Das prämenstruelle Syndrom (abgekürzt PMS) ist allgemein durch das wiederkehrende Auftreten von psychischen sowie physischen Beschwerden vor der Regelblutung gekennzeichnet. Ein Großteil der Symptomatik tritt in der Zeit zwischen dem Eisprung und der Menstruation ein, also zwei Wochen vor der Blutung. Typischerweise enden die Beschwerden relativ abrupt nach dem Einsetzten der Menstruation.

Bei PMS handelt es sich keinesfalls um eine seltene Erkrankung, da schätzungsweise 30-40 Prozent aller Frauen betroffen sind. Verantwortlich dafür sind hauptsächlich Störungen der hormonellen Steuerung auf zellulärer Ebene. Die Schulmedizin sieht in erster Linie eine Behandlung mit Schmerz- und Verhütungsmitteln wie etwa der Pille vor, um den Eisprung zu verhindern und Schmerzen zu lindern. Da viele Betroffene lieber einen natürlichen Behandlungsweg gehen wollen, zeigt Ihnen dieser Artikel erfolgreiche mikronährstoffbasierte Therapieansätze.

1. Symptome des prämenstruellen Syndroms

Wie bereits erwähnt leiden über ein Drittel aller Frauen an mehr oder weniger starken Symptomen des PMS, wobei etwa 5-10 Prozent unter einer besonders starken Ausprägung des Syndroms leiden. Diese starken Beschwerden können neben dem eigenen Wohlbefinden auch das private und berufliche Umfeld stark behindern. Die Symptome des prämenstruellen Symptoms lassen sich allgemein formuliert in zwei Kategorien unterteilen:

Zum einen gibt es die körperlichen Symptome, die sich folgendermaßen bemerkbar machen:

  • Krämpfe im Unterleib
  • Bauch- und Rückenschmerzen
  • Verdauungsprobleme (Durchfall)
  • Erschöpfung (Müdigkeit, Abgeschlagenheit)
  • Kopfschmerzen oder sogar Migräne
  • Hautveränderungen und Wasserablagerungen in der Haut (sog. Ödeme)
  • Empfindlichkeit, Spannungen und Schwellungen der Brüste (sog. Mastodynie)

Zum anderen gibt es psychische Symptome, die sich wie folgt auswirken:

  • Starke Stimmungsschwankungen
  • Antriebslosigkeit
  • Aggression und Reizbarkeit
  • Sinkendes Selbstwertgefühl bis hin zu depressiven Phasen
  • Panikattacken und Angstzustände

Wie man anhand der obigen Auflistung erkennt, bringt das prämenstruelle Syndrom teils starke Beschwerden mit sich. Im weiteren Verlauf des Artikels wird Ihnen gezeigt, wie Sie PMS mit Hilfe der Mikronährstofftherapie, deren Wirksamkeit durch Studien eindeutig bewiesen worden ist, entgegenwirken.

2. Mikronährstofftherapie

Ein ausgeglichener Mikronährstoffhaushalt beugt zahlreiche Beschwerden und Erkrankungen vor – so auch das prämenstruelle Syndrom. Aktuelle Studien haben eindeutig ergeben, dass die Versorgung mit Mikronährstoffen einen bedeutenden Einfluss auf die Symptomatik von PMS hat. Die Mikronährstofftherapie zielt darauf ab, Mangelerscheinungen im Körper zu beseitigen und ihn so ins Gleichgewicht zu bringen, wobei besonders Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und essentielle Fettsäuren von großer Bedeutung sind. Ein wesentlicher Vorteil dieser Behandlungsmethode ist, dass der Körper weder durch Nebenwirkungen von Medikamenten noch durch eine Hormonbehandlung belastet wird.

Der wichtigste Baustein in der Mikronährstofftherapie zur Linderung der Beschwerden von PMS ist das Gleichgewicht der Mineralien, da dieses von den Zyklus-Hormonen stark beeinflusst wird. Unter den Mineralstoffen zeigt sich laut zahlreichen Studien Magnesium als besonders wirksam. Neben der Schmerzlinderung eignet sich Magnesium auch zur Behandlung psychischer Veränderungen bei betroffenen Frauen. Dem Mineralstoff wird ebenso eine präventive Wirkung gegen Krämpfe sowie Migräneattacken zugeschrieben.

Im Kampf gegen Kopfschmerzen und Migräne, die in besonders schweren Fällen bis zur Ohnmacht führen können, eignet sich auch Kalzium sowie Vitamin D.

Untersuchungen haben gezeigt, dass Frauen, die unter dem prämenstruellen Syndrom leiden, einen deutlich niedrigeren Gehalt an Kalzium, Chrom, Kupfer und Mangan im Blut aufweisen. Da der Körper diese Stoffe nicht selbst herstellen kann, wird eine zusätzliche Zufuhr hier dringend angeraten, da diese positive Effekte auf die somatische und psychosomatische Symptomatik gezeigt hat.

Des Weiteren haben auch die Gruppe der B-Vitamine ihre Wirksamkeit bei PMS bewiesen, da sie für die Neubildung von Hormonen und Neurotransmittern unerlässlich sind. Vor allem dem Zusammenspiel aus Vitamin B6 und Kalzium wird eine zuverlässige, biochemische Wirksamkeit nachgesagt.

Zu guter Letzt sind auch die Omega-3-Fettsäuren sowie Pflanzenextrakte (beispielsweise aus Grüntee) positiv hervorzuheben.

Eine Mikronährstoffbehandlung eignet sich nicht nur zur Prävention sondern auch zur Therapie, wenn die Krankheit bereits eingetreten ist. In zahlreichen Studien wurde eindeutig nachgewiesen, dass Mikronährstoffe wie Mineralien (Kalzium, Magnesium, Chrom, Kupfer), Vitamine (Vitamin D, B-Vitamine) als auch Omega-3-Fettsäuren zur Linderung der Beschwerden beitragen.

In der modernen Mikronährstofftherapie bevorzugt man deshalb heute als Basistherapie bei prämenstruellem Syndrom eine moderat dosierte, natürliche Mikronährstoffmischung. Mit Hilfe der enthaltenen Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundären Pflanzenstoffe kann der Stoffwechsel soweit verbessert werden, dass eine Linderung der Symptome eintritt.

3. Veränderungen im Lebensstil

Viele Betroffene, die unter PMS leiden, verspüren häufig einen Heißhunger auf Süßigkeiten. Die so aufgenommenen Kohlenhydrate führen zu einer kurzfristigen Verbesserung der Stimmung. Ausgelöst wird dies durch die Anhebung des Blutzuckerspiegels, sowie einer vermehrten Bildung des Neurotransmitters Serotonin. Da Frauen, die vom prämenstruellen Syndrom betroffen sind, ihre Kohlenhydratzufuhr unbewusst stark erhöhen, steigt auch das Risiko übergewichtig zu werden. Ebenso kommt es zu einem verstärkten Abbau von Kalzium, was die Beschwerden von PMS verschlimmern kann. Daher sollten Betroffene bewusst darauf achten weniger Kohlenhydrate als auch Lebensmittel mit hohem glykämischen Index zu sich zu nehmen. Ebenso sollte man auf kohlensäurehaltige Getränke und Alkohol verzichten. Frauen, die besonders unter den Wassereinlagerungen leiden, sollten vor allem auf eine salzarme Ernährung achten.

4. Das können Sie selbst tun

Mikronährstoffe
  • Seien Sie sich bewusst, wie wichtig ein ausgeglichener Mikronährstoffhaushalt ist. Verwenden Sie deshalb zur Basisversorgung ein natürliches Mikronährstoffkonzentrat, das Vitamine (B & D), Mineralstoffe (Magnesium, Kalzium, Chrom, Kupfer) und Omega-3-Fettsäuren enthält.
  • Mikronährstoffpräparate in flüssiger Form kann der Körper deutlich besser und physiologischer verwerten als Pillen oder Pulver.
Ernährung
  • Achten Sie darauf Ihre Kohlenhydrataufnahme nicht unbewusst zu steigern.
  • Verzichten Sie auf Alkohol und kohlensäurehaltige Getränke.
  • Ernähren Sie sich möglichst salzarm.
Bewegung
  • Autogenes Training eignet sich zum Stressabbau und lindert die Symptome.
  • Bewegung an der frischen Luft löst Krämpfe und verbessert die Gemütslage.

Literaturverzeichnis

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