Die Neurodermitis (Fachbegriff: atopisches Ekzem) ist eine chronische in Schüben verlaufende Hautkrankheit, die zum allergischen Formenkreis gehört. Neurodermitis ist nicht ansteckend. In Deutschland steigen die Erkrankungszahlen ständig an. Inzwischen ist etwa jedes sechste Schulkind betroffen.(1) Kinder vom Lande, die mit Tieren und Blüten aufwachsen, leiden deutlich seltener unter Neurodermitis und anderen Allergien.(2) Milchschorf am Kopf von Säuglingen ist eine frühe Form der Neurodermitis. Bei etwa 60 Prozent der Betroffenen tritt die Erkrankung bereits im ersten Lebensjahr auf, bei 90 Prozent bis zum fünften Lebensjahr. Meist vermindern sich die Symptome mit dem Älterwerden und verschwinden mit Beginn der Pubertät. Von den ursprünglich Betroffenen sind im Erwachsenenalter bis zu 70 Prozent beschwerdefrei.(3)


Neurodermitis äußert sich in entzündlichen Hautveränderungen, die vor allem an den Beugeseiten von Armen und Beinen, am Hals und an den Händen auftreten und von starkem Juckreiz begleitet sind. Der Juckreiz kann so unerträglich sein, dass die Betroffenen die Haut blutig kratzen. Durch die chronische Entzündung sowie starkes Kratzen kommt es mit der Zeit zu einer Verdickung der Haut. Langfristig führt das Aufkratzen wiederum zu einer Verschlechterung des Hautzustandes und vermehrtem Juckreiz. Dabei entsteht ein Teufelskreis aus Juckreiz und Kratzen, aus dem die Betroffenen sich selbst nur sehr schwer befreien können.

Da die Neurodermitis (atopisches Ekzem) kein einheitliches Krankheitsbild darstellt, wird die Diagnose anhand der Symptome nach verschiedenen Haupt- und Nebenkriterien gestellt. Zu den Hauptkriterien zählen das typische Erscheinungsbild der Haut, der Juckreiz und eine ausführliche Eigen- und Familien-Anamnese.

Als mögliche Ursachen für die Entstehung von Neurodermitis werden häufigere Allergien, veränderte Lebensumstände und verbesserte Hygiene (Hygienehypothese) diskutiert.

Den Patienten stehen vielfältigste Formen der Behandlung zur Verfügung. Da offenbar unterschiedliche Faktoren eine Rolle spielen, sollte die parallele Anwendung von unterschiedlichen Therapieansätzen in Betracht gezogen und individuell auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmt werden. Die Therapie der Neurodermitis besteht daher idealerweise aus einer Vielzahl von Bausteinen, die zum Teil auch ausprobiert werden müssen.

Nicht alle Ansätze der Behandlung wirken bei allen gleich; manche Methoden, die bei einem Betroffenen lindernd wirken, können bei anderen das Krankheitsbild verschlechtern. Eventuell müssen Behandlungsmethoden mehrmals neu kombiniert oder verändert angewendet werden, da es vorkommen kann, dass die Haut bei einem neuen Schub anders auf eine bisher gut angenommene Art der Behandlung reagiert als erwartet.

Kräuter schmecken nicht nur lecker, sie sind auch außerordentlich gesund. Ihr hoher Gehalt an Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen ist für die Funktion der Blutgefäße und des Herzens sehr wichtig. Sie werden es merken: Der Geschmackssinn passt sich sehr schnell auf das Weniger an Salz an.

1. Wichtige Therapieoptionen sind:

  • Vermeidung: Faktoren, die als Auslöser für Krankheitsschübe erkannt wurden, wenn möglich meiden.
  • Basispflege: Sie dient dazu, die chronisch trockene Haut feucht und geschmeidig zu halten und ihre Schutzfunktion zu verbessern.
  • Antientzündliche Maßnahmen: Medikamente (Kortison, Harnstoff, Pimecrolimus) helfen, Ekzeme abzuheilen und den Juckreiz zu lindern.
  • Behandlung des Juckreizes: Vor allem die oben genannten Medikamente (äußerlich oder innerlich angewendet) schränken das Kratz-Bedürfnis ein. Die Haut wird dadurch geschont, etwaige Veränderungen werden nicht vergrößert.
  • Vorbeugung und umgehende Behandlung von Infektionen: Die Besiedelung mit Bakterien ist eine ständige Reizquelle für das Immunsystem. Infektionen können zudem zu ernsthaften Komplikationen führen.
  • Patienten-Schulung: Studien haben gezeigt, dass Patienten besser mit ihrer Erkrankung zurecht kommen, wenn sie gut informiert sind.(4)
  • Komplementär- und alternativmedizinische Therapieverfahren: Neue Forschungen bieten hier einige interessante, nebenwirkungsfreie Ansätze. Da deren Wirksamkeit inzwischen wissenschaftlich sehr gut belegt ist, werden sie hier vorgestellt.

2. Die Ernährung bei Neurodermitis

Da Histamin der wichtigste Botenstoff bei einer Allergie ist, empfiehlt es sich, histaminreiche Lebensmittel während akuter Schübe und in Stressphasen zu meiden. Jegliche Zufuhr von Histamin durch Nahrungsmittel kann die Neurodermitis verstärken.

Meiden Sie deshalb:

  • Schokolade
  • eingelegte/konservierte Lebensmittel
  • Käse: vor allem Hartkäse! Je älter ( je länger gereift), desto mehr Histamin
  • geräuchertes Fleisch, Schinken, Salami
  • die meisten Fischprodukte (alle Meeresfrüchte), v.a. Fischkonserven
  • Lebensmittel, die einem Gärprozess unterworfen sind (z. B. Rotwein, Weizenbier, Sauerkraut)
  • schwarzer und grüner Tee
  • Weizenkeime
  • Nüsse
  • Essig

Gut vertragen werden in der Regel:

  • Frischkäse
  • pasteurisierte Milch
  • frisches Fleisch (frisch, gekühlt, gefroren)
  • fangfrischer Fisch
  • frisches Obst: Melone, Heidelbeeren, Preiselbeeren, Litschi, Mango, Khaki, Rhabarber, Kirschen, Blaubeeren, Johannisbeeren, Aprikosen, Äpfel
  • frisches Gemüse: Grüner Salat, Kohlsorten, Rote Beete, Kürbis, Zwiebel, Radieschen, Rettich, Rapunzel, Paprika, Karotten, Brokkoli, Kartoffeln, Gurke, Lauch, Zucchini, Mais, Spargel, Knoblauch
  • Getreide, Teigwaren: Dinkel-, Mais-, Reisnudeln, hefefreies Roggenbrot, Mais-Reis-Knäckebrot, Reis, Haferflocken, Reiswaffeln Mais-, Reis-, Hirsemehl
  • Milchersatz: Reis-, Hafer-, Kokosmilch
  • Kräutertee
  • Eigelb

Des Weiteren gelten natürlich die üblichen Regeln der gesunden Ernährung. Sie sollten insgesamt etwas weniger Kohlenhydrate essen, also weniger weißes Brot, weniger Nudeln und Reis, dafür etwas mehr Gemüse und Obst. Zu viele dieser getreidehaltigen Sattmacher fördern Entzündungen und stören das Gleichgewicht im Darm. Damit wird Ihr Organismus anfälliger allgemein für Allergien und auch Neurodermitis.

Zu viele tierische Lebensmittel – vor allem die Fette von Tieren aus konventioneller Masttierhaltung – fördern Entzündungen im ganzen Körper und stören ebenfalls die Darmflora. Man konnte nachweisen, dass Produkte von Tieren aus artgerechter Haltung hier sogar gesunde Effekte aufweisen.

Essen Sie mindestens 2-mal in der Woche frischen Fisch und verwenden Sie nur kaltgepresste pflanzliche Öle in der „kalten“ Küche. Der hohe Gehalt an ungesättigten Fettsäuren wirkt stark entzündungshemmend, ist wichtig für ein ausbalanciertes Immunsystem und wirkt antiallergisch.

Verwenden Sie möglichst oft frische Kräuter bei der Zubereitung von Speisen. Ihr hoher Gehalt an Spurenelementen ist wichtig für das Immunsystem und die Kräuter helfen auch bei der Entsäuerung des Gewebes.

3. Mikronährstofftherapie

Mikronährstoffe spielen bei praktisch allen Stoffwechselreaktionen eine große Rolle. Sie steuern auch die Produktion und Ausschüttung der Hormone und Botenstoffe und sind zudem an deren Abbau beteiligt.

Am bekanntesten und am besten untersucht ist die Wirkung von Vitamin C als natürliches Antihistaminikum, es beschleunigt nachweislich den Histaminabbau.(5) In einer Studie mit 2.000 Schwangeren konnte auch gezeigt werden, dass zusätzliches Vitamin C das Risiko für das Kind, an Allergien oder Neurodermitis zu erkranken, deutlich senkte.(6)

Neue Studien deuten darauf hin, dass eine während der Schwangerschaft eingenommene natürliche Mikronährstoffergänzung das Immunsystem des Kindes positiv beeinflussen kann. Wichtige Inhaltsstoffe sind dabei die natürlichen Formen der Vitamine C, D und E sowie Selen und Omega-3-Fettsäuren.(7)

Zahlreiche weitere Mikronährstoffe haben ebenfalls Antihistamin-Wirkungen und beugen so auch Heuschnupfen vor. So verlangsamen Vitamin B3, Kalzium und Zink die Ausschüttung von Histamin im Körper, weil sie die Zellwände der Histamin-produzierenden Zellen stabilisieren.(8)

Auch Vitamin D, für das in Mitteleuropa ein weitverbreiteter Mangel nachgewiesen ist(9), scheint für die Behandlung von Neurodermitis (atopisches Ekzem) wichtig zu sein. Ganz neue Erkenntnisse zeigen, dass adäquate Vitamin-D-Spiegel wichtig für die Bildung gesunder Hautzellen sind.(10) Außerdem ist Vitamin D wichtig für das Immunsystem der Haut. Es kann beispielsweise virale oder bakterielle Infektionen der Haut verhindern.

Omega-3-Fettsäuren sind wichtige Gegenspieler zu den heute in der Ernährung dominierenden tierischen Fetten. Während die in den tierischen Fetten überwiegenden gesättigten Fette die Bildung von Entzündungsbotenstoffen stimulieren, hemmen Omega-3-Fettsäuren diesen Stoffwechselprozess und helfen so, Entzündungen im Körper und auf der Haut zu reduzieren.(11)

Sekundäre Pflanzenstoffe, die immer mehr ins Interesse der Forschung rücken, haben ähnlich positive Effekte. So stabilisiert beispielsweise Quercetin ebenfalls die Mastzellen und senkt so die Konzentrationen von Histamin.(12)

Eine weitere wichtige Option im Kampf gegen die Neurodermitis ist die Förderung der Darmgesundheit. Denn Allergien entwickeln sich häufig aus der Arbeitslosigkeit der in der Darmwand sitzenden Immunzellen, die sich „falsche Feinde“ suchen. Die positive Beeinflussung der Darmflora durch milchsauer vergorene Lebensmittel wurde bereits Anfang des letzten Jahrhunderts wissenschaftlich untersucht.(13) Aktuelle Studien weisen auf einen Effekt zumindest bei Kinder hin. So konnten in einer placebokontrollierten Studie mit mehr als 100 Kinder die allergiespezifischen Symptome sowie Blutwerten, die auf eine Verbesserung der Darmgesundheit schließen lassen, verbessert werden.(14) Dadurch sank die Rate der neurodermitiskranken Kinder um 60 %.

Offensichtlich sind im Kampf gegen Neurodermitis unzählige Stoffe notwendig und wirksam. Deshalb konzentriert man sich heute nicht mehr auf die Gabe einzelner Stoffe, sondern nutzt hochwertige Breitbandpräparate, die alle Mikronährstoffe in natürlicher Form enthalten. Diese sind einzelnen Stoffen prinzipiell überlegen ebenso wie den im Labor hergestellten künstlichen Vitaminmischungen. Der Grund sind neben der besseren Bioverfügbarkeit die starken Synergieeffekte natürlicher Kombinationen, insbesondere durch die Anwesenheit sekundärer Pflanzenstoffe. Neue Studien zeigen darüber hinaus, dass emulgierte Omega-3-Fettsäuren in einem komplexen und flüssigen Mikronährstoffprodukt besser aufgenommen werden als die üblichen Omega-3-Kapseln.(15)

4. Veränderungen im Lebensstil

Oben haben wir schon gezeigt, wie wichtig Ernährung und Mikronährstoffe bei Neurodermitis sind. Doch auch die Lebensweise und -einstellung kann erheblichen Einfluss auf die Symptomatik haben.

Die Erfahrung zeigt: Betroffene wissen oft zu wenig über mögliche Einflussfaktoren auf den Verlauf der Erkrankung und über optimale Hautpflegemöglichkeiten. Die Teilnahme an einer systematischen Patientenschulung ist hier dringend zu empfehlen. Sie erhalten Informationen zum Krankheitsbild und den Behandlungsoptionen sowie zur Rolle von Allergenen und dem Stellenwert von Diäten. Darüber hinaus erlernen Sie Entspannungs- und Bewältigungstechniken, etwa um übermäßiges Kratzen in den Griff zu bekommen.

Die Effizienz dieser Maßnahmen ist mittlerweile auch in Studien belegt worden. Demnach haben geschulte Patienten weniger Hautsymptome und leiden weniger unter Juckreiz. Die Lebensqualität wird dadurch verbessert – einfach weil Sie gelernt haben, selbstständig und situationsangepasst zu reagieren.(16)

Entspannungstechniken spielen vor allem bei psychischen Belastungen eine sehr wichtige Rolle, da sie den Betroffenen helfen, das Stressniveau zu senken und damit aktiv den Teufelskreis aus Juckreiz und Kratzen besser zu bewältigen. Topaktuelle Studien empfehlen die regelmäßige Anwendung von erlernten Entspannungsverfahren (Autogenes Training, Muskelentspannung nach Jacobson, Yoga), um einer akuten Verschlechterung der Neurodermitis (atopisches Ekzem) vorzubeugen.(17)

Auch in der Vermeidung von Neurodermitis und Allergien ist der richtige Umgang mit Stress ein zentraler Ansatzpunkt. So zeigte eine ganz neue Studie, dass chronischer Stress die Funktion unserer Zellkraftwerke (Mitochondrien) beeinträchtigt. Dadurch kann unter anderem die Barrierefunktion der Darmzellen nicht aufrechterhalten werden, was zu einer vermehrten Belastung des Immunsystems und zu einer erhöhten Allergieneigung führt.(18)

Sehr wichtig ist nicht zuletzt die Hautpflege. Patienten mit Neurodermitis sollten ihre Haut täglich mit rückfettenden und feuchtigkeitsspendenden, möglichst natürlichen Pflegeprodukten schützen. Vielfach kann man damit symptomfreie Phasen verlängern und den Bedarf an wirkstoffhaltigen Cremes und Salben reduzieren.

Reine Öle sind zur Basispflege nur sehr eingeschränkt geeignet, da sie nicht gut in die Haut eindringen. Stattdessen werden meist wirkstofffreie Cremes oder Salben angewandt. Gut bewährt hat sich auch der Zusatz von Harnstoff, der die Feuchtigkeit in der Haut zurückhält. Bei Erwachsenen sollte die Konzentration 10 Prozent, bei Kindern zwei bis maximal vier Prozent nicht überschreiten. Alle verwendeten Pflegeprodukte sollten auf jeden Fall frei von Erdölprodukten (auch oft als „Paraffine“ oder „Mineral oil“ deklariert) sein, da diese die Hautatmung behindern.

Ob eher eine (fettreiche) Salbe oder eher eine (wasserreiche) Creme zum Einsatz kommt, hängt vom Hautzustand, den betroffenen Körperstellen, dem Patientenalter und der Jahreszeit ab. Je besser der Hautzustand, desto fetthaltiger kann das Pflegemittel sein. Ist die Haut dagegen entzündet und juckt, sind wässrigere Cremes zu bevorzugen, da sie durch die Verdunstungskälte die Symptome lindern.

5. Sonstige Naturheilverfahren

Fett-feuchter Verband

Eine einfache, preisgünstige und sehr wirkungsvolle Do-it-yourself-Maßnahme ist der „fett-feuchte Verband“. Er wirkt lindernd, kühlend und mindert den Juckreiz. Er besteht aus einer Schicht fetthaltiger Salbe, die mit einem feuchten Tuch (lauwarm temperieren) und darüber mit einem trockenen Verband abgedeckt wird. Er kann rund sechs Stunden lang angelegt bleiben.

Cleopatra-Bad

Immer noch ein Geheimtipp ist die entzündungshemmende Wirkung von Olivenöl.(19) Mehrere Studien haben eine Verbesserung der Barrierefunktion der Haut nachgewiesen, eine deutliche Verbesserung der Symptome und zugleich eine gute Wirkung gegen gefährliche Keime auf der Haut.

Eine elegante Form der Olivenöl-Anwendung ist das „Cleopatra-Bad“: Mischen Sie einen Esslöffel bestes Olivenöl mit einem Glas Milch (ca. 200 ml). Geben Sie diese Mischung ins reine Badewasser und baden Sie nach Belieben. Nach dem Bad die Haut nur abtupfen, nicht trocken reiben. Patienten mit Neurodermitis sollten dieses Bad mindestens einmal in der Woche anwenden.

Darmsanierung

Wie oben schon erwähnt, spielt der Darm eine wichtige Rolle für die Gesundheit der Haut. Die Praxiserfahrung zeigt uns, dass eine Darmsanierung sehr oft der entscheidende Schritt zur Verbesserung der Symptomatik bei Neurodermitis ist. Ein bewährtes Schema zur Darmsanierung ist die Anwendung des Produktes Symbioflor®. Mit diesem Schema ist die Gefahr von sogenannten Erstverschlechterungen sehr gering:

Beginnen Sie mit der Einnahme von 2x täglich 5 Tropfen Prosymbioflor. Nach einer Woche steigern Sie auf 2×10 Tropfen, dann eine Woche 2×20 Tropfen. Danach wechseln Sie zu Symbioflor 1. Beginnen Sie wieder eine Woche lang mit 2×5 Tropfen, dann eine Woche lang 2×10 Tropfen und eine Woche lang 2×20 Tropfen. Am Ende das gleiche Schema mit Symbioflor-2-Tropfen. Diese Darmsanierung ist einmal im Jahr sinnvoll.

Übrigens: Entwicklungsgeschichtlich ist der Darm auch sehr eng mit der Lunge verwandt. Aus einem Teil unseres embryonalen Darms entstehen nämlich die Lungenflügel. Das könnte eine Erklärung dafür sein, warum so viele Patienten mit Neurodermitis später an Asthma erkranken.

6. Was Sie selbst tun können – Empfehlungen zusammengefasst

Essen und Trinken

  • Trinken Sie genügend Wasser. Mindestens 2 Liter am Tag sollten es sein. Wasser ist wichtig für den Abbau und Abtransport von Histamin.
  • Meiden Sie histaminreiche Speisen und Getränke wie z.B. Rotwein, Emmentaler Käse oder Salami.
  • Essen Sie gesund, leicht und abwechslungsreich. Bevorzugen Sie biologische Lebensmittel sowie Milchprodukte, Fleisch und Wurst von Tieren aus artgerechter Haltung.

Mikronährstoffe

  • Seien Sie sich bewusst, wie wichtig ein ausgeglichener Mikronährstoffhaushalt ist. Verwenden Sie zu Ihrer Basisversorgung täglich ein natürliches Mikronährstoffkonzentrat, das auch Omega-3-Fettsäuren, Coenzym Q10, L-Carnitin und sekundäre Pflanzenstoffe enthält.
  • Tipp: Mikronährstoffpräparate in Saftform kann der Körper deutlich besser und physiologischer verwerten als Pillen oder Pulver.

Weitergehende Informationen und Bücher zum Thema

BuchAllergien müssen nicht seinMax O. Bruker, Ilse Gutjahr, Verlag: Emu (2000), ISBN-10: 3-8918-9033-8

BuchStress-IntelligenzStress besser meistern, Lebensenergie gewinnen Prof. Christoph Bamberger, Knaur 2009, ISBN: 978-3-426-78478-5

Quellenangaben:

(1) Fröschl B. u.a.: Topische antientzündliche Behandlung der Neurodermitis im Kindesalter. Atopisches Ekzem Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) (Hrsg.): Schriftenreihe Health Technology Assessment. Bd. 60, Köln 2008: S.21
(2) Nickolaus B.: Allergieprävention: Je früher, desto besser. Dtsch Arztebl 2010;(11): S. A488
(3) Peter Fritsch: Dermatologie und Venerologie. Springer Verlag, Berlin 2004, ISBN 3-540-00332-0, S. 190.
(4) Akdis C. A. et al.: Diagnosis and treatment of atopic dermatitis in children and adults: European Academy of Allergology and Clinical Immunology/American Academy of Allergy, Asthma and Immunology/PRACTALL Consensus Report. Allergy 2006(8): S. 969 – 987
(5) Johnston C.S.: The antihistamine action of ascorbic acid. Subcell Biochem. 1996 (25): S. 189-213
(6) Martindale S. et al.: Antioxidant intake in pregnancy in relation to wheeze and eczema in the first two years of life. Am J Respir Crit Care Med. 2005;171(2): S. 121-128
(7) Devereux G.: Session 1: Allergic disease: Nutrition as a potential determinant of asthma. Proc Nutr Soc. 2010(1): S. 1-10
(8) Marone G. et al.: Physiological concentrations of zinc inhibit the release of histamine from human basophiles and lung mast cells. Agents Actions 1986 (18): S. 103
(9) Brot C. et al.: Vitamin D status and its adequacy in healthy Danish perimenopausal women: relationships to dietary intake, sun exposure and serum parathyroid hormone. Br J Nutr. 2001(86): S. S97–S103
(10) Schwalfenberg G.K.: A review of the critical role of vitamin D in the functioning of the immune system and the clinical implications of vitamin D deficiency. Mol Nutr Food Res. 2011(1): S. 96-108. doi: 10.1002/mnfr.201000174.
(11) Marone G. et al.: Modulation of the release of histamine and arachidonic acid metabolites from human basophils and mast cells by auranofin. Agents Actions. 1986 Apr;18(1-2):100-2
(12) Chirumbolo S. et al.: Bimodal action of the flavonoid quercetin on basophil function: an investigation of the putative biochemical targets. Atopisches Ekzem Clin Mol Allergy. 2010(8): S. 13
(13) Metchnikoff E.: Sur la flore du corps humain. Manchester Lit Philos Soc 1901; 45: S. 1–38.
(14) Kalliomäki M. et al.: Probiotics and prevention of atopic disease: 4-year follow-up of a randomised placebo-controlled trial. Lancet. 2003;361(9372): S. 1869-1871.
(15) Raatz S.K. et al.: Enhanced absorption of n-3 fatty acids from emulsified compared with encapsulated fish oil. J Am Diet Assoc. 2009(6): S. 1076-1081
(16) de Bes J. et al.: Patient education in chronic skin diseases: a systematic review. Acta Derm Venereol. 2011 (1): S. 12-17.
(17) Liezmann C. et al.: Stress, atopy and allergy: A re-evaluation from a psychoneuroimmunologic persepective. Dermatoendocrinol. 2011(1): S. 37-40
(18) Vicario M. et al.: Chronic psychosocial stress induces reversible mitochondrial damage and corticotropin-releasing factor receptor type-1 upregulation in the rat intestine and IBS-like gut dysfunction. Psychoneuroendocrinology. 2011 Jun 3. [Epub ahead of print]
(19) Verallo-Rowell V.M. et al.: Novel antibacterial and emollient effects of coconut and virgin olive oils in adult atopic dermatitis. Dermatitis. 2008 (6): S. 308-315.

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