Eine Parodontose oder auch Parodontitis genannt, ist eine Entzündung des Zahnbettes. Diese wird meist durch eine bakterielle Infektion verursacht. Zunächst entzündet sich das Zahnfleisch, daraufhin kann jedoch auch der Kieferknochen befallen werden. Nicht selten führt eine Parodontose zu einem Zahnverlust. Vor allem, wenn diese unbehandelt bleibt. Da die medikamentöse Behandlung mit Antibiotikum oder ein chirurgischer Eingriff oftmals unerwünschte Nebenwirkungen mit sich bringen, suchen viele Patienten nach natürlichen Therapieverfahren. Dieser wissenschaftlich fundierte Artikel erläutert Ihnen alternative Konzepte und geht explizit auf die Erkenntnisse der revolutionären Mikronährstofftherapie ein.

1. Rund 12 Millionen Deutsche leiden an Parodontose

Im Jahr 2007 litten mehr als die Hälfte der 35 bis 44 Jährigen an einer akuten Zahnfleischentzündung. Außerdem sind die Zähne mit zunehmendem Alter einem hohen Parodontose-Risiko ausgesetzt. So haben mehr als 40 Prozent der 65- bis 74-Jährigen eine schwere Form dieser Entzündung des Zahnfleischapparates.(1)

Außer der Vererbung begünstigen noch andere Faktoren eine Entstehung von Parodontose. Zu diesen Faktoren zählt unter anderem eine mangelnde Mundhygiene. Falsches oder unregelmäßiges Putzen dient als Grundlage für die Ausbreitung von Bakterien.

Auffällig ist, dass 70 % der Parodontose-Patienten Raucher sind. Das in Zigaretten enthaltene Nikotin mindert die Durchblutung des Zahnfleisches und setzt die Aktivität des körpereigenen Abwehrsystems herab. Bakterien können deshalb nur eingeschränkt bekämpft werden. Auch chronische Erkrankungen wie z.B. Diabetes spielen bei der Entstehung einer Parodontose eine große Rolle. Ein erhöhtes Risiko besteht außerdem, wenn man mit chronischem Stress zu kämpfen hat oder sich ungesund ernährt.

2. Mikronährstofftherapie

Mikronährstoffe und eine gesunde Ernährung spielen schon bei der Entwicklung der Zähne im Kindesalter eine entscheidende Rolle. Dabei ist es besonders wichtig auf eine Versorgung mit den Vitaminen C, A, D als auch Magnesium, Kalzium und Zink zu achten. Diese fördern den gesunden Aufbau des Zahnes und die Verankerung im Kiefer.

Zähne und deren Halteapparat bestehen hauptsächlich aus Bindegewebe. Um ein starkes Bindegewebe zu erhalten, benötigt der Mensch Vitamin C, B- Vitamine, Eisen, Zink und Omega-3-Fettsäuren.

Einer der bedeutendsten Risikofaktoren für eine Erkrankung der Mundschleimhaut und für die Entwicklung einer Parodontose ist ein Mangel an Zink. (2) Zahlreiche Studien haben außerdem den Zusammengang zwischen Vitamin-C-Spiegel sowie Häufigkeit und Schweregrad einer Parodontose aufgezeigt. (3)

Proportional mit der aufgenommenen Menge an natürlichen Antioxidantien gehen die Zahngesundheit und die Gesundheit des Zahnfleisches einher. So fanden Studien heraus, dass je mehr Antioxidantien aufgenommen werden, desto gesünder ist das Zahnfleisch. (4)

Nicht empfehlenswert und sogar potenziell schädlich sind künstliche Mikronährstoffe, wie sie in Pillenform oder als Brausetabletten angeboten werden. Vorsichtig sollten Sie auch bei ausländischen Produkten sein. Diese enthalten laut Verbraucherzentrale häufig Verunreinigungen oder unerlaubte Substanzen, die nicht auf der Packung deklariert werden.

3. Veränderungen bei der Zahnpflege

Wichtig für die Gesundheit der Zähne und des Zahnfleisches ist sicherlich das regelmäßige Zähneputzen. Dabei spielt die Wahl der Zahnpasta eher eine untergeordnete Rolle. Viel wichtiger ist die gründliche mechanische Reinigung. In kreisförmigen Bewegungen, von oben nach unten und insgesamt ca. drei Minuten sollten die Zähne geputzt werden. Auch die Massage des Zahnfleisches ist ein wichtiger Prozess. Fahren Sie ruhig öfter, jedoch mit zaghafteren Bewegungen als beim Zähneputzen, über das Zahnfleisch. Dies stimuliert die Durchblutung und regt somit die Bakterienabwehr an.

4. Handlungsempfehlungen auf einen Blick

Essen und Trinken
  • Essen Sie überwiegend basisch (viel Obst und Gemüse) und verwenden Sie pflanzliche Öle in der Küche.
  • Auch frische Kräuter (oder tiefgekühlt) sind wegen der entsäuernden Wirkung und des hohen Gehaltes an Spurenelementen wichtig.
Mikronährstoffe
  • Nehmen Sie täglich einen biologischen Mikronährstoffkomplex mit Omega-3-Fettsäuren, Zink und Kräuterextrakten, um die optimale Zellversorgung mit allen Mikronährstoffen sicher zu stellen.
  • Am besten nehmen Sie ein Produkt in flüssiger Form und hergestellt aus natürlichen Lebensmitteln, da nur dadurch die Versorgung mit den so wichtigen sekundären Pflanzenstoffen gewährleistet und eine optimale Aufnahme im Organismus gesichert ist.
Quellen

(1) Vierte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS IV). Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) im Auftrag von Bundeszahnärztekammer und Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung (http://www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/presse/dms/brosch.pdf)
(2) Orbak R. et. al.: Effects of zinc deficiency on oral and periodontal diseases in rats. J Periodontal Res. 2007 (2): S. 138-143
(3) Amaliva et al.: Java project on periodontal diseases: the relationship between vitamin C and the severity of periodontitis. J Clin Periodontol. 2007 (4): S. 299-304
(4) Chapple I.L. et al.: The prevalence of inflammatory periodontitis is negatively associated with serum antioxidant concentrations. J Nutr. 2007 (3): S. 657-664

Weitere Informationen online unter:Deutsche Paradontose E.V

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