Vitamin-D

Der Winter in Deutschland zeigte sich dieses Mal von seiner unschönsten Seite. Er gilt als der dunkelste und kälteste Winter seit Beginn der wissenschaftlichen Wetteraufzeichnungen. Die Folgen des Licht- und Sonnenmangels bekommen die Menschen langsam zu spüren. Immer mehr Ärzte berichten von steigenden Patienten-Zahlen, welche an unbestimmten Knochen- oder Muskelschmerzen leiden. Diese sind jedoch nicht auf klassische entzündliche Gelenkerkrankungen oder Rheuma zurückzuführen, sondern sind die Folgen eines chronischen, schweren Vitamin-D-Mangels. Dieser wiederum ist das Resultat des kalten Winters, der wenigen Sonnenstunden und der Unterversorgung mit Vitamin D.

Schon wenig Sonne auf der Haut würde gegen Vitamin-D-Mangel wirken

Der Hauptanteil des von unserem Körper verarbeiteten Vitamin D wird nicht, wie üblich, über Nahrungsmittel aufgenommen, sondern muss von unserer Haut produziert und dem Organismus biochemisch zur Verfügung gestellt werden. Damit dieser Prozess beginnt, benötigt die Haut UVB-Strahlung, welche von der Sonne abgestrahlt wird. Die einfachste und effektivste Methode seinen Vitamin-D-Bedarf zu decken und einem Vitamin D Mangel aus dem Weg zu gehen sind also Sonnenbäder. Im Winter oftmals schwierig, aber dennoch nötig. Experten raten dazu sich bewusst zwei bis dreimal die Woche für mindestens 15 Minuten der direkten Sonne auszusetzen und Gesicht sowie Arme und Beine bestrahlen zu lassen, um Vitamin D aufzubauen. Wobei die Aufnahme von Vitamin D auch noch von anderen Faktoren wie dem Alter und dem Hauttyp abhängig sind.

Vitamin D Speicher durch Sonne und Ernährung füllen

Wie bereits erwähnt ist eine Aufnahme von Vitamin D über die Nahrung gar nicht so einfach, wie man sich das vorstellt. Dennoch sollten die, durch dunkle Winter geleerten Vitamin-D Speicher, auch mit bewusster Ernährung und Vitamin D reicher Kost gefüllt werden. Zu Lebensmitteln mit dem höchsten Vitamin-D Anteil gelten vor allem Fische, wie Makrele und Lachs sowie Pilze, wie Champignons und Pfifferlinge. Ist es für den Einzelnen nicht möglich seinen Vitamin-D Bedarf über das Sonnenlicht zu decken, sollte er alternativ versuchen, möglichst viele dieser Vitamin D reichen Nahrungsmitteln zu sich zu nehmen. Eine andere Möglichkeit sind Nahrungsergänzungsmittel, wobei hier darauf geachtet werden sollte, keine einzelnen, synthetischen Vitamine zu sich zu nehmen, sondern ein Mikronährstoffkonzentrat aus möglichst vielen, natürlichen Vitaminen. Denn das Zusammenspiel diverser Vitamine erhöht die Aufnahme- und Verwertungsfähigkeit des Körpers für die Mikronährstoffe und damit auch für Vitamin D maßgeblich.

Bei einem sehr gravierend und schweren Mangelzustand, können Ärzte auch mit hochdosierten Spritzen nachhelfen, um die Vitamin-D-Speicher zumindest für kurze Zeit wieder aufzufüllen. Langfristig ist dies jedoch keine Lösung. Als Faustregel gilt: Treten nach dem sonnenlosen Winter Muskelschmerzen, Knochenschmerzen, undefinierbare Kopfschmerzen oder Depressionen auf, ist es keine schlechte Idee sich einmal von einem Arzt durchchecken zu lassen und in diesem Zug auch einen Blick auf seinen Vitaminwerte zu werfen.

Symptome von Vitamin D Mangel sind vielfältig und ungemütlich

Ein Vitamin-D-Mangel sollte auf keinen Fall auf die leichte Schulter genommen werden. Von einem Mangel spricht man, wenn weniger als 25 Nanomol pro Liter Vitamin D im Blut vorkommt. Schwerwiegende Symptome und von einem massiven Mangel spricht man, wenn der Vitamin D Wert im Blut die Marke von 10 Nanomol pro Liter unterschreitet. Ist dieser Punkt erreicht, machen sich die Symptome am ganzen Körper bemerkbar. Sie reichen von chronischer Müdigkeit, kognitiven Problemen, psychischen Tiefpunkten und Depressionen über Muskelschwäche und Krämpfe, Schlafstörungen, Infekt Anfälligkeit bis hin zu Überfunktionen der Schilddrüse und schweren Knochenerweichen, die sogar zu Osteoporose führen können.

Oft irren Patienten von Arzt zu Arzt und von Experten zu Experten bis nach langwierigen Untersuchungen ein Vitamin-D Mangel als Grund für ihre Symptome erkannt wird. Dabei beweist eine Studie mit 2500 Teilnehmern, dass 35% aller deutschen Patienten unter einem Vitamin-D-Mangel leiden. Gehen Sie also kein Gesundheitsrisiko ein und gönnen Sie sich etwas Sonne!

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