Aluminium in Deos

Ginge es nach der Werbung, dürften wir ohne Deo eigentlich gar nicht mehr auf die Straße gehen. Wir würden stinken und wären eine Zumutung für unsere Mitmenschen. Doch welche Stoffe das Produkt enthält, das wir jeden Tag an unsere Haut lassen, ist uns meist nicht klar. In vielen herkömmlichen Deos ist Aluminium in Form von Aluminiumsalzen enthalten. Mehrere Studien haben bereits den Verdacht bestärkt, dass es sich dabei um einen krebserregenden Inhaltsstoff handelt. Doch was ist dran an dieser These?

Aluminiumsalze schädigen Zellen

Deos, die Schwitzen und unangenehmen Geruch verhindern sollen heißen Antitranspirante. Durch das Aufsprühen des Deos zieht sich die Haut zusammen, der Schweiß kann nicht mehr austreten. „Die Aluminiumsalze bilden auf der Haut Pfropfen, die die Schweißporen verstopfen.“, erklärt Ariane Lenzner vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Derartige Deos sollten keinesfalls gleich nach dem Rasieren aufgetragen werden.

Durch die gereizte Haut unter den Achseln können die Aluminiumsalze ungehindert in den Körper eindringen. Viele Konsumenten reagieren darauf mit Hautausschlag oder Irritationen. Laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) kann eine langfristige Aufnahme von Aluminium zu brüchigen Knochen, Hirnschäden und Blutarmut führen.

Genfer Forscher haben zudem in einer Studie nachgewiesen, dass die enthaltenen Aluminiumsalze in Deos Brustzellen schädigen. Auch Veränderungen des Erbgutes, die mit der Entstehung von Krebs einhergehen, konnten festgestellt werden. Im Jahre 2011 wurde in einer Studie der University of Reading bei Brustkrebspatienten eine deutlich höhere Aluminiumkonzentration in der Brustwarzenflüssigkeit ermittelt als bei gesunden Personen. „Das Aluminium scheint in der Lage zu sein, eine gesunde Brustzellen in eine Krebszelle umzuwandeln.“, so Philippa Darbre, Onkologin der University of Reading.

Höchstgrenze an Aluminium ist schnell erreicht

Die Auswirkung von Aluminiumsalzen auf unsere Gesundheit wird schon lange diskutiert. Aluminium wird heutzutage in den sensibelsten Lebensbereichen eingesetzt, wird aber gleichzeitig verdächtigt, Brustkrebs und sogar Demenz zu begünstigen. Inzwischen wünscht sich rund die Hälfte aller Deutschen ein Deo ohne Aluminiumsalze. Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt, die Aluminiumaufnahme im Auge zu behalten, denn Aluminium kommt nicht nur in Deos sondern auch in Nahrungsmitteln, Trinkwasser, Kosmetika und Arzneimitteln vor. Sogar über Kochutensilien, Dosen, Folien und Tuben kann das Leichtmetall auf Speisen übergehen und somit in den menschlichen Organismus gelangen. Dadurch ist die Höchstgrenze schnell erreicht.

Da der Gehalt an Aluminium auf der Packung nicht deklariert werden muss, hat der Verbraucher keinerlei Übersicht, wie viel Aluminium in einem bestimmten Produkt enthalten ist. Immerhin bieten die meisten Hersteller bereits Deos ohne Aluminiumsalze an. Derartige Produkte können sie in einer kurzen Internetrecherche ausfindig machen oder Sie fragen direkt in Ihrer Drogerie danach.

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