Unter Arteriosklerose versteht man per Definition die Ablagerung von Fett, Bindegewebe, und Blutkörperchen in den Blutgefäßen. Die Arterienverkalkung, der übrigens nichts mit echtem Kalk zu tun hat, spielt sich nur in den Arterien ab, also den Blutgefäßen, welche sauerstoffreiches Blut vom Herzen aus in den restlichen Körper transportieren. Dies führt im fortgeschrittenen Stadium zu Sauerstoff- und Nährstoffmangel im betroffenen Gewebe. Besonders gefährlich wird die Arteriosklerose dadurch, dass erste Beschwerden Jahre oder sogar Jahrzehnte nach dem Beginn der Verkalkung der Arterien auftreten. Beim Eintritt von Beschwerden ist die Arterienverklakung meist schon weit fortgeschritten. Mit einer früheren Invention ließen sich allerdings die meisten Symptome und Folgeerkankungen vermeiden. Aus diesem Grund suchen immer mehr Patienten nach natürlichen Präventions- bzw. Heilverfahren. Dieser wissenschaftlich fundierte Artikel erläutert Ihnen alternative Konzepte und geht explizit auf die Erkenntnisse der revolutionären Mikronährstofftherapie ein.

Jährlich 360.000 Todesfälle in Deutschland

Fast jeder Mensch ist früher oder später davon betroffen. Knapp die Hälfte aller Todesfälle der westlichen Welt ist auf eine Arterienverkalkung zurückzuführen. Arteriosklerose ist für ca. 360.000 Todesfälle pro Jahr in Deutschland verantwortlich und die Hauptursache für schwere Folgeerkrankungen wie Herzinfarkte und Schlaganfälle.

Doch Sie haben es selbst in der Hand. Insbesondere durch bewusste Vermeidung von Risikofaktoren wie Übergewicht, Bewegungsmangel, Tabakkonsum, Stress, Diabetes und Mikronährstoffmangel bleiben Ihre Gefäße gesund. Die nun vorgestellte Mikronährstofftherapie hat sich bei Arteriosklerose-Prävention sowie Regeneration von bereits geschädigten Adern als äußerst effektive, natürliche Behandlungsmöglichkeit bewiesen.

Mikronährstofftherapie

Eine Reihe von Studien unterstützt diese Therapiemethodik der orthomolekulare Medizin. So kam beispielsweise ein finnisches Wissenschaftlerteam zu dem Ergebnis, dass durch die zusätzliche Einnahme von natürlichen Antioxidantien, also Mikronährstoffen welche gegen die gesundheitsschädigenden freien Radikalen im Körper vorgehen, die Häufigkeit von Arteriosklerose eingedämmt wird. (1)

Zusätzlich sind natürliche Antioxidantien auch für die Funktion der Blutgefäße wichtig. Es ist schon länger bekannt, dass zusätzliche Antioxidantien die Bereitstellung von Stickoxid in den Blutgefäßen verbessert, was die Blutgefäße entspannt und den Blutdruck senkt. (2) Eindeutig blutdrucksenkend wirkt auch Magnesium. Es entspannt die Blutgefäße und verbessert die Stress-Resistenz des Körpers. (3)

Auch auf andere Mikronährstoffe, wie Omega-3-Fettsäuren, Coenzym Q10 und sekundäre Pflanzenstoffen, wie die zahlreich in Olivenöl enthaltenen Flavonoide, sind elementare Mikronährstoffe in der Schlagfallprävention sowie Rehabilitation. Sie schützen und erhalten die empfindlichen Innenwände der Blutgefäße (Endothele). (4)

Zu den gefährlichsten Risikofaktoren für Arteriosklerose gehören hohe Homocystein- und hohe oxidierte Cholesterin-Werte. Diese Risikofaktoren lassen sich durch eine zusätzliche Zufuhr von B-Vitaminen und Vitamin C eindämmen. Die Mikronährstoffe senken den Homocystein-Wert deutlich und machen sogar die Verkalkung durch Ablagerungen in den Arterien rückgängig. (5)

In der modernen Mikronährstofftherapie bevorzugt man heute zur Prävention und Rehabilitation von Arteriosklerose eine natürliche Mikronährstoffmischung. Die aktuellen, oben erwähnten Studien zeigen, dass vor allem für komplexe Mikronährstoffmischungen ein positiver Effekt bei der Instandhaltung der Blutgefäße nachgewiesen wurde. Eine natürliche Mikronährstoffmischung garantiert eine optimale Versorgung der Zellen und hält Körper und Geist fit und leistungsfähig.

Veränderungen im Lebensstil

Die Risikofaktoren für Arteriosklerose sind sehr breit gefächert. Lassen Sie sich deswegen in regelmäßigen Abständen durchchecken. Vor allem der Blutdruck spielt eine tragende Rolle, sowie Übergewicht und eine eventuelle Diabetes-Erkrankung. Wenn Sie merken, dass Sie viele Risikofaktoren erfüllen, denken Sie über einen Lebensstilwandel nach.

Handlungsempfehlungen auf einen Überblick

Mikronährstofftherapie

  • Seien Sie sich bewusst, wie wichtig ein ausgeglichener Mikronährstoffhaushalt ist. Verwenden Sie deshalb zur Basisversorgung ein natürliches Mikronährstoffkonzentrat, das auch Omega-3-Fettsäuren, Coenzym Q10 und sekundäre Pflanzenstoffe enthält.
  • Tipp: Mikronährstoffpräparate in Saftform kann der Körper deutlich besser und physiologischer verwerten als Pillen oder Pulver.

Essen und Trinken

  • Essen Sie überwiegend basisch (viel Obst und Gemüse) und verwenden Sie pflanzliche Öle in der Küche. Auch frische Kräuter (oder tiefgekühlt) sind wegen der entsäuernden Wirkung und des hohen Gehaltes an Spurenelementen wichtig.
  • Essen Sie zweimal in der Woche Meeresfisch. Auch hier sollten Sie der Gesundheit zuliebe auf Bio-Zucht oder Wildfang achten.

Bewegung und Entspannung

  • Treiben Sie Sport! Am besten 3-mal die Woche für mindestens 45 Minuten. Besonders schonende Ausdauersportarten wie Wandern, Radfahren, Nordic-Walking oder Schwimmen eignen sich.
  • Erlernen und praktizieren Sie Entspannungsübungen wie Autogenes Training, die Muskelentspannung nach Jacobson oder das fernöstliche Yoga.

(1) Mursu J. et al.: Flavonoid intake and the risk of ischaemic stroke and CVD mortality in middle-aged Finnish men: the Kuopio Ischaemic Heart Disease Risk Factor Study. Br J Nutr. 2008 (4): S. 890-895
(2) Galley H.F. et al.: Combination oral antioxidant supplementation reduces blood pressure. Clin Sci (Lond). 1997 (4): S. 361-365
(3) Kisters K.: Oral magnesium supplementation improves borderline hypertension. Magnes Res. 2011 Mar 1;24(1):17.
(4) Belardinelli R. et al.: Oxidative stress, endothelial function and coenzyme Q10. Biofactors. 2008 (32): S. 129-133.
(5) Nygard O. et al.: N Engl J Med 1997 Quelle: Brönstrup A. et al.: Bedeutung von Homocystein bei der Entstehung der Arteriosklerose. Ist eine Supplementierung von Vitaminen sinnvoll? Ernährungsumschau 1996 (43): S. 80
(6) Kihara T. et al.: Repeated sauna treatment improves vascular endothelial and cardiac function in patients with chronic heart failure. J Am Coll Cardiol. 2002 Mar 6;39(5):754-9.

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