Gen-Test gegen Krebs

Für viele Menschen bundesweit handelt es sich hierbei um die Angstkrankheit Nummer eins – die Rede ist von Krebs. Besonders in Familien, in denen die Erkrankung bereits häufiger vorgekommen ist, besteht ein großes Gefährdungspotential. Erfahren Sie im folgenden Artikel welche Krebsarten genetisch bedingt sind und wann ein Gen-Test gegen Krebs sinnvoll ist.

In der Regel ist familiär bedingter Krebs relativ selten, dennoch stellt er für die wenigen Betroffenen eine enorme psychische Belastung dar. Wer eine angeborene genetische Veranlagung besitzt, muss nicht zwangsläufig auch Krebs bekommen, dennoch ist das Risiko zu erkranken deutlich erhöht. Nach heutigem Stand der Wissenschaft spielen neben der Veranlagung auch Faktoren wie Lebensstil und Umwelteinflüsse eine entscheidende Rolle. Wie die verschiedenen Faktoren untereinander interagieren ist jedoch noch kaum erforscht. Desweiteren sind viele weitere mögliche Auslöser noch gänzlich unbekannt oder umstritten. In einem Großteil der Erkrankungsfälle verändern sich die Gene erst im Laufe des Lebens und bilden schließlich Krebszellen aus.

Gen-Test gegen Krebs sinnvoll

Nur etwa fünf bis zehn Prozent der Erkrankten tragen eine Veranlagung in ihren Erbinformationen. Vor allem Krebserkrankungen der Brust, des Darms sowie der Prostata schein erblich zu sein, was bedeutet, dass Personen deren familiäres Umfeld eben genannte Krebsarten aufweist, ein erhöhtes Risiko besitzen ebenfalls zu erkranken. Ist die gleich Tumorart bereits zwei Mal aufgetreten, so gehen Mediziner von einer erhöhten Wahrscheinlichkeit aus die Krankheit zu erleiden. In solchen Fällen kann ein Gen-Test gegen Krebs durchaus sinnvoll sein.

Burstkrebsgefahr vererblich

Auch bei dem, von den Frauen so gefürchteten, Brustkrebs spielt die genetische Veranlagung eine entscheidende Rolle. Studie zeigen, dass etwa acht Prozent der Fälle erblich bedingt sind. Etwa die Hälfte der betroffenen Frauen zeigen eine Veränderung im mutierten Gen BRCA 1 und BRCA 2. Dies ist wiederrum ein Hinweis auf ein erhöhtes Eierstockkrebs-Risiko. Wie neue Studien zeigen, sind vermutlich auch weitere veränderte Gene für die größere Erkrankungswahrscheinlichkeit in „Brustkrebs-Familien“ verantwortlich.

Laut der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO) besteht ein erhöhtes Risiko, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt werden:

  • Mindestens drei Frauen der Familie (z.B. Mutter, Schwester, Tochter oder Sie selbst) haben Brustkrebs.

  • Mindestens zwei Frauen sind an Brustkrebs erkrankt, davon eine vor dem 51. Lebensjahr.

  • Mindestens zwei Frauen sind an Eierstockkrebs erkrankt.

  • Mindestens eine Frau hat Brust- und Eierstockkrebs.

  • Mindestens eine Frau hat Brustkrebs und eine Frau hat Eierstockkrebs.

  • Mindestens eine Frau ist an beidseitigem Brustkrebs erkrankt, und zwar vor dem 51. Lebensjahr.

Bei bestimmten Patienten, hauptsächlich Personen die durch eine erbliche Erkrankung gefährdet sind, eignet sich ein Gen-Test gegen Krebs. Ob dies sinnvoll ist muss von einem Facharzt geklärt werden. Gleichzeit muss auch über die Folgen und möglichen Konsequenzen eines solchen Tests aufmerksam gemacht werden. Auch wenn ein Test positiv ausfällt, lässt sich nicht vorhersagen wann eine mögliche Erkrankung eintreten wird. Dennoch ist ein Gen-Test in vielen Fällen sinnvoll, da eine Krebserkrankung, wenn sie rechtzeitig erkannt wird, nicht immer mit einem Todesurteil gleichzusetzen ist.

Wer fürchtet eine genetische Veranlagung zu besitzen, sollte zunächst ein ausführliches Gespräch mit seinem Hausarzt oder einer klinischen Einrichtung suchen.

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