Herzrhythmusstörungen sind unregelmäßige Abfolgen der Herzschläge. Während einerseits leichte oder gelegentlich auftretende Herzrhythmusstörungen meist gar nicht bemerkt werden, können schwerwiegendere Herzrhythmusstörungen zu gefährlichen Beschwerden wie Herzrasen, Schwindel, Bewusstlosigkeit, Krampfanfällen, Brustschmerzen und Brustenge führen.

Mit unseren Experten-Tipps erfahren Sie, wie Sie trotz bereits fortgeschrittenen Herzrhythmusstörungen wieder einen Weg zurück in Gesundheit und Aktivität finden. Außerdem lernen Sie die Grundlagen der neuen, revolutionären Mikronährstofftherapie kennen.

1. Allgemeine Informationen

Es gibt viele verschiedene Arten von Herzrhythmusstörungen. Die Unterscheidungskriterien sind vielfältig. Man unterscheidet zwischen der gestörten Bildung der elektrischen Impulse (Reizbildungsstörung) und der gestörten Weiterleitung der Herzerregung (Erregungsleitungstörung). Außerdem muss lokalisiert werden an welchem Entstehungsort, dem Herzvorhof oder der Herzkammer, die Herzrhythmusstörungen auftreten. Im Weiteren wird noch zwischen Herzrhythmusstörungen, welche entweder mit einem zu langsamen Herzschlag einhergehen (Bradykardien, unter. 60 Schläge pro Minute) oder solche, welche mit einem zu schnellen Herzschlag (Tachykardien über 100 Schläge pro Minute) auftreten unterschieden.

Auslöser und tiefere Ursache für eine Herzrhythmusstörung ist oftmals eine vorhausgehende Herzerkrankung wie ein Herzinfarkt, eine Entzündung des Herzmuskels oder einer Verkalkung der Herzkranzgefäße (koronare Herzerkrankung). Doch auch der individuelle Lebensstil spielt eine entscheidende Rolle. Denn inwieweit Sie gefährdet sind, haben Sie selbst in der Hand.

2. Mikronährstofftherapie

Einer der elementarsten Mikronährstoffe in der Behandlung von Herzrhythmusstörungen ist L-Carnitin, da dieser Stoff als Transporter für Fettsäuren in den Zellen dient und im speziellen die Herzmuskulatur ihre Energie fast ausschließlich aus Fettsäuren bezieht. Eine zusätzliche Einnahme von L-Carnitin ist also unbedingt nötig um den Energiestoffwechsel reibungslos am Laufen zu halten. (1)

Auch die zusätzlichen Einnahme der Mikronährstoffe Coenzym Q10 in Kombination mit Omega-3-Fettsäuren wirkt sich, wie mehrere Studien beweisen, sehr positiv auf die Funktionen des Herzes aus und verbessert die Lebensqualität durch einen reibungsloseren Ablauf der vom Herzen ausgehenden Aufgaben. (2)

Unterstützt sollten diese Effekte noch von Magnesium, Kalzium und den B-Vitaminen werden, da diese die Energieproduktion der Herzmuskulatur ankurbeln und so den Betroffenen nicht mehr so schnell ermüden und auslaugen lassen. (3)

Auf der anderen Seite sollte man beachten, dass man auch durch Mangel an Mikronährstoffen sein Risiko an Herzrhythmusstörungen zu erkranken massiv steigert. Studien belegen: Besonders eine Unterversorgung an Selen und Magnesium kann maßgeblich zu einer Herzschwäche beitragen, weswegen es gilt eventuelle Mängel auszugleichen und auf eine optimale Versorgung mit allen Mikronährstoffen zu achten. (4)

Zusätzlich sind natürliche antioxidativ wirksame Mikronährstoffe (Antioxidantien) für die Funktion der Blutgefäße wichtig. Es ist schon länger bekannt, dass zusätzliche Antioxidantien die Bereitstellung von Stickoxid in den Blutgefäßen verbessert, was die Blutgefäße entspannt und den Blutdrucks senkt. (5) Eindeutig blutdrucksenkend wirkt auch Magnesium.. (6)

In der modernen Mikronährstofftherapie bevorzugt man heute zur Prävention und Rehabilitation von Herzrhythmusstörungen eine natürliche Mikronährstoffmischung. Diese garantiert die optimale Versorgung der Zellen und hält Körper und Geist fit und leistungsfähig.

3. Veränderungen im Lebensstil

Wichtig sind vor allem Strategien zur Stressbewältigung. Dazu gehören die Entspannungsverfahren des Autogenen Trainings und die progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Je nach Geschmack können auch Yoga, Feldenkrais, Tai Chi oder Chi Gong Alternativen darstellen. Es geht darum, seelischer und körperlicher Anspannung entgegenzuwirken und Stress abzubauen. Hierbei wird der Parasympathikus (Gegenspieler des Stressnervs Sympathikus) angeregt, welcher seinerseits die körperliche Stressaktivität senkt.

4. Handlungsempfehlungen auf einen Blick

Mikronährstofftherapie
  • Seien Sie sich bewusst, wie wichtig ein ausgeglichener Mikronährstoffhaushalt ist. Verwenden Sie deshalb zur Basisversorgung ein natürliches Mikronährstoffkonzentrat, das auch Omega-3-Fettsäuren, Coenzym Q10 und sekundäre Pflanzenstoffe enthält.
  • Tipp: Mikronährstoffpräparate in Saftform kann der Körper deutlich besser und physiologischer verwerten als Pillen oder Pulver.
Essen und Trinken
  • Essen Sie überwiegend basisch (viel Obst und Gemüse) und verwenden Sie pflanzliche Öle in der Küche. Auch frische Kräuter (oder tiefgekühlt) sind wegen der entsäuernden Wirkung und des hohen Gehaltes an Spurenelementen wichtig.
  • Essen Sie zweimal in der Woche Meeresfisch. Hier sollten Sie der Gesundheit und der Umwelt zuliebe auf Bio-Qualität achten.
  • Trinken Sie mindestens 2 Liter Flüssigkeit am Tag, hierbei bieten sich besonders Wasser und ungesüßte Teesorten an. (Außer bei Wassereinlagerungen, dann kontrolliert und bewusst Flüssigkeit aufnehmen)
Weitere Empfehlungen
  • Reduzieren Sie oder gewöhnen Sie sich persönliche Laster wie Rauchen oder zu hohen Alkoholkonsum ab.
  • Senken Sie Blutdruck, Gewicht und Cholesterin auf optimale Werte.
  • Versuchen Sie Ihren Stress auf ein Minimum zu reduzieren. Lernen Sie gelassener durchs Leben zu gehen.
Quellen

(1) Sethi R. et al.: Improvement of cardiac function and beta-adrenergic signal transduction by propionyl L-carnitine in congestive heart failure due to myocardialinfarction. Coron Artery Dis. 2004 (1): S. 65-71.
(2) Vargiu R. et al.: Positive inotropic effect of coenzyme Q10, omega-3 fatty acids and propionyl-L-carnitine on papillary muscle force-frequency responses of BIO TO-2 cardiomyopathic Syrian hamsters. Biofactors. 2008 (1-4): S. 135-44
(3) Shimon I. et al.: Improved left ventricular function after thiamin supplementation in patients with congestive heart failure receiving long-term furosemide therapy. Am J Med 1995 (98): S. 485
(4) Witte K.K. et al.: Chronic heart failure and micronutrients. J Am Coll Cardiol. 2001(7): S. 1765-1774
(5) Galley H.F. et al.: Combination oral antioxidant supplementation reduces blood pressure. Clin Sci (Lond). 1997 (4): S. 361-365
(6) Kisters K.: Oral magnesium supplementation improves borderline hypertension. Magnes Res. 2011 Mar 1;24(1):17.

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