche Folgen sind ein gefährlicher Blutstau in der Lunge, sowie Atemnot und ein zu niedriger Blutdruck (Hypotonie).
  • Rechtsherzinsuffizient: Das Herz ist bei einer rechtsseitigen Funktionsstörung nicht mehr in der Lage das von den Organen zurückkommende Blut schnell genug weiterzuleiten. Daher staut sich das Blut im Herzen, was einen hohen Druck in den einzelnen Blutgefäßen und Wassereinlagerungen in Beinen, Bauch und Brust zur Folge hat.
  • Globale Herzinsuffizienz: Bei dieser Herzmuskelschwäche sind beide Teile des Herzmuskels von der Funktionsstörung betroffen. Sie leiden also an den Symptomen beider bereits vorgestellten einseitigen Herzinsuffizienzen.

Wir möchten Ihnen nun eine hochwirksame Möglichkeit zur Behandlung der Herzinsuffizienz vorstellen. Die sogenannte Mikronährstofftherapie bietet einige sehr erfolgsversprechende Ansätze bei der Behandlung einer Herzinsuffizienz.

3. Mikronährstofftherapie

Einer der elementarsten Mikronährstoffe in der Behandlung von Herzinsuffizienz ist L-Carnitin, da dieser Stoff als Transporter für Fettsäuren in den Zellen dient und im speziellen die Herzmuskulatur ihre Energie fast ausschließlich aus Fettsäuren bezieht. Eine zusätzliche Einnahme von L-Carnitin ist also unbedingt nötig um den Energiestoffwechsel der Herzmuskelzellen reibungslos am Laufen zu halten. (1)

Auch die zusätzliche Einnahme der Mikronährstoffe Coenzym Q10 in Kombination mit Omega-3-Fettsäuren wirkt sich, wie mehrere Studien beweisen, sehr positiv auf die Funktionen des Herzens aus und verbessert die Lebensqualität durch einen reibungsloseren Ablauf der vom Herzen ausgehenden Aufgaben.(2)

Unterstützt sollten diese Effekte noch von Magnesium, Kalzium und den B-Vitaminen werden, da diese die Energieproduktion der Herzmuskulatur ankurbeln und so den Betroffenen nicht mehr so schnell ermüden und auslaugen lassen.(3)

Außerdem sollte beachtet werden, dass durch einen Mangel an Mikronährstoffen, das Risiko an einer Herzschwäche zu erkranken, massiv steigt. Studien belegen: Besonders eine Unterversorgung an Selen und Magnesium kann maßgeblich zu einer Herzschwäche beitragen, weswegen es gilt eventuelle Mängel auszugleichen und auf eine optimale Versorgung mit allen Mikronährstoffen zu achten.(4)

Zusätzlich sind natürliche antioxidativ wirksame Mikronährstoffe (Antioxidantien) auch für die Funktion der Blutgefäße wichtig. Es ist schon länger bekannt, dass zusätzliche Antioxidantien die Bereitstellung von Stickoxid in den Blutgefäßen verbessert, was die Blutgefäße entspannt und den Blutdrucks senkt.(5) Eindeutig blutdrucksenkend wirkt auch Magnesium. Es entspannt die Blutgefäße und verbessert die Stress-Resistenz des Körpers.(6)

In der modernen Mikronährstofftherapie bevorzugt man heute zur Prävention und Rehabilitation einer Herzinsuffizienz eine natürliche Mikronährstoffmischung. Diese garantiert die optimale Versorgung der Zellen und hält Körper und Geist fit und leistungsfähig.

4. Veränderungen im Lebensstil

Je nach Ausprägung und Schweregrad Ihrer Herzinsuffizienz sind andere Vorgehensweisen und Veränderungen im Lebensstil nötig. Beim Schlafen kann eine erhöhte Position des Oberkörpers das Atmen erleichtern. Parallel dazu sollten mögliche Risikofaktoren, wie Übergewicht und Alkoholkonsum vermieden und ein striktes Normalgewicht eingehalten werden. Manchmal ist es zusätzlich zu diesen Maßnahmen noch erforderlich Sauerstoff zu inhalieren, um dem Körper neue Energie zu geben.

Falls Sie von Wassereinlagerungen, sogenannten Ödemen, betroffen sind, ist eine salzarme Diät und die kontrollierte Aufnahme von Flüssigkeit zu beachten, um diese Einlagerungen nicht zu verschlimmern.

5. Handlungsempfehlungen auf einen Blick

Mikronährstofftherapie
  • Seien Sie sich bewusst, wie wichtig ein ausgeglichener Mikronährstoffhaushalt ist. Verwenden Sie deshalb zur Basisversorgung ein natürliches Mikronährstoffkonzentrat, das auch Omega-3-Fettsäuren, Coenzym Q10 und sekundäre Pflanzenstoffe enthält.
  • Tipp: Mikronährstoffpräparate in Saftform kann der Körper deutlich besser und physiologischer verwerten als Pillen oder Pulver.
Essen und Trinken
  • Essen Sie überwiegend basisch (viel Obst und Gemüse) und verwenden Sie pflanzliche Öle in der Küche. Auch frische Kräuter (oder tiefgekühlt) sind wegen der entsäuernden Wirkung und des hohen Gehaltes an Spurenelementen wichtig.
  • Essen Sie zweimal in der Woche Meeresfisch. Auch hier sollten Sie der Gesundheit zuliebe auf Bio-Zucht oder Wildfang achten.
  • Trinken Sie mindestens 2 Liter kohlensäurefreies Wasser. (Außer bei Wassereinlagerungen, dann kontrolliert und bewusst Flüssigkeit aufnehmen!)
Bewegung und Entspannung
  • Erlenen und praktizieren Sie Entspannungsübungen wie Autogenes Training, die Muskelentspannung nach Jacobson oder das fernöstliche Yoga.
  • Überanstrengen Sie sich nicht – bewegen Sie sich ruhig und kontrolliert.

(1) Sethi R. et al.: Improvement of cardiac function and beta-adrenergic signal transduction by propionyl L-carnitine in congestive heart failure due to myocardialinfarction. Coron Artery Dis. 2004 (1): S. 65-71.
(2) Vargiu R. et al.: Positive inotropic effect of coenzyme Q10, omega-3 fatty acids and propionyl-L-carnitine on papillary muscle force-frequency responses of BIO TO-2 cardiomyopathic Syrian hamsters. Biofactors. 2008 (1-4): S. 135-44
(3) Shimon I. et al.: Improved left ventricular function after thiamin supplementation in patients with congestive heart failure receiving long-term furosemide therapy. Am J Med 1995 (98): S. 485
(4) Witte K.K. et al.: Chronic heart failure and micronutrients. J Am Coll Cardiol. 2001(7): S. 1765-1774
(5) Galley H.F. et al.: Combination oral antioxidant supplementation reduces blood pressure. Clin Sci (Lond). 1997 (4): S. 361-365
(6) Kisters K.: Oral magnesium supplementation improves borderline hypertension. Magnes Res. 2011 Mar 1;24(1):17.

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