Rheuma Sonnenlicht

Laut Wissenschaftlern der Harvard Medical School könnte das Risiko an einer rheumatoiden Arthritis zu erkranken, durch Sonnenlicht erheblich verringert werden. Zu diesem Ergebnis kamen die Forscher nach der Auswertung einer Studie mit mehr als 200.000 Frauen. Es wird angenommen, dass das im Sonnenlicht vom Körper gebildete Vitamin D dazu beiträgt den Körper vor Krankheiten zu schützen.

Personen aus sonnigen Gegenden seltener von Rheuma betroffen

Jedoch waren Experten wie Chris Deigthon von der „British Society for Rheumatology“ sich trotz der positiven Effekte von Vitamin D, nicht übermäßig lange im direkten Sonnenlicht aufzuhalten. Besonders in der warmen Jahreszeit besteht die Gefahr durch zu lange Sonneneinstrahlung dem Körper mehr zu schaden als ihm zu helfen. Besonders bei Frauen ist das Risiko sehr hoch an rheumatoider Arthritis zu erkranken, welche zu einem äußerst schmerzhaften Befall der Gelenke, insbesondere der Hand-, Knie-, Schulter, Fuß-, und Hüftgelenke führt. Die Ursachen sind trotz des häufigen Vorkommens der rheumatoiden Krankheit noch weitestgehend unbekannt.

Um mehr über Arthritis bzw. Rheuma zu erfahren, wurden ab dem Jahre 1976 mehr als 200.000 Frauen von Wissenschaftlern betreut und deren Krankengeschichte dokumentiert und analysiert. Ein wichtiger Teil der Studie war der Versuch, den Gesundheitszustand mit den geschätzten UV-B Strahlungswerten der jeweiligen Wohnorte der Frauen in Verbindung zu bringen. Dabei konnte festgestellt werden, dass Studienteilnehmerinnen, die an Orten mit viel Sonnenlicht und einer starken Mittags der USA leben, durchschnittlich 21 Prozent seltener an rheumatoider Arthritis oder rheumatoider Arthrose erkranken, als Frauen die weniger Kontakt mit UV-B Strahlung aus Sonnenlicht haben. Desweiteren wurde beobachtet, dass die Wahrscheinlichkeit nicht zu erkranken im Laufe der Jahre durch die Weiterentwicklung von Sonnenschutzmitteln stetig sinkt.

Zusammenhang zwischen Erkrankungsrisiko und Sonnenlicht

Aufgrund der eindeutigen Studienergebnisse vermuten die Forscher, dass eine erhöhte Menge an Vitamin D im menschlichen Körper, welches durch UV-B Strahlung verstärkt gebildet wird, vor rheumatoider Arthritis schützen oder zumindest das Erkrankungsrisiko deutlich senken kann. Auch andere Krankheiten des Immunsystems wie beispielsweise Multiple Sklerose wurden bereits mit einem Mangel an Vitamin D in Verbindung gebracht.

Laut Alan Silman von „Arthritis Research UK“ ist heutzutage bekannt, dass bei vielen Arthritis Patienten ein Vitamin D Mangel vorliegt, was nach Meinung der Wissenschaftler große Auswirkungen auf die für das Entstehen der Krankheit entscheidenden Immunzellen haben kann. Deshalb hat die Erforschung der verantwortlichen Mechanismen in den menschlichen Zellen momentan oberste Priorität. Neue Studien sollen klären, ob die Verabreichung von Vitamin D Veränderungen der aggressiven Immunreaktion bei Rheuma bewirken kann. Weitere Ergebnisse der Untersuchungen wurden in den „Annals of the Rheumatic Diseases“ veröffentlicht.

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