Die Arthrose ist die häufigste aller Gelenkerkrankungen. Sie ist kein fest definierter, aber in der Medizin durchaus gängiger Begriff. Gemeint ist damit ein Verschleiß am Gelenk, der über das altersabhängige Maß hinausgeht. Fast immer ist irgendeine Form von Entzündung an der Entstehung einer Arthrose beteiligt. Da die medikamentöse Behandlung von Arthrose zahlreiche negative Nebenwirkungen zur Folge hat, suchen immer mehr Patienten nach natürlichen Heilungsverfahren. Dieser wissenschaftlich fundierte Artikel erläutert Ihnen alternative Konzepte und geht explizit auf die Erkenntnisse der revolutionären Mikronährstofftherapie ein.

5.000.000 Deutsche leiden an Arthritis

Prinzipiell können alle Gelenke von einer Arthrose betroffen sein. In Deutschland leiden etwa fünf Millionen Menschen unter Beschwerden, die durch eine Arthrose verursacht werden. Zwei Millionen Menschen haben sogar täglich Schmerzen in ihren Gelenken. Die Krankheit lässt sich sowohl durch eine klinische Untersuchung feststellen, bei der beispielsweise charakteristische Beschwerden wie Anlaufschmerz, Gelenkerguss und Verformung des Gelenkes nachgewiesen werden, als auch durch Röntgenaufnahmen der Gelenke. Doch auch ein auffälliger Röntgenbefund ist nicht gleichbedeutend mit einer behandlungsbedürftigen Arthrose. Bei Röntgenuntersuchungen finden sich bei 20 bis 40 Prozent der 60- Jährigen Anzeichen einer Arthrose. Doch nur rund ein Drittel der Betroffenen klagt über davon verursachte Schmerzen. (1)

Mikronährstofftherapie gegen Arthrose

Die Einnahme zusätzlicher Mikronährstoffe (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe etc.) ist schon aufgrund des erhöhten oxidativen Stresses bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen wie Arthrose dringend anzuraten.

Die vermehrte Bildung von freien Radikalen (oxidativer Stress) und ein ungenügender Antioxidantienstatus sind wichtige krankheitsrelevante Faktoren in Bezug auf Entstehung und Verschlechterung einer Arthrose. (2) Demnach führt die vermehrte Bildung von freien Radikalen bei gleichzeitigem Mangel an natürlichen Antioxidantien zu einer verringerten Aktivität der Knorpelzellen (Chondrozyten), als auch zu einer vermehrten Entzündung und zu einem Verlust an stabilisierendem Bindegewebe im Knorpel.

Bei einem Blick auf den Stoffwechsel von Knorpelzellen zeigt sich eindeutig, dass wir zahlreiche Mikronährstoffe benötigen, um gesundes Knorpelgewebe bilden zu können. Das beginnt mit Vitamin C, das beispielsweise für die Bildung und den Erhalt der Elastizität des Knorpels notwendig ist. (3) Daneben sind auch noch die Spurenelemente Eisen, Zink und Kupfer an der Neubildung von Knorpelgewebe beteiligt. (4)

In der modernen Mikronährstofftherapie bevorzugt man heute als Basistherapie bei Arthrose eine moderat dosierte, natürliche Mikronährstoffmischung. Diese erlaubt es, alle oben genannten Vorteile zu vereinen, alle Zellen werden optimal versorgt und der Körper kann wieder besser regulieren.

Gleichzeitig erhält man dadurch eine deutliche Verstärkung der Wirkung, da es nur bei den Kombinationen der Natur zu sehr starken Synergieeffekten kommt. Dabei haben sich natürliche Mikronährstoffkombinationen deutlich besser bewährt als die Einnahme einzelner Mikronährstoffe. So hat eine Studie aus Amerika gezeigt, dass Vitamine aus Obst oder Gemüse zusammen mit den sekundären Pflanzenstoffen darin mehr als 200-mal stärker vor freien Radikalen schützen als einzelne Vitamine. (5)

Nicht empfehlenswert und sogar potenziell schädlich sind künstliche Mikronährstoffe, wie sie in Pillenform oder als Brausetabletten angeboten werden. Vorsichtig sollten Sie auch bei ausländischen Produkten sein. Diese enthalten laut Verbraucherzentrale häufig Verunreinigungen oder unerlaubte Substanzen, die nicht auf der Packung deklariert werden.

Veränderungen im Lebensstil

Neben der Ernährung und der Versorgung mit Mikronährstoffen kommt auch dem allgemeinen Lebensstil eine große Bedeutung im Kampf gegen Arthrose zu. Der Sport bzw. die Bewegungstherapie ist hier sowohl in der Prävention als auch in der Therapie und Rehabilitation der Arthrose von Bedeutung. Zum einen verbessert Bewegung die Funktion der Knorpelzellen, die vor allem durch regelmäßigen Druck und darauffolgende Entlastung ernährt werden. Ebenso wird dadurch auch die innere Struktur des Knorpels verbessert. (7) Bewegungsmangel dagegen fördert die Abnahme der Muskelfaser und Muskelschwäche, die wiederum die Funktion des betroffenen Gelenks negativ beeinflusst. (8) Es eignen sich Ausdauersportarten wie Walken, Schwimmen, Radfahren und Aquajogging. Um diese guten Effekte zu erreichen benötigen Sie allerdings eine ausreichende Vitalstoffzufuhr, da mehr Bewegung auch einen höheren Vitalstoffbedarf nach sich zieht.

Was Sie selbst tun können – Meine Empfehlungen

Mikronährstoffe

  • Nehmen Sie täglich einen biologischen Mikronährstoffkomplex mit Omega-3-Fettsäuren und allen Spurenelementen (Zink, Eisen, Kupfer, Mangan), um die optimale Zellversorgung mit allen Mikronährstoffen sicher zu stellen.
  • Am besten nehmen Sie ein Produkt in flüssiger Form und hergestellt aus natürlichen Lebensmitteln, da nur dadurch die Versorgung mit den so wichtigen sekundären Pflanzenstoffen gewährleistet ist und eine optimale Aufnahme im Organismus gesichert ist.

Essen und Trinken

  • Trinken Sie genügend Wasser. Mindestens 2 Liter am Tag sollten es sein, denn der Knorpel bezieht einen Großteil seiner Elastizität aus dem Wasser und (kohlensäurefreies) Wasser wirkt auch entsäuernd.
  • Ernähren Sie sich gesund (regelmäßig Gemüse, Obst, oft Fisch etc.) und abwechslungsreich. Reduzieren Sie den Anteil von Fleisch und Kohlenhydraten in der täglichen Ernährung.

Bewegung und Entspannung

  • Sorgen Sie für regelmäßigen körperlichen Ausgleich, Spaziergänge, Sport, Gymnastik.
  • Wenn Sie sich angespannt fühlen, versuchen Sie sich bewusst zu entspannen. (z.B. mit einem erlernten Entspannungsverfahren)

Interessante Bücher zum Thema

Arthrose – Der Weg zur Selbstheilung Eckhard K. Fisseler Nietsch Hans Verlag; 1. Aufl. (2007) Preis: 25,00 Euro ISBN-10: 3939570133

Trinkwasser & Säure-Basen-Balance. Leben im Gleichgewicht. Die Grundlagen jeder GesundheitsvorsorgeHilmar Burggrabe Natura Viva Verlag 2009 Preis: 19,90 Euro ISBN 10: 393540705X

Weitere Informationen finden Sie online unter:

Deutsche Rheuma-LigaArthrose Liga e.V.

(1) Sun Y. Stürmer T. et al.: Inzidenz und Prävalenz der Cox- und Gonarthrose in der Allgemeinbevölkerung. Z Orthop 1997(135): S. 184-192
(2)Lawyer T.J. et al.: Evaluation of chondrocyte growth and function subjected to 21% and 6% oxygen levels. Biomed Sci Instrum. 2012(48): S. 246-253
(3) Geesin J.C. et al.: Regulation of collagen synthesis by ascorbic acid: characterization of the role of ascorbate-stimulated lipid peroxidation. Arch Biochem Biophys. 1991(1): S. 127-132
(4) Héraud F.et al.: Copper modulation of extracellular matrix synthesis by human articular chondrocytes. Scand J Rheumatol. 2002 (5): S. 279-284
(5) Eberhardt M.V., Lee C.Y., Liu R.H.: Antioxidant activity of fresh apples. Nature. 2000 (405): S. 903-904
(6) Raatz S.K. et al.: Enhanced absorption of n-3 fatty acids from emulsified compared with encapsulated fish oil. J Am Diet Assoc. 2009(6): S. 1076-1081
(7) Julkunen P. et al.: Effects of growth and exercise on composition, structural maturation and appearance of osteoarthritis in articular cartilage of hamsters. J Anat. 2010(3): S. 262-274
(8) Zhang W., Doherty M.: EULAR recommendations for knee and hip osteoarthritis: a critique of the methodology. Br J Sports Med. 2006(40): S. 664–669

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