Vitalstoffe und ihre WirkungAuch in der heutigen Zeit sind viele Schulmediziner noch davon überzeugt, dass die zusätzliche Aufnahme von Vitalstoffen nicht notwendig ist. Generell ist Deutschland zwar kein „Mangelland“ im Sinne einer Unterversorgung mit den lebensnotwendigen Vitalstoffen. Fakt ist aber auch, dass zahlreiche Faktoren unseres täglichen Lebens zu einem erhöhten Verbrauch an Vitalstoffen führen.

Vitalstoffe für Jedermann

Als erstes wäre da unser wertvollstes Gut zu nennen: Kinder. So konnte unteranderem die sogenannte NEMO-Studie nachweisen, dass ein Mangel an Vitalstoffen (Eisen, Iod, Zink, Folsäure, Vitamin B12) zu einer messbaren Verschlechterung der kognitiven Leistung führen kann. Dazu wurden knapp 400 australische Schulkinder untersucht, von denen ein Teil ausreichend mit den oben genannten Vitalstoffen versorgt wurde. Die andere Hälfte diente als Placebogruppe um mögliche Verbesserungen zu erkennen. Dabei stellte sich heraus, dass die behandelten Kinder deutliche Fortschritte in den Bereichen verbales Lernen sowie Merkfähigkeit aufwiesen.

Aber nicht nur Heranwachsende profitieren von Vitalstoffen, eine andere Risikogruppe sind Raucher. Zwar sind die Zahlen rückläufig, dennoch rauchen in Deutschland noch etwa 20 Millionen Menschen regelmäßig; dies entspricht etwa einem Viertel der Bevölkerung. Mit jedem Zug atmet man so Unmengen von freien Radikalen ein, welche auf lange Sicht krebsfördernd sind. Um diesen großen Mengen an freien Radikalen entgegenzuwirken, kommt es auf eine ausreichende Versorgung mit Vitalstoffen, vor allem Antioxidantien, an. Zu den wichtigsten Antioxidantien zählen die Vitamine C und E, da sie als „Radikalfänger“ dienen.

Eine weitere Gruppe mit erhöhtem Vitalstoffbedarf sind Schwangere bzw. Stillende. Während dieser Zeit steigt der Bedarf zahlreicher Vitalstoffe deutlich an. Beispielsweise wird während einer Schwangerschaft etwa doppelt so viel Eisen benötigt wie normal. Andere Stoffe mit gesteigertem Bedarf: Zink, Magnesium, Jod, Folsäure, Vitamin B6, Vitamin B12, Vitamin A und Vitamin C.

Als letztes soll noch auf Senioren eingegangen werden, denn auch sie haben besondere Ansprüche, wenn es um Vitalstoffe geht. So steigt beispielsweise der Bedarf an Vitamin D deutlich an. Ein Mangel kann negative Auswirkungen auf den Knochenstoffwechsel sowie die Skelletmuskulatur haben, wodurch eine erhöhte Gefahr für Stürze und Knochenbrüche besteht. Ebenso ist bei Senioren oftmals ein Mangel an Vitamin B12 festzustellen, bedingt durch die Veränderung der Magenschleimhaut. Ein Vitalstoffmangel kann unter anderem Vergesslichkeit sowie Depressionen hervorrufen.

Man könnte an dieser Stelle zahlreiche andere Personengruppen aufzählen, die einen erhöhten Vitalstoffbedarf haben, aber die Kernaussage sollte klar sein. Eine ausreichende Versorgung mit Vitalstoffen ist in allen Lebenslagen wichtig.

Vitalstoffe

Verwendung von Vitalstoffen

Generell lassen sich viele verschiedene Einsatzgebiete unterscheiden, bei denen Vitalstoffe verwendet werden können. Besonders wichtig ist dabei die Prävention der sogenannten ernährungsbedingten Krankheiten wie beispielsweise Diabetes, Krebs oder auch Demenz. Vor allem in den Industrieländern ist die Zahl der Betroffenen in den letzten Jahrzehnten explosionsartig gestiegen. Gründe dafür sind unter anderem zu wenig Bewegung in Verbindung mit einseitiger, oft ungesunder Ernährung, was wiederrum zu einem Mangel an Vitalstoffen führen kann.

Am Beispiel Diabetes Typ 2 soll Ihnen gezeigt werden, wie wichtig eine ausreichende Versorgung mit Vitalstoffen ist. Schätzungen gehen davon aus, dass bereits circa acht Millionen Menschen an der Zuckerkrankheit leiden. Bei einer effektiven Diabetes-Prävention steht vor allem die Verbesserung der antioxidativen Kapazität im Vordergrund. Daher haben sich beispielsweise Vitamin E und C als besonders geeignet erwiesen. Weitere wichtige Vitalstoffe sind Chrom, Zink, Selen sowie Vitamin B2 und das Coenzym Q10. Ebenso ist eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D entscheidend, da das Vitamin für die Produktion und Ausschüttung von Insulin verantwortlich ist. Gepaart mit ausgewogener Ernährung, sprich weniger Kohlenhydrate dafür mehr Obst und Gemüse, sinkt die Wahrscheinlichkeit an Diabetes Typ 2 zu erkranken deutlich.

Des Weiteren eignen sich Vitalstoffe als Unterstützung herkömmlicher Therapien, da sie Medikamente leichter verträglich machen. So haben Untersuchungen gezeigt, dass die zusätzliche Einnahme von Vitamin B12 eine Senkung der benötigten Schmerzmittelmenge zur Folge hat. Nicht zu vernachlässigen ist auch die Verringerung von Nebenwirkungen. Dazu zählen unter anderem Medikamente wie Antibiotika, Cholesterinsenker oder auch kortisonhaltige Mittel.

Wie Sie sehen helfen Vitalstoffe nicht nur dabei gesund zu bleiben sondern können auch die Risiken und Nebenwirkungen von herkömmlichen Behandlungsmethoden abschwächen. Um dies zu erreichen sollte ein Vitalstoffkonzentrat gewisse Voraussetzungen erfüllen:

  • alle wichtigen Vitamine Mineralstoffe sowie Spurenelemente in ausreichender Dosierung
  • hergestellt aus natürlichen Lebensmitteln – keine Synthetik
  • flüssige Form
  • natürlich Öle – Omega-3-Fettsäuren
  • milchsauer vergorene Säfte

Grundsätzlich lassen sich die Vitalstoffe in folgende Gruppen aufteilen:

1.Vitamine

  • Vitamin A: Verantwortlich für die Zellneubildung sowie die Sehkraft
  • Vitamin B1: Dient hauptsächlich der Bekämpfung von psychischen Problemen
  • Vitamin B2 (auch Riboflavin genannt): Spielt eine wichtige Rolle bei der körpereigenen Energiesynthese
  • Vitamin B3 (bzw. Nicotinsäure): Hilft bei der Verstoffwechselung von Eiweiß, Kohlenhydraten und Fetten
  • Vitamin B5 (bzw. Pantothensäure): Wichtig für die Herstellung des Coenzyms A
  • Vitamin B6: Stärkt hauptsächlich das Nervensystem
  • Vitamin B12: Dient dem Erhalt des Nerven- und des Herz-Kreislauf-Systems
  • Folsäure: Trägt zum Wachstum des mütterlichen Gewebes bei
  • Biotin (auch Vitamin B7 genannt): Am Stoffwechsel als auch der Regulierung der Genfunktion beteiligt
  • Vitamin C: Dient hauptsächlich als Radikalfänger und Antioxidans
  • Vitamin D: Regelt den Calciumhaushalt und sorgt damit auch für stabile Knochen
  • Vitamin E: Schützt mehrfach ungesättigte Fettsäuren vor der Zerstörung durch Oxidation
  • Vitamin K: Trägt bei einigen Proteinen zur Synthese bei

2.Vitaminoide

  • Beta Carotin: Beugt Herz- und Krebserkrankungen vor
  • Omega-3-Fettsäuren: Verbessert Blutfettwerte; stärkt die Augengesundheit; Schützt vor koronaren Herzerkrankungen
  • L-Carnitin: Essentielle Beteiligung am Energiestoffwechsel bei Tieren und Pflanzen
  • Coenzym Q10: Hält nicht nur die Haut sondern auch das Herz-Kreislauf-System fit

3.Mineralien und Spurenelemente

  • Magnesium: Dient hunderten Proteinen als Co-Faktor
  • Kalzium: Schützt vor Osteoporose und lindert Allergien
  • Chrom: Entscheidende Beteiligung am Kohlenhydrat-Stoffwechsel
  • Eisen: Vorkommen im roten Blutfarbstoff sowie in Muskeleiweiß und Enzymen
  • Kupfer: Dient der Regulierung des Wärmehaushalts im Körper
  • Selen: Ähnliche Funktion wie Vitamin E; Bindung freier Radikale
  • Zink: Wichtig für Kinder und Jugendliche in der der Wachstumsphase

4.Sekundäre Pflanzenstoffe

  • Carotinoide: Tragen zum Schutz der Netzhaut bei
  • Glucosinolate: Wirken stark antibakteriell
  • Monoterpene: Dienen dem Körper als Lösemittel
  • Phytoöstrogene: Schutz vor Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen
  • Polyphenole: Hemmen bei einigen Krebsarten das Wachstum der schädlichen Zellen
  • Proteaseinhibitoren: Können den Abbau von Proteinen verhindern
  • Saponine: Besitzen immunstärkende, harntreibende sowie entzündungshemmende Wirkung
  • Sulfide: Schützen vor Zellschäden, Entzündungen und Verdauungsstörungen

Tägliche Vitalstoffempfehlung

list end

Dieser Vitalstoffratgeber entspricht den Empfehlungen der orthomolekularen Medizin

Teilen: