Der Begriff Wechseljahre, oder in Fachkreisen Klimakterium genannt, beschreibt keine Krankheit, sondern einen Teil des natürlichen Alterungsprozesses einer jeden Frau. Es handelt sich dabei um eine hormonelle Umstellungsphase, die sich bereits ab einem Alter von 45 Jahren bemerkbar machen kann und mit einem definitiven Ausbleiben der Monatsblutung, spätestens mit 58 Jahren, endet. Obwohl die Wechseljahre keine „Krankheit“ sind, treten doch häufig Symptome auf, die unangenehm sind und oftmals sogar behandelt werden müssen. Im Folgenden möchten wir Ihnen die Erkenntnisse der modernen Mikronährstofftherapie näher bringen, mit Hilfe derer Sie die Beschwerden während der Wechseljahre weitgehend eindämmen können.

1. Körperliche Folgen der Hormonumstellung

In Deutschland sind ungefähr acht Millionen Frauen im Alter zwischen 45 und 60 Jahren. Sie befinden sich unmittelbar vor, inmitten oder kurz nach der Menopause. Die gravierenden Veränderungen im Hormonhaushalt wirken individuell unterschiedlich. Zwei Drittel der Frauen leiden jedoch an starken körperlichen und emotionalen Begleiterscheinungen.

Die Ursachen der Wechseljahre einer Frau sind hormonell begründet. Bedingt durch das Alter verändert sich der Hormonspiegel. Die Eierstöcke produzieren weniger weibliche Sexualhormone, die sogenannten Östrogene. Von Geburt an enthalten beide Eierstöcke mehrere Millionen Eibläschen. Während der Pubertät, mit Einsetzen der ersten Monatsblutung, reduziert sich deren Anzahl bereits auf 100.000 bis 250.000 und nimmt daraufhin mit jedem weiteren Eisprung ab. Im durchschnittlichen Alter von 50 Jahren sind schließlich so gut wie keine Eibläschen mehr vorhanden. Dadurch geht auch die Östrogenbildung zurück– die Wechseljahre beginnen.

Jede Frau reagiert anders auf diese Veränderungen. Schlafstörungen, Zwischenblutungen und häufige Gereiztheit können die ersten Anzeichen der Menopause sein. Oft werden sie jedoch als Überlastung in Beruf oder Privatleben fehlgedeutet. Im Verlauf der Wechseljahre treten vermehrt Beschwerden auf, die man als klimakterisches Syndrom zusammenfasst.

Folgende Symptome sind typisch in den Wechseljahren:

  • Blasenschwäche
  • Depressionen
  • Harnwegsinfektionen
  • Herzrasen
  • Hitzewallungen
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Kopfschmerzen
  • Lustlosigkeit (Verlust der Libido)
  • Nervosität
  • Reizbarkeit
  • Schlaflosigkeit
  • Schweißausbrüche
  • Schwindel
  • Stimmungsschwankungen
  • verminderte Leistungsfähigkeit

  • Wenn der weibliche Hormonspiegel abnimmt, steigt außerdem das Risiko für Osteoporose, da der Stoffwechsel im Knochen von Hormonen gesteuert wird. Die Osteoporose, welche im Volksmund auch Knochenschwund genannt wird, ist eine der Erkrankungen, die mit zunehmendem Alter häufiger auftreten. Durch den übermäßig schnellen Abbau von Knochenmasse, macht Osteoporose den Körper besonders anfällig für Brüche (Frakturen). Auch die Störung des Knochenstoffwechsels bedingt eine weitere Verschlechterung der Elastizität.

    2. Mögliche psychische Auswirkungen

    Doch nicht nur körperliche Symptome sind typisch, oftmals prägen auch seelische Veränderungen die zweite Lebenshälfte der Frau. Einerseits sprühen sie vor Optimismus, Lebensfreude und Selbstbewusstsein, in der nächsten Sekunde brechen sie in Tränen aus, sind selbstzweifelnd und gereizt. Im schlimmsten Fall entwickeln Frauen eine Depression oder brechen vor Erschöpfung zusammen.

    Verantwortlich für die instabile Psyche sind auch hier die Hormone. Östrogene beeinflussen nicht nur den Körper sondern auch die Gefühlswelt. Genau dasselbe passiert übrigens auch jungen Frauen, wenn sie zum ersten Mal die Pille nehmen und ihr Körper noch nicht auf die Hormonzufuhr eingestellt ist. Die weiblichen Geschlechtshormone wirken stimmungsaufhellend und aktivieren das zentrale Nervensystem. Frauen, die immer selbstbewusst durchs Leben gegangen sind, erleiden durch den Mangel an weiblichen Hormonen plötzlich eine Panikattacke und können auf einmal still und zurückgezogen wirken.

    Zusätzlich zur hormonellen Umstellungen kommen nun auch Veränderungen der äußeren Lebensumstände hinzu. Der Auszug der Kinder, die Angst um den Job, Selbstzweifel in Bezug auf die Attraktivität und daraus resultierende Probleme in der Partnerschaft. Diese Umbrüche geschehen oft während der Wechseljahre und sind äußerst belastend. Viele Frauen haben Zukunftsängste, fühlen sich unsicher und nutzlos – auch das ist hormonbedingt.

    3. Beschwerden lindern durch Mikronährstofftherapie

    Auf der Suche nach einer geeigneten Möglichkeit, um die Symptome während der Wechseljahre weitgehend einzuschränken, stößt man immer wieder auf die Hormontherapie. Bei dieser Methode soll der Hormonhaushalt ins Gleichgewicht gebracht werden. Im Rahmen dieser Hormontherapie können jedoch Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme, Migräne oder Magenbeschwerden auftreten. Sogar Krebs könnte dadurch entstehen. Darum greifen viele Frauen lieber auf eine natürliche und hormonfreie Alternative zurück, um die Beschwerden dadurch zu behandeln oder die Nebenwirkungen der eigentlichen Therapie zu reduzieren.

    Bei der sogenannten Mikronährstofftherapie handelt es sich um eine solche Alternative. Unter Mikronährstoffen versteht man alle Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundären Pflanzenstoffe. Neben der allgemeinen Unterstützung des Immunsystems, des Stoffwechsels und der Zellfunktionen tragen sie auch dazu bei, Beschwerden während der Menopause zu lindern.

    Besonders effektiv bei Hitzewallungen, Erschöpfung und Depressionen haben sich Vitamin E und Omega-3-Fettsäuren erwiesen. Zusammen mit der Vielzahl an sekundären Pflanzenstoffen können sie auch Kopfschmerzen und Stimmungsschwankungen lindern. Auch ganz bestimmte sekundäre Pflanzstoffe, die sogenannten Isoflavone, lindern Hitzewallungen, bringen in Kombination mit Vitaminen die Blutfette ins Gleichgewicht und schützen das Herz. Daneben senken Antioxidantien (z.B. Vitamin C oder Carotinoide) und sekundäre Pflanzenstoffe auch das Brustkrebsrisiko in der Postmenopause.

    Sekundäre Pflanzenstoffe haben auch in Bezug auf Osteoporose eine bedeutende Wirkung: Sie schützen vor dem Verlust von Knochenmasse. Osteoporose lässt sich jedoch nicht nur durch sekundäre Pflanzenstoffe vorbeugen, der komplizierte Knochenstoffwechsel ist ebenso abhängig von den Vitaminen C, B3 und B9, D und K, sowie von den Mineralien Magnesium, Kalzium und den Spurenelementen Zink, Bor, Kupfer und Mangan.

    Wenn Sie bereits östrogenhaltige Medikamente zur Behandlung der Symptome der Wechseljahre einnehmen, sollten Sie in jedem Fall zusätzlich auf ein natürliches Mikronährstoff-Präparat zurückgreifen. Die parallele Einnahme kompensiert die durch die Hormonpräparate verursachten Mikronährstoffdefizite und reduziert damit auch die unerwünschten Nebenwirkungen.

    4. Empfehlungen im Überblick

    Lebensstil
    • Verzichten Sie auf das Rauchen: Nikotinkonsum fördert die Hitzewallungen in den Wechseljahren.
    • Vermeiden Sie Übergewicht: Zusätzliche Kilos verstärken die Hitzewallungen und erhöhen außerdem das Risiko von Bluthochdruck, Diabetes und Arteriosklerose.
    • Treiben Sie regelmäßig Sport: Bewegung in der freien Natur stärkt nicht nur Körper und Geist sondern reduziert außerdem Stressgefühle und verbessert das psychische Befinden.
    Mikronährstoffe
    • Nehmen Sie täglich einen biologischen Mikronährstoffkomplex, um die optimale Versorgung mit allen Mikronährstoffen sicher zu stellen.
    • Am besten nehmen Sie ein Produkt in flüssiger Form und hergestellt aus natürlichen Lebensmitteln, da nur dadurch die Versorgung mit den so wichtigen sekundären Pflanzenstoffen gewährleistet und eine optimale Aufnahme im Organismus gesichert ist.
    Psyche
    • Sie sind nicht allein – rund 80 Prozent der Frauen im mittleren Alter leiden unter Wechseljahrbeschwerden. Tauschen Sie sich mit Freundinnen aus – Reden hilft!
    • Akzeptieren Sie Ihre Situation und wehren Sie sich nicht dagegen. Auch die Wechseljahre haben irgendwann ein Ende.
    • Entspannen Sie ausgiebig. Ihr Stoffwechsel kann sich dabei regulieren. Dadurch reduzieren sich sowohl die Hitzewallungen als auch Stress und Nervosität.


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