Sodbrennen

Besonders in der kalten Jahreszeit, speziell zu Weihnachten hat ein lästiges Leiden wieder Saison – die Rede ist von Sodbrennen. Vor allem die fettreiche Ernährung gepaart mit Alkohol und Kaffee sind die Hauptauslöser dieses Leidens. Der folgende Artikel zeigt Ihnen wie genau Sodbrennen entsteht, wie Sie es verhindern können und was man tun kann, wenn es schon zu spät ist.

Wie entstehen die Beschwerden?

Generell unterscheidet man zwischen zwei Kategorien bei der Entstehung von Sodbrennen: Zum einen ist der Lebensstil entscheidend, zum anderen können auch krankheitsbedingte Ursachen vorliegen. Dennoch wollen wir im Folgenden hauptsächlich auf Ursachen eingehen, die mit einem suboptimalen Lebensstil zusammenhängen.

Übersicht der Ursachen:

Lebensstil

  • Übermäßig fette, süße & saure Speisen

  • Alkohol & koffeinhaltige Getränke

  • Rauchen

  • Nervosität & Stress (seelische Belastungen allgemein)

  • Beengende Kleidung

  • Übergewicht

Krankhafte Ursachen oder Folgeerkrankungen

  • Speiseröhrenentzündung

  • Zwerchfelldurchbruch

  • Verkrampfung des Schließmuskels der Speiseröhre

  • Speiseröhrendivertikel

  • Magengeschwür

  • Barrett-Ösophagus

  • Speiseröhrenkrebs

  • Reizmagen

  • Magenschleimhautentzündung

  • Magenkrebs

  • Bestimmte Medikamente

Wie entsteht das Sodbrennen?

Allgemein versteht man unter Sodbrennen einen Schmerz, welcher von der Magengrube aufsteigt und meist bis in den Hals- bzw. Rachenbereich reicht. Bei vielen Betroffen kommt es zu saurem Aufstoßen, was sich ebenfalls als brennender Schmerz auswirkt. Verursacht wird dies durch den Ösophagus-Sphinkter, einem Muskel der die Speiseröhre vom Zwerchfell und Magen trennt. Ist dieser Muskel allerdings geschwächt oder funktioniert er nicht richtig, kann der Magensaft nach oben wandern. Da die Speiseröhre über keinen Schutz vor dem säurehaltigen Mageninhalt verfügt, kommt es infolgedessen zu dem unangenehmen Brennen.

Hilfe bei Sodbrennen

Liegen die Ursachen im Bereich des Lebensstils, so können sie aufatmen – es gibt Hilfe bei Sodbrennen. Dabei müssen es nicht immer gleich Medikamente sein. Gewisse Veränderungen der Ernährung und Lebensgewohnheiten können bereits ausreichend sein um das lästige Leiden zu besiegen.

Folgende Tipps sollten Sie beachten:

  • Versuchen Sie weniger fettreiche Gerichte zu sich zu nehmen, da diese häufig Sodbrennen verursachen. Grund dafür ist die langsame Verdauung von Fetten, welche eine rasche Entleerung des Magens verhindert. Der lange Aufenthalt der Speisen, fördert wiederum den Rückfluss in die Speiseröhre.

  • Reduzieren Sie Ihren Alkohol, Kaffee und Süßigkeitenkonsum um die Magensäurebildung nicht unnötig anzukurbeln. Die genannten Lebensmittel tragen desweiteren zu Erschlaffung des Speiseröhrenschließmuskels bei.

  • Essen Sie nicht zu viel bzw. tragen sie keine enge Kleidung, sonst steigt der Druck auf den Magen. Dadurch steigt auch der Druck auf den Schließmuskel, welcher früher oder später nachgibt.

  • Auch psychische Belastung und Stress können Sodbrennen verursachen. Versuchen Sie deshalb in Zeiten hoher Belastung, gezielt Entspannungspausen zu setzen.

  • Schränken Sie den Nikotinkonsum ein. Rauchen führt zu einer negativen Beeinflussung der Muskelspannung.

  • Verzichten Sie auf säure- sowie kohlensäurehaltige Getränke. Bei vielen Menschen führt der Konsum häufig zu Sodbrennen.

  • Übergewichtige Personen sollten mit Hilfe einer ausgewogenen Ernährung Gewicht verlieren. So schränkt man den Fettkonsum ein und verringert gleichzeitig den Druck auf die Magenregion.

Vor allem sollte man vermeiden, dass mehrere der oben genannten Punkte simultan auftreten. Ist dies der Fall, lässt sich das Sodbrennen kaum noch verhindern.

Hilfe bei Sodbrennen gibt es auch dann noch, wenn die ersten Symptome bereits spürbar sind.

  • Heilerde: Bereits seit der Antike wird Heilerde gegen Übersäuerung eingesetzt. Durch seine spezielle Zusammensetzung aus Mineralien und Spurenelementen sorgt die feingemahlene Heilerde für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt.

  • Kartoffelsaft: Heutzutage ist der Saft aus Kartoffeln fast in Vergessenheit geraten. Egal ob selbstgepresst oder aus dem Reformhaus – der Kartoffelsaft bindet überschüssige Magensäure zuverlässig.

  • Leinsamenschleim: Durch seine Beschaffenheit wirkt der Schleim aus Leinsamen gut gegen Sodbrennen und bildet gleichzeitig eine Schutzschicht auf der Magenwand.
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