Langeweile

Neuste Studien haben herausgefunden, dass Gewichtsverlust maßgeblich von „Langeweile auf dem Teller“, also einseitiger Ernährung bestimmt wird – allerdings kann dies in zu hohem Maße auch zu Depressionen führen.

Einseitige Ernährung vermeiden

Ernährungswissenschaftler der University of Buffalo konnten belegen, dass der menschliche Körper durch tägliche, kaum verschiedene Mahlzeiten weniger Kalorien und Nährstoffe aufnehmen kann, was wiederum auf lange Zeit gesehen zum abnehmen von Gewicht führt. Außerdem senkt sich der Appetit auf bestimmte Mahlzeiten, die regelmäßig verzehrt werden, weshalb sie auch seltener unter Heißhungerattacken verschlungen werden. Allerdings warnen Forscher vor dem vermeintlichen Vorteil der Gewichtsabnahme durch einseitige Mahlzeiten, da durch den Mangel an wichtigen Nährstoffen schnell negative Folgen überwiegen. Desweiteren warnen Psychologen der Harvard University vor dem hohen Depressionsrisiko, welches durch einseitige Ernährung verstärkt wird.

Abnehmen im „negativen Kreislauf“

Laut dem klinischen Psychologen Thomas Schaller ist Langeweile ein Zustand des Nicht-Ausgefüllt-Seins, welcher durch fehlende Anregung zu reizvoller Beschäftigung ausgelöst wird. Somit ist es also auch ein unbefriedigender Zustand, der nachgewiesenermaßen Selbstunzufriedenheit nach sich zieht. Genau diese fehlende Zufriedenheit wird von den Forschern als Hauptgrund für mögliche Depressionen angesehen. Weitere Ursachen für die Gemütsverstimmung können auch Überforderung (Burnout) als auch Unterforderung (Boreout) sein.

Psychologen warnen deshalb vor einem negativen Kreislauf, welcher die betroffene Person immer weiter in ein tiefes Loch aus Frust und Langeweile stürzen kann. Depressionen führen häufig dazu weniger zu unternehmen und sich vom öffentlichen Leben regelrecht abzuschotten. Während dieser Einsamkeit haben Depressive zu viel Zeit über ihre Situation nachzudenken, was wiederum zu einer Verschlechterung ihres Zustands führen kann, wenn sie ihre Situation erkennen. Die vorhandene Lust- und Antriebslosigkeit lässt alltägliche Aufgaben als anstrengend, sinnlos und schwierig erscheinen.

Experten raten depressiven Personen deshalb dazu das Gegenteil zu tun, was ihnen als richtig erscheint. Allerdings sollte man trotzdem auf bewusste Ruhephasen achten, da diese für die Regeneration und den Energiehausahlt maßgeblich sind. Thomas Schaller erklärt, dass Langeweile zu einer negativen Selbstbewertung führt, was Depressionen deutlich begünstigt. Laut dem Fachmann sind vor allem Personen betroffen, denen Aufgaben, Ziele und Träume im Leben fehlen, da sie sich durch diese nicht vorhandenen Bestrebungen als nutzlos ansehen.

Abwechslungsreiche Ernährung nimmt großen Stellenwert ein

Die Wissenschaftler empfehlen deshalb, abwechslungsreiche Mahlzeiten zu sich zu nehmen, die optimaler Weise selbst oder zusammen mit anderen Personen zubereitet werden. Anderenfalls kann einseitige Ernährung den Appetit verringern, wodurch man letztendlich auch weniger isst und dem Körper somit auch wichtige Nährstoffe vorenthält. Laut dem Psychologen müssen sich betroffene Personen häufig zum Essen zwingen was abermals zu einem zusätzlichen Energieverbrauch führt und somit den Gewichtsverlust weiter verstärkt.

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