7 Anzeichen eines Vitamin D Mangels

Der Herbst hat bereits begonnen und auch der Winter steht schon vor der Tür. Das heißt die tägliche Sonneneinstrahlung nimmt ab. Obwohl Vitamin D-Mangel hierzulande relativ häufig ist, wird die Gefahr dennoch weitestgehend unterschätzt. Viele Menschen denken, dass es ausreichend ist, von Zeit zu Zeit Vitamin D-reiche Lebensmittel wie zum Beispiel Milch zu konsumieren. Dem ist aber nicht so. In Wirklichkeit haben nur extrem wenige Lebensmittel (selbst angereicherte) eine therapeutisch ausreichende Menge an Vitamin D um einem Mangel entgegenzuwirken. Trotz seines Namens ist Vitamin D kein herkömmliches Vitamin, da es prinzipiell auch vom Körper selbst gebildet werden kann. Aber erst im Zusammenspiel mit ausreichend Sonnenlicht entsteht dieses körpereigene Steroidhormon.

Diese Anzeichen lassen auf einen Vitamin D-Mangel schließen

Der einzig sichere Weg um Festzustellen ob ein Vitamin D-Mangel vorliegt, ist ein Bluttest. Allerdings gibt es Anzeichen und Symptome, an denen Sie sich orientieren können.

1. Sie haben dunkle Haut

Je dunkler Ihre Haut ist, desto mehr Sonneneinstrahlung benötigen Sie um eine ausreichende Menge an Vitamin D zu bilden. Zum Vergleich: Ein Afro-Amerikaner braucht bis zu 10 Mal mehr Sonneneinstrahlung um die gleiche Menge an Vitamin D zu bilden wie eine hellhäutige Person. Die Hautpigmente dienen dabei als natürlicher Sonnenschutz – sprich je pigmentierter man ist, desto länger muss man sich in der Sonne aufhalten.

2. Sie fühlen sich deprimiert

Verantwortlich dafür ist das sogenannte Serotonin, welches unsere Stimmung reguliert. Je länger wir Sonnenlicht ausgesetzt sind, desto mehr Serotonin wird gebildet, dementsprechend besser fühlen wir uns. Im Umkehrschluss kann zu wenig Sonnenlicht zu depressiven Verstimmungen führen. Studien haben gezeigt, dass ein niedriger Vitamin D-Spiegel das Depressionsrisiko verzehnfachen kann.

3. Sie sind älter als 45 Jahre

Mit steigendem Alter reagieren die Hautzellen schlechter auf die Sonneneinstrahlung und bilden daher weniger Vitamin D. Außerdem verschlechtert sich die Nierenleistung, wodurch Vitamin D nicht mehr so effizient in eine für den Körper verwertbare Form umgewandelt werden kann. Des Weiteren verbringen viele ältere Personen nicht genügend Zeit im Freien, weshalb sie nicht genügend Sonnenlicht ausgesetzt sind.

4. Sie sind übergewichtig

Da Vitamin D fettlöslich ist, wirkt überflüssiges Fett am Körper wie ein Schwamm und „saugt“ das Vitamin D praktisch auf. Daher benötigen übergewichtige Menschen meist eine bessere Vitamin D-Zufuhr als schlanke Personen.

5. Ihre Knochen schmerzen

Laut dem Experten Dr. Holick suchen viele Patienten Ihren Arzt wegen Schmerzen, vor allem in Kombination mit Erschöpfung auf. Diese Symptome führen allerdings oft fälschlicherweise zur Diagnose Fibromyalgie. Dabei sind viele dieser Symptome klassische Anzeichen eines Vitamin D-Defizits. Dieses löst die sogenannte Osteomalazie aus, was einen Defekt in der Kalziumeinlagerung der Knochen zur Folge hat. Dadurch entstehen die zum Teil starken Schmerzen.

6. Sie haben einen verschwitzten Kopf

Eines der klassischen Symptome des Vitamin D-Mangels ist ein verschwitzter Kopf. Um diese Aussage zu bestätigen wurden zahlreiche Mütter über ihre Neugeborenen befragt, ob diese starkes Schwitzen am Kopf aufweisen. Übermäßiges Schwitzen bei Neugeborenen, ausgelöst von der neuromuskulären Reizbarkeit, wird bis heute als Symptom eines Vitamin D-Mangels angesehen.

7. Sie haben Magenprobleme

Da Vitamin D fettlöslich ist, können Magen-Darm-Probleme, welche die Fett Absorption beeinträchtigen, auch den Vitamin D-Haushalt negativ beeinflussen. Zu diesen Problemen zählen unter anderem Erkrankungen wie Morbus Crohn oder allgemeine Gluten-Unverträglichkeiten.

Wieviel Vitamin D benötigt man also um gesund zu bleiben?

Was die Vitamin D-Versorgung angeht, sollten Sie Ihren Bedarf nicht an einem normalen oder mittleren Wert ausrichten – versuchen Sie im optimalen Bereich zu liegen. Durch intensive Forschung in den letzten Jahrzehnten, wurden die Mindestmengen immer wieder angehoben. Heutzutage entsprechen die Empfehlungen zwischen 50-70 ng/ml. Um völlig ohne Supplemente auf dieses gesunde Niveau zu gelangen gibt es eigentlich nur einen wichtigen Tipp: Halten Sie sich genügend im Freien auf, damit Ihre Haut genug Sonneneinstrahlung erhält. Als Faustregel lässt sich Folgendes festhalten. Wenn Sie beispielsweise nach 30 Minuten in der Sonne einen Sonnenbrand bekommen würden, sind 15 Minuten optimal um Ihren Vitamin D-Bedarf zu decken.

Allerdings spielen noch einige weitere Faktoren eine Rolle:
  • Alter
  • Sonnencreme und deren Stärke
  • Ozonschicht
  • Jahreszeit
  • Gewicht
  • Tageszeit
  • Hautfarbe
Da die Sonnenstunden und auch die Intensität der Strahlung im Herbst und Winter abnehmen, ist es ratsam, den Vitamin D-Bedarf mit Hilfe von geeigneten Lebensmitteln zu decken. Besonders viel Vitamin ist enthalten in:
  • Lebertran
  • Hering
  • Aal
  • Lachs
  • Sardine
  • Thunfisch
  • Rinderleber
  • Eigelb
Wer einem Mangel selbst mit der richtigen Ernährung nicht entgegenwirken kann, dem wird die Einnahme einer natürlichen Nahrungsergänzung mit ausreichendem Vitamin D-Gehalt empfohlen. Dabei eignet sich vor allem ein flüssiges, natürliches Vitalstoffkonzentrat, da der Körper die Vitamine, Mineralstoffe und Co. so am besten aufnehmen kann.
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