Ein Schlaganfall (auch Hirnschlag oder Apoplex genannt) ist medizinisch betrachtet eine plötzlich auftretende Unterversorgung einer Gehirnregion mit Sauerstoff und Nährstoffen. Es kommt nach kürzester Zeit zu einem Absterben der überlebenswichtigen Hirnzellen.. Viele Menschen suchen nach Präventivmaßnahmen, um einen Schlaganfall vorzubeugen. Dieser wissenschaftlich fundierte Artikel erläutert Ihnen alternative Konzepte und geht explizit auf die Erkenntnisse der revolutionären Mikronährstofftherapie ein, welche auch als Behandlungsform nach einem Schlaganfall empfehlenswert ist.

Juveniler Schlaganfall – Auch junge Leute sind betroffen

In Deutschland sind jährlich ca. 200.000 Menschen von einem Schlaganfall betroffen. Meist mit gravierenden Folgen. Betroffene können von einem auf den anderen Tag zum Pflegefall werden.

Obwohl das Durschnittalter von Schlaganfallbetroffenen bei Männern bei etwa 70 und bei Frauen bei etwa 75 Jahren liegt, entsteht das Risiko nicht nur im betagten Alter. Im Gegenteil, es sind auch immer mehr jüngere Menschen betroffen. Dieser sogenannte „juvenile Schlaganfall“ betrifft mittlerweile fast jeden zehnten Deutschen zwischen 18 und 50 Jährigen. Schuld an dieser Entwicklung ist der immer ungesündere, schnelle Lebensstil. Die eigene Gesundheit verliert zunehmend ihren Status als höchstes Gut. Übergewicht, Bluthochdruck, Zigarettenrauchen und Stress sind alltäglich geworden, wobei die meisten vergessen, dass diese Symptome in einem gefährlichen Schlaganfall münden können.

Ein Schlaganfall ist somit keine Laune des Schicksals. Jeder Einzelne hat es in der Hand den drohenden Anfall vorzubeugen und insbesondere der Verkalkung der Adern (Arteriosklerose) vorzugehen. Die Mikronährstofftherapie liefert dafür einige sehr interessante und hilfreiche Präventiv- als auch Behandlungsmaßnahmen.

Mikronährstofftherapie

Die wichtigsten Ansätze zur Vorbeugung und zur Vermeidung eines Schlaganfalles hängen mit unserer Ernährung und der Aufnahme von Mikronährstoffen (Vitamine, Mineralien, Spurenelemente & sekundäre Pflanzenstoffe) zusammen. Einerseits senkt ein vitaler und optimal versorgter Körper das Risiko einen Schlaganfall zu erleiden maßgeblich, andererseits sind Mikronährstoffe auch nach einem Schlaganfall unentbehrlich, da sie dem Körper die Ressourcen geben, sich zu regenerieren und verloren geglaubte Zellen und damit verknüpfte Fähigkeiten zu reaktivieren.

Eine Reihe von Studien unterstützt diese Therapiemethodik. So kam beispielsweise ein finnisches Wissenschaftlerteam zu dem Ergebnis, dass durch die zusätzliche Einnahme von natürlichen Antioxidantien, also Mikronährstoffen aus Lebensmitteln, welche gegen die gesundheitsschädigenden freien Radikalen im Körper vorgehen, die Häufigkeit von Schlaganfällen erheblich senkt. (1)

Zusätzlich sind natürliche antioxidativ wirksame Mikronährstoffe (Antioxidantien) auch für die Funktion der Blutgefäße wichtig. Es ist schon länger bekannt, dass zusätzliche Antioxidantien die Bereitstellung von Stickoxid in den Blutgefäßen verbessert, was die Blutgefäße entspannt und den Blutdruck senkt. (2) Eindeutig blutdrucksenkend wirkt auch Magnesium. Es entspannt die Blutgefäße und verbessert zudem die Stress-Resistenz des Körpers. (3)

Auch andere Mikronährstoffe, wie Omega-3-Fettsäuren, Coenzym Q10 und sekundären Pflanzenstoffen, wie die zahlreich in Olivenöl enthaltenen Flavonoide, sind elementare Mikronährstoffe in der Schlaganfallprävention sowie -Rehabilitation. Sie schützen und erhalten die empfindlichen Innenwände der Blutgefäße (Endothele). (4)

Mit die gefährlichsten Risikofaktoren für Schlaganfälle sind hohe Homocystein- und hohe oxidierte Cholesterin-Werte. Diese Risikofaktoren lassen sich durch eine zusätzliche Zufuhr von B-Vitaminen und Vitamin C eindämmen. Die Mikronährstoffe senken den Homocystein-Wert deutlich und machen sogar die hochgefährliche Verkalkung durch Ablagerungen in den Arterienwänden rückgängig. (5)

In der modernen Mikronährstofftherapie bevorzugt man heute zur Prävention und Rehabilitation von Schlaganfällen eine natürliche Mikronährstoffmischung. Die aktuellen, oben erwähnten Studien zeigen, dass vor allem für komplexe Mikronährstoffmischungen ein positiver Effekt bei der Herzinfarktprävention nachgewiesen wurde. Eine natürliche Mikronährstoffmischung erlaubt es, alle oben genannten Vorteile zu vereinen, sämtliche Zellen werden optimal versorgt und Körper und Geist werden wieder fit und leistungsfähig.

Rehabilitationsmaßnahmen

Sollten Sie oder ein Angehöriger von einem Schlaganfall betroffen sein, geben Sie auf keinen Fall auf! Tun Sie alles dafür Ihr Leben wieder selbstständig und glücklich verbringen zu können. Dazu bedarf es viel Geduld sowie ausreichend Unterstützung. Aber auch nicht zu viel. Versuchen Sie möglichst viele Aufgaben, so schwer es Ihnen fallen mag, selbst zu bestreiten. Nur mit sehr viel Übung erlangen Sie Ihre verloren geglaubten Fähigkeiten zurück. Auch wenn alles anders scheint und eine Person von einem Tag auf den anderen Tag plötzlich hilflos, verwirrt und oder charakterlich verändert ist, gibt es realistische Hoffnung auf Rehabilitation.

Hierfür eignet sich die oben beschriebene Mikronährstofftherapie ausgezeichnet, da sie dem ausgelaugten und schwer geschädigtem Körper eines Betroffenen genau die Mikronährstoffe gibt, welche dieser braucht, um die Schäden zu reparieren und sich zu regenerieren.

Handlungsempfehlungen auf einen Blick

Mikronährstofftherapie

  • Seien Sie sich bewusst, wie wichtig ein ausgeglichener Mikronährstoffhaushalt ist. Verwenden Sie deshalb zur Basisversorgung ein natürliches Mikronährstoffkonzentrat, das auch Omega-3-Fettsäuren, Coenzym Q10 und sekundäre Pflanzenstoffe enthält. Tipp: Mikronährstoffpräparate in Saftform kann der Körper deutlich besser und physiologischer verwerten als Pillen oder Pulver.

Essen und Trinken

  • Essen Sie überwiegend basisch (viel Obst und Gemüse) und verwenden Sie pflanzliche Öle in der Küche. Auch frische Kräuter (oder tiefgekühlt) sind wegen der entsäuernden Wirkung und des hohen Gehaltes an Spurenelementen wichtig Essen Sie zweimal in der Woche Meeresfisch. Auch hier sollten Sie der Gesundheit zuliebe auf Bio-Zucht oder Wildfang achten.
  • Trinken Sie mindestens 2 Liter kohlensäurefreies Wasser

Bewegung und Entspannung

  • Treiben Sie Sport! Am besten 3-mal die Woche für mindestens 30 Minuten. Besonders schonende Ausdauersportarten wie Wandern, Radfahren, Nordic-Walking oder Schwimmen eignen sich besonders.
  • Erlernen und praktizieren Sie Entspannungsübungen wie Autogenes Training, die Muskelentspannung nach Jacobson oder das fernöstliche Yoga.

Weitere Empfehlungen

  • Persönliche Laster wie Rauchen oder hoher Alkoholkonsum sollten reduziert oder ganz abgewöhnt werden.
  • Versuchen Sie Ihren Stress auf ein Minimum zu reduzieren. Lernen Sie gelassener durchs Leben zu gehen.

Weiter Informationen finden sie online unter:Deutsche Gefäßliga e.V.

(1)Mursu J. et al.: Flavonoid intake and the risk of ischaemic stroke and CVD mortality in middle-aged Finnish men: the Kuopio Ischaemic Heart Disease Risk Factor Study. Br J Nutr. 2008 (4): S. 890-895
(2) Galley H.F. et al.: Combination oral antioxidant supplementation reduces blood pressure. Clin Sci (Lond). 1997 (4): S. 361-365
(3) Kisters K.: Oral magnesium supplementation improves borderline hypertension. Magnes Res. 2011 Mar 1;24(1):17.
(4) Belardinelli R. et al.: Oxidative stress, endothelial function and coenzyme Q10. Biofactors. 2008 (32): S. 129-133.
(5) Nygard O. et al.: N Engl J Med 1997Quelle: Brönstrup A. et al.: Bedeutung von Homocystein bei der Entstehung der Arteriosklerose. Ist eine Supplementierung von Vitaminen sinnvoll? Ernährungsumschau 1996 (43): S. 80

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