Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine Augenerkrankung, welche für einen Großteil der Sehbehinderungen bei Personen über 50 Jahren verantwortlich ist. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch irreversible Verschlechterung der Sehkraft in höherem Alter. In besonders schweren und unbehandelten Fällen kann die altersbedingte Makuladegeneration sogar bis zum kompletten Verlust der Sehkraft führen.

Da neuste Studien die Wirksamkeit von Mikronährstoffen zur Behandlung von AMD eindeutig belegt haben, suchen immer mehr Patienten eine natürliche Möglichkeit das Augenleiden zu behandeln, denn die herkömmlichen Methoden sind nicht risikofrei. Bei den eingesetzten Medikamenten können teils starke Nebenwirkungen auftreten. Auch ein operativer Eingriff birgt Risiken wie Blutungen im Auge oder gar eine komplette Erblindung.

1. Ursachen der Altersbedingten Makuladegeneration

Selbst heutzutage haben Wissenschaftler noch nicht alle Einzelheiten der Ursachen von AMD entdeckt und erforscht. Bekannt ist jedoch, dass hauptsächlich ältere Personen, meist ab dem 50. Lebensjahr betroffen sind. Dabei stehen Stoffwechselprodukte, die sich im Laufe der Jahre unter der Netzhaut anlagern, unter Verdacht die altersbedingte Makuladegeneration auszulösen. Um dies besser zu verstehen, muss zunächst der Begriff der Makula definiert werden.

Unter diesem Fachbegriff versteht man den Mittelpunkt der Netzhaut, den Punkt des schärfsten Sehens. Aufgrund dieser enormen Bedeutung herrscht in dieser Region des Auges ein besonders aktiver Stoffwechsel. Diese Prozesse führen zur Anlagerung von Abbauprodukten, welche in einem gesunden Auge normalerweise von der darunterliegenden Hautschicht, das sogenannten Pigmentepithel, abtransportiert werden. Man weiß heute, dass die Fähigkeit des Pigmentepithel mit zunehmendem Alter abnimmt. Dadurch kommt es zu einer stetigen Ablagerung von Stoffwechselprodukten die nach einer gewissen Zeit die Funktionsweise der Makula beeinträchtigen.

Als eine der möglichen Ursachen nennen Augenexperten eine genetisch bedingte Veranlagung. Als weitere Auslöser gelten das Rauchen, andere Krankheiten wie Arteriosklerose oder Bluthochdruck, zu starke und lange Einwirkung von UV-Strahlen auf die Augen. Neben diesen Faktoren steht auch ein zu geringer Betacarotinoidenwert in der Blutlaufbahn unter Verdacht die altersbedingte Makuladegeneration zu verursachen.

2. Mikronährstofftherapie

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, suchen immer mehr Menschen nach einer effektiven aber natürlichen Art der Therapie. Durch zahlreiche Studien der letzten Jahre und Jahrzehnte rückten Mikronährstoffe immer weiter in den Fokus der Mediziner. Heute belegen Studien, dass Mikronährstoffe dem Risiko an einer altersbedingten Makuladegeneration zu erkranken, entgegenwirken. Ebenso konnte der therapeutische Effekt von Mikronährstoffen nachgewiesen werden. Betroffene haben dadurch die Möglichkeit das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen oder zu stoppen.

Die Einnahme zusätzlicher Mikronährstoffe wie Vitamine (Vitamin C, Vitamin E), Antioxidantien, Mineralstoffe, Spurenelemente (Zink, Selen, Kupfer) und sekundärer Pflanzenstoffe (Carotinoide) eignen sich daher exzellent zur Vorbeugung gegen AMD. Da die altersbedingte Makuladegeneration höchstwahrscheinlich auch erblich bedingt ist, sollten vor allem gefährdete Personen auf eine effektive Prävention achten.

Als erstes sind dabei Antioxidantien, welche die wichtige Aufgabe der Radikalfänger in der Physiologie einnehmen, zu erwähnen. Freie Radikale bilden sich in Folge von Hitze, UV- & Röntgenstrahlung, sowie durch elektrochemische Vorgänge (z.B. Oxidation). Man sieht also, dass freie Radikale in jeder Lebenslage vorhanden sind. Daher gelten Antioxidantien in der modernen AMD-Prävention als unverzichtbar.

Des Weiteren setzt man bei der Vorbeugung auf Omega-3-Fettsäuren. Diese Lipide sind wahre Multitalente. Das enthaltene DHA kommt in hoher Konzentration auch in den Photorezeptoren der Netzhaut vor. Sie senken nicht nur das Risiko der altersbedingten Makuladegeneration, sondern wirken ebenso positiv auf das Herz-Kreislaufsystem und die Gelenke. Omega-3 ist daher nahezu ein Pflichtbestandteil der täglichen Ernährung. Da Omega-3-Fettsäuren nur in wenigen Lebensmitteln wie Fisch und einigen Pflanzenölen, enthalten ist, empfiehlt es sich den Mirkonährstoff zu supplementieren.

Als letztes sind auch die Spurenelemente Zink, Selen und Kupfer, sowie der sekundäre Pflanzenstoff Carotinoid zu erwähnen. Auch diese beiden Mikronährstoffgruppen sind bei der Prävention und Therapie von altersbedingter Makuladegeneration unverzichtbar, da sie die Bildung von freien Stoffwechselradikalen verringern.

Eine Mikronährstoffbehandlung eignet sich nicht nur zur Vorbeugung sondern auch als Therapie, wenn die Krankheit bereits eingetreten ist. In zahlreichen Studien (ARED-Studie 2001; LSAT-Studie 2004; LUNA-Studie 2007) wurde eindeutig nachgewiesen, dass Mikronährstoffe wie antioxidative Vitamine, Zink, Selen, Kupfer, Carotinoide als auch Omega-3-Fettsäuren zur einer Verzögerung der Krankheit bis hin einer tatsächlichen Verbesserung der Situation bei wichtigen Parametern der Sehfähigkeit beitragen.

In der modernen Mikronährstofftherapie bevorzugt man deshalb heute als Basistherapie bei altersbedingter Makuladegeneration eine moderat dosierte, natürliche Mikronährstoffmischung. Mit Hilfe der enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe kann der Stoffwechsel im Auge soweit verbessert werden, dass ein Fortschreiten der Erkrankung verhindert wird oder sogar verlangsamt wird. In einigen Fällen tritt sogar eine Verbesserung der Sehkraft ein.

3. Veränderungen im Lebensstil

Um der altersbedingten Makuladegeneration vorzubeugen oder ihr Fortschreiten zu verlangsamen, ist es wichtig gewisse Grundsätze zu beachten. Zunächst sollten Sie versuchen, das Rauchen auf ein Minimum zu beschränken. Am besten wäre ein kompletter Verzicht auf Zigaretten, Tabak und Co.

Auch hoher Blutdruck steigert das Risiko an einer altersbedingten Makuladegeneration zu erkranken. Des Weiteren wird Übergewichtigen zur Gewichtsabnahme geraten, um die Erkrankungswahrscheinlichkeit zu senken. Da vor allem Bluthochdruck und Übergewicht häufig gepaart auftreten, können bereits durch wenige Veränderungen im Lebensstil positive Effekte erzielt werden.

Eine gesunde, ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und genügend Wasser sind dabei die Grundsteine eines gesunden Lebens. Wer zusätzlich noch auf Alkohol und Rauchen verzichtet, senkt das Risiko der altersbedingten Makuladegeneration deutlich.

4. Empfehlungen zusammengefasst

Mikronährstoffe
  • Seien Sie sich bewusst, wie wichtig ein ausgeglichener Mikronährstoffhaushalt ist.
  • Verwenden Sie deshalb zur Basisversorgung ein natürliches Mikronährstoffkonzentrat, das Vitamine (Vitamin C & E), Mineralstoffe, Spurenelemente (Zink, Selen, Kupfer), Sekundäre Pflanzenstoffe (Carotinoide) und Omega-3-Fettsäuren enthält.
Ernährung
  • Essen Sie gesund und ausgewogen, um Übergewicht und Bluthochdruck zu verhindern oder entgegenzuwirken. So sinkt das Risiko einer Erkrankung deutlich.
Genussmittel
  • Schränken sie den Nikotin- und Alkoholkonsum auf ein Minimum ein. Ein kompletter Verzicht auf die beiden Genussmittel wäre ideal.
Bewegung
  • Versuchen Sie sich möglichst oft an der frischen Luft zu bewegen. So wirken Sie den Risikofaktoren Übergewicht und Bluthochdruck entgegen.

Literaturverzeichnis

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