Spricht man von chronischer Niereninsuffizienz bzw. chronischem Nierenversagen, so meint man den über Monate und Jahre zunehmenden Verlust der Nierenfunktion. Meist sind beide Nieren betroffen. Bei akuter Niereninsuffizienz setzt die Funktionstüchtigkeit plötzlich aus. Die Nieren können Ihre Aufgabe, Abfallprodukte und Gifte auszuscheiden, nicht mehr ausreichend erfüllen. Es kommt zu vielen Beschwerden, welche nur durch die richtigen Maßnahmen behandelt werden können.

Zahlreiche Betroffene sind auf der Suche nach unterstützenden Therapieverfahren. Sie möchten den Erfolg der eigentlichen Behandlung verstärken bzw. die Symptome der Krankheit eindämmen. Im Folgenden berichten wir über Ursachen und Risikofaktoren einer Niereninsuffizienz und stellen Ihnen ein alternatives und unterstützendes Therapieverfahren vor. Im Fokus stehen dabei die neusten Erkenntnisse der revolutionären Mikronährstofftherapie.

1. Ursachen und Risikofaktoren

Die Ursachen sind vielfältig und je nach Form der Niereninsuffizienz unterschiedlich. Bei akuter Niereninsuffizienz ist meist eine plötzliche Mangeldurchblutung oder ein enormer Blutverlust Ursache eines Nierenversagens. Zum Beispiel nach einem schweren Unfall oder einem Blutdruckabfall aufgrund eines Schocks. Weitere häufige Auslöser können auch eine Vergiftung oder allergische Schädigung des Niereninneren, meist durch Pilze, Medikamente oder Röntgenkontrastmittel sein.

Die Auslöser einer akuten Niereninsuffizienz lassen sich außerdem in Ursachen vor, in und hinter der Niere einteilen. Kommt es plötzlich zu einer stark verminderten Durchblutung der Nieren und dadurch zu einem Nierenversagen, spricht man von einer Ursache vor der Niere (präarenales ANV). Die Ursache einer Niereninsuffizienz in der Niere (renales ANV) beruht auf Schäden des Organs selbst, zum Beispiel durch Gifte, Medikamente oder Entzündungen. Bei Ursachen hinter der Niere meint man den eingeschränkten Abfluss des Urins, also das Ausscheiden der Giftstoffe hinter der Niere. Eine vergrößerte Prostata, Entzündungen oder Tumore sind Auslöser dieses postrenalen akuten Nierenversagens.

Der chronischen Niereninsuffizienz liegt dagegen in den häufigsten Fällen eine Entzündung oder eine Nierenschädigung als Folge von Diabetes mellitus bzw. eines Bluthochdrucks zugrunde. Auch Nierensteine, Harnwegserkrankungen oder Medikamentenmissbrauch können Auslöser eines chronischen Nierenversagens sein. In den westlichen Nationen entsteht eine chronische Niereninsuffizienz oft durch eine ungesunde Lebensweise, aufgrund schlechtem Ernährungsverhalten, Bewegungsmangel und Zigarettenkonsum, welche wiederrum zu Diabetes oder Bluthochdruck führt und in einem Nierenversagen mündet. Neben diesen Ursachen bestimmen außerdem erblich bedingte Faktoren mit, wie eine chronische Niereninsuffizienz verläuft. Bei Männern führen Nierenerkrankungen außerdem schneller zu einem vollständigen Versagen der Nierentätigkeit als bei Frauen.

2. Symptome und Verlauf

Welche Symptome auftreten, hängt von der Form und den Stadien der Niereninsuffizienz sowie den Grund- bzw. Begleiterkrankungen ab.

In den meisten Fällen beginnt ein akutes Nierenversagen mit unspezifischen Krankheitszeichen wie Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Leistungsschwäche und Übelkeit. Die Symptome der Grunderkrankung, zum Beispiel eine schwere Infektion, stehen zunächst im Vordergrund. Nach einiger Zeit vermindert sich dann die Harnproduktion, bis sie schließlich ganz aussetzt. Es kommt zu Wassereinlagerungen im Gewebe, vor allem in den Beinen, später auch in der Lunge. Letzteres führt zu starken Atembeschwerden und Luftnot. Auch eine Übersäuerung durch Störungen des Salzhaushaltes, Schwindel, Bewusstseinsverlust oder Herzrhythmusstörungen sind keine Seltenheit.

Die chronische Niereninsuffizienz hingegen entwickelt sich schleichend. Im frühen Stadium erhöht sich die Urinausscheidung, Betroffene wachen nachts mit starkem Harndrang auf und verspüren ein verstärktes Durstgefühl. Weitere Symptome sind Bluthochdruck und die Neigung zu Wassereinlagerungen. Die Symptome des chronischen Nierenversagens überschneiden sich anfänglich mit den Symptomen der akuten Form der Krankheit. Im weiteren Verlauf der chronischen Niereninsuffizienz ändern sich jedoch die Symptome und es kommen neue hinzu. Durch eine verminderte Hormonfreisetzung kann das Blutbild verändert werden. Anzeichen dieser nierenbedingten Blutarmut sind auffällige Blässe, Müdigkeit, Appetitlosigkeit und eine verminderte körperliche Belastbarkeit.

Bei Frauen wirkt sich eine Niereninsuffizienz oftmals auf den Menstruationszyklus aus. Männer können aufgrund des Nierenversagens impotent werden. Durch das Nierenversagen im letzten Stadium kann sich außerdem eine erhöhte Konzentration von Giftstoffen einstellen, die sich auf die Nerven auswirkt. Dadurch entstehen Verwirrtheit, Kopfschmerzen oder Sehstörungen. Bleibt die chronische Niereninsuffizienz unbehandelt, kann dies Auswirkungen auf den gesamten Organismus haben. Es droht schließlich die Harnvergiftung (Urämie).

3. Mikronährstofftherapie

Die übliche Behandlung einer Niereninsuffizienz ist die Dialyse. Dabei handelt es sich um eine künstliche Blutwäsche bei Menschen mit schweren Nierenschäden, deren Nieren es nicht mehr schaffen, den Körper von schädlichen Substanzen und überflüssigem Wasser zu befreien. Dieses Behandlungsverfahren zerrt an den Kräften der Patienten. Aus diesem Grund möchten wir Ihnen hier ein unterstützendes Therapieverfahren vorstellen, mit Hilfe dessen Sie nicht nur den Erfolg der Dialyse verstärken können, sondern auch eine Niereninsuffizienz vorbeugen und zusätzlich den gesamten Organismus stärken.

Neue Studien und zahlreiche positive Patientenerfahrungen zeigen, dass auch bei Nierenproblemen die Mikronährstofftherapie eine zusätzliche Option zur Linderung der Symptome darstellt. Unter Mikronährstoffe versteht man alle Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundären Pflanzenstoffe.

Betroffene, die sich einer Dialyse unterziehen, leiden oft unter deutlichem Mikronährstoffmangel, der wiederrum die Krankheit verschlechtert und Entzündungen fördert. Häufig wurde ein Mangel an Vitamin C, Zink, Eisen und Vitamin D festgestellt. Die Patienten mit diesen Defiziten hatten eine höhere Sterblichkeit. (1)

Auch ein Mangel an L-Carnitin wurde oftmals nachgewiesen. Die zusätzlich L-Carnitin Einnahme kann einige Dialyse Komplikationen nahezu ausschließen bzw. Herzrhythmusstörungen oder eine Erkrankung des Herzmuskels vorbeugen. (2)

Auch Oxidativer Stress ist ein wichtiger Aspekt in Bezug auf die Entstehung und Verschlechterung einer Niereninsuffizienz. Zusätzliche natürliche Antioxidantien verbessern nicht nur den Schutz der Nieren (3), sondern schützen zusätzlich vor weiteren Komplikationen. (4) Dialysepatienten können außerdem durch eine zusätzliche Einnahme einer komplexen Mikronährstoffergänzung die Restfunktion der Niere aufrechterhalten. (5)

Nicht empfehlenswert und sogar potenziell schädlich sind künstliche Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe, wie sie in Pillenform oder als Brausetabletten angeboten werden. Vorsichtig sollten Sie auch bei ausländischen Produkten sein. Diese enthalten laut Verbraucherzentrale häufig Verunreinigungen oder unerlaubte Substanzen, die nicht auf der Packung deklariert werden.

4. Empfehlungen auf einen Blick

Allgemein
  • Erkennen und behandeln Sie Krankheiten wie Bluthochdruck oder Diabetes frühzeitig.
  • Verzichten Sie weitgehend auf die langfristige Einnahme von Medikamenten.
  • Reagieren Sie auf erste Anzeichen einer Niereninsuffizienz.
Mikronährstoffe
  • Nehmen Sie täglich einen biologischen Mikronährstoffkomplex mit Vitaminen, Spurenelementen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen, um die optimale Versorgung mit allen Mikronährstoffen sicher zu stellen.
  • Am besten nehmen Sie ein Produkt in flüssiger Form und hergestellt aus natürlichen Lebensmitteln, da nur dadurch die Versorgung mit den wichtigen Mikronährstoffen gewährleistet und eine optimale Aufnahme im Organismus gesichert ist.



Literaturverzeichnis

(1) Yang C.Y. et al.: Essential trace element status and clinical outcomes in long-term dialysis patients: a two-year prospective observational cohort study. Clin Nutr. 2012(5): S. 630-636 (2) Ahmad S.: Carnitine in dialysis patients. Semin Dial. 2001(3): S. 209-217 (3) Romeu M. et al.: Evaluation of oxidative stress biomarkers in patients with chronic renal failure: a case control study. BMC Res Notes. 2010(3): S. 20 (4) Ceriello A.: New insights on oxidative stress and diabetic complications may lead to a „causal“ antioxidant therapy. Diabetes Care. 2003(26): S. 1589-1596 (5) Wang A.Y. et al.: Independent effects of residual renal function and dialysis adequacy on dietary micronutrient intakes in patients receiving continuous ambulatory peritoneal dialysis. Am J Clin Nutr. 2002(3): S. 569-576

Teilen: