Krebs ist ein Sammelbegriff für verschiedene Erkrankungen, bei denen sich entartete Zellen unkontrolliert schnell vermehren und dabei gesundes Gewebe zerstören. Jede Krebsart ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und hat ihre Eigenheiten. Auch die Ursachen für die Krebsentstehung sind sehr vielfältig und bis heute noch nicht vollständig geklärt. Klar ist jedoch, dass mehr als zwei Drittel (ca. 68 %) aller Krebsarten durch Ernährungsdefizite und Rauchen verursacht werden. Auf Grund dieser Tatsache, ist eine gesunde Ernährung sowohl in der Vorbeugung als auch bei der Therapie essentiell.

Die Erfolgsquoten der schulmedizinischen Krebstherapie sind bei jeder Krebsart unterschiedlich. Klassische Therapien umfassen Operationen, Chemo- oder Strahlentherapie. Da sich viele Patienten einer derartigen Behandlung nicht unterziehen möchten, weil diese meist mit starken Nebenwirkungen verbunden sind, suchen die Betroffenen nach natürlichen Heilverfahren. Die Ansätze der revolutionären Mikronährstofftherapie bieten eine gute und vor allem unschädliche Ergänzung zu den klassischen Verfahren und eignet sich zudem hervorragend zur Prävention von Krebs. Auch als Hilfe und Unterstützung während der Therapie empfiehlt es sich Mikronährstoffe einzunehmen.

Krebsprävention durch Mikronährstoffe

Diverse Faktoren wie Viren, Giftstoffe, Strahlungen und Übergewicht begünstigen die Entstehung von Krebs. (1) Wer dahingegen einen gesunden Lebensstil pflegt, kann das Risiko zahlreicher Krebsarten vermindern. Für große Erfolge in der Krebsprävention sind jedoch hauptsächlich die Versorgung mit Mikronähstoffen (Vitamine, Spurenelemente, Mineralien, sekundäre Pflanzenstoffe) und eine gesunde Ernährung verantwortlich.

So stoppen Vitamin-C und andere natürliche Antioxidantien die Bildung freier Radikale, welche für die Entstehung der Krebszellen zu einem Großteil verantwortlich sind. (2) Interessante Ergebnisse gibt es zu Selen. Durch zusätzliche Gabe dieses Mikronährstoffes kann die Häufigkeit verschiedener Krebsarten deutlich gesenkt werden. (3)

Auch Sekundäre Pflanzenstoffe spielen eine bedeutende Rolle bei der Prävention von Krebs. In zahlreichen Studien konnte bewiesen werden, dass Menschen, die viele sekundäre Pflanzenstoffe (explizit natürliche Carotinoide) aufgenommen haben, am besten vor Krebs geschützt waren. (4)

Eine Studie ergab, dass Vitamin-C, Zink, Selen und Pflanzenstoffe aus Brokkoli und Zitrusfrüchten helfen, krebsauslösende Stoffe schneller auszuscheiden oder zu inaktivieren. Zudem regen sie das Selbstzerstörungsprogramm der Krebszellen an. (5) Außerdem wurde in mehreren Studien herausgefunden, dass Krebsgeschwüre die Möglichkeit haben, eigene Blutgefäße zu bilden, um sich dadurch besser mit Nährstoffen versorgen zu können. Mikronährstoffe wie Vitamin-C und Pflanzenstoffen aus Beeren oder Soja können dies verhindern und unterbinden somit die Nährstoffzufuhr für Krebsgeschwüre, sodass diese „aushungern“. (6)

Unterstützung in der Krebstherapie

Nicht nur in der Prävention, sondern auch in der Therapie von Krebs spielen natürliche Mikronährstoffe eine tragende Rolle. Man konnte feststellen, dass Krebspatienten teilweise an einem erheblichen Mikronährstoffmangel leiden. (7) Menschen, die an Krebs erkrankt sind, verbrauchen pro Tag bis zu 4000 mg an Vitamin C. (8) Zum Vergleich: Ein Apfel enthält etwa 10 mg Vitamin C. Es ist einem Krebspatienten somit praktisch unmöglich, sich rein über die Nahrung ausreichend mit Vitamin C zu versorgen.

Für Krebspatienten ist Vitamin-C doppelt so wichtig, da dieses einerseits selbst direkt krebszerstörend wirkt (9) und andererseits zusammen mit Antioxidantien wie Selen und Vitamin E die Nebenwirkungen der Krebstherapie bei bis zu 70% der Patienten senken kann. (10) Hinzu kommt noch, dass diese Mikronährstoffe die Effektivität einer konventionellen Krebsbehandlung verbessern(11) und das Risiko für einen Rückfall gesenkt werden kann. (12)

Noch ein letzter wichtiger Aspekt soll genannt werden. Während der Krebstherapie werden die Mitochondrien-Membranen stark beschädigt und die Energieproduktion stark verlangsamt. Durch die Zufuhr von Antioxidantien und Coenzym Q10 können diese Schäden rückgängig gemacht werden. Damit leisten diese beiden Mikronährstoffe einen erheblichen Beitrag zu Reduktion von Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Übelkeit. (13)

Mehrere große Analysen von 280 Studien zeigten, dass natürliche Mikronährstoffe keine negativen Auswirkungen auf die Ergebnisse einer Chemo- oder Strahlentherapie haben. Ganz im Gegenteil – sie fördern die Tumorzellzerstörung, verhindern Nebenwirkungen und Therapieabbrüche und erhöhen die Überlebenszeit der Patienten. Zudem schützen sie gesunde Zellen und Gewebe.(14) Zwar wird die zusätzliche Nahrungsergänzung kontrovers diskutiert, deren positive Wirkung bei Krebspatienten ist jedoch, wie bereits beschrieben, nicht mehr wegzudiskutieren.

Was Sie selbst tun können – Empfehlungen zusammengefasst

Essen & Trinken

  • Während einer Chemo- bzw. Strahlentherapie sollten Sie viel Wasser trinken, um die Gifte wieder gut ausscheiden zu können.
  • Essen Sie überwiegend basisch (Obst & Gemüse) und verwenden Sie pflanzliche Öle in der Küche.

Mikronährstoffe

  • Nehmen Sie täglich einen biologischen Mikronährstoffkomplex mit Selen und Vitamin-C, um die optimale Zellversorgung mit allen Mikronährstoffen sicher zu stellen.
  • Am besten nehmen Sie ein Produkt in flüssiger Form und hergestellt aus natürlichen Lebensmitteln, da nur dadurch die Versorgung mit den so wichtigen sekundären Pflanzenstoffen gewährleistet und eine optimale Aufnahme im Organismus gesichert ist.

Lebensweise

  • Bewegen Sie sich regelmäßig. Leichter Ausdauersport verbessert das physische und psychische Befinden und das Immunsystem.
  • Positive Effekte erhalten Sie jedoch nur bei zusätzlicher Einnahme natürlicher Mikronährstoffe, da mehr Bewegung auch einen höheren Bedarf an Mikronährstoffen nach sich zieht.
  • Die vegetative Lage des Körpers und das Immunsystem können zudem durch Saunagänge einmal pro Woche oder Kneipp´sche Anwendungen gestärkt werden.

(1) Pischon T. et al.: Body size and risk of colon and rectal cancer in the European Prospective Investigation Into Cancer and Nutrition (EPIC). J Natl Cancer Inst. 206 (13): S. 920-931
(2) Gao P. et. al.: HIF- dependent antitumorigenic effect of antioxidants in vivo. Cancer Cell. 2007 (3).: S. 230-238
(3) Clark L.C. et al.: Effects of selenium supplementation for cancer prevention in patients with carcinoma of the skin. A randomized controlled trial. Nutritional Prevention of Cancer Study Group. JAMA 1996 (24): S. 1957-1963
(4) Mannisto S. et al.: Dietary carotenoids and risk of lung cancer in a pooled analysis f seven cohort studies. Cancer Epidemiol Biomarkers Prec. 2004 (1): S. 40-48
(5) Gingras D. et al.: Induction of medulloblastoma cell apoptosis by sulforaphane, a dietary anticarcinogen from Brassica vegetables. Cancer Lett 2004 (203): S. 35-43
(6) Labrecque L. et al.: Combined inhibition of PDGF and VEGF receptors by ellagic acid, a dietary-derived phenolic compound. Cacinogenesis 2005 (26): S. 821-826
(7) Mayland C.R. et al.: Vitamin C deficiency in cancer patients. Palliat Med. 2005 (1): S. 17-20
(8) Douwes F et al.: Einsatz von Vitamin C in der Therapie solider Tumoren. J für Orthomolekulare Med 2001 (3): S. 237-254
(9) Chen Q. et al.: Pharmacologic ascorbic acid concentrations selectively kill cancer cells: action as a pro-drug to deliver hydrogen peroxide to tissues. Proc Natl Acad Sci U S A. 2005 (38): S.13 604-13609
(10) Nicolson G.L.: Antioxidant therapy as an adjunct supplement to reduce the adverse effects of cancer therapy and restore mitochondrial function. Pathol Oncol Res. 2005 (3): S. 139-144
(11) Baatout S. et al: Increased radiation sensitivity of an eosinophilia cell line following treatment with epigallocatechin-gallate, resveratrol and curcuma. Int J Mol Med. 2005(2): S. 337-352
(12) Parasad K.M.: Multiple dietary antioxidants enhance the efficacy of standard and experimental cance thearpies and decerase their toxicity. Integr Camcer Ther. 2004(4): S. 310-322
(13) Nicolson G.L., Conklin K.A.: Reversing mitochondrial dysfuntion, fatigue and the adverse effects of chemotheraoy of metastatic disease by molecular replacement thearoy. Clin Exp Metastasis. 2008 (2): S. 161-169
(14) Simone C.B. et al.: Antioxidants and other nutrients do not interfere with chemotherapy or radiation therapy and can increase kill and increase survival, part 1. Altern Ther Health Med. 2007(1): S. 22-28.

Weitere Informationen finden Sie online unter:DKG (Deutsche Krebsgesellschaft)Deutsche Krebshilfe

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