Vitamin D

Es ist wieder soweit – die dunkle und kalte Jahreszeit hält wieder Einzug. Durch die seltenere Sonneneinstrahlung sowie den Aufenthalt in geschlossenen Räumen kommt es bei vielen Menschen zu einem akuten Mangel an Vitamin D. In diesem Artikel wollen wir einen genaueren Blick auf den Nährstoff werfen: Wieso braucht ihn unser Körper? Was passiert bei einem Mangel? Wie kann ich ausreichend davon aufnehmen?

Verwendung im Körper

Das fettlösliche Vitamin D ist ein sehr vielseitiger Stoff, der für zahlreiche Aufgaben im menschlichen Organismus verantwortlich ist. Zum einen ist Vitamin D wichtig für die Stabilität der Knochen und das Zusammenwirken von Muskeln und Nerven – oder anderes ausgedrückt die Stabilität des Körper, was vor allem für Senioren eine entscheidende Rolle spielt.

Nur durch eine ausreichende Vitamin D Versorgung kann man Stürzen und Knochenbrüchen effektiv vorbeugen. Zum anderen haben einige Studien gezeigt, dass Vitamin D möglicherweise vor Herzerkrankungen schützt. Auch das Krebs- und Diabetesrisiko könnten positiv beeinflusst werden, was aber unter Medizinern momentan noch umstritten ist.

Wie kommt der Körper an das Vitamin?

Innerhalb der Vitamine nimmt Vitamin D eine besondere Stellung ein, da die Haut zwischen 75 und 90 Prozent des Bedarfs selbst produziert. Ähnlich wie die Photosynthese bei Pflanzen wird auch dieser Vorgang beim Menschen vom Sonnenlicht in Gang gesetzt. Um seinen täglichen Bedarf zu decken, ist es bereits ausreichend, wenn Gesicht und Arme von den Sonnenstrahlen getroffen werden.

Man sollte allerdings beachten das „mehr nicht immer mehr“ ist, denn ein ausgedehntes Sonnenbad wirkt nicht effektiver als wenn nur Arme und Gesicht bestrahlt werden. Auch vor zu intensiver Einstrahlung sollte man sich natürlich schützen, denn Sonnenbrände steigern das Hautkrebsrisiko enorm. Der restliche Bedarf wird dann durch die Ernährung gedeckt. Als wichtigste Vitamin D-Quellen gelten vor allem fettreiche Fischarten wie Aal, Lachs oder Hering. In Gemüse und Früchten hingegen ist Vitamin D nur in sehr geringen Mengen vorhanden.

Deckung des Tagesbedarfs

Allgemeingültige Aussagen über den täglichen Bedarf und dessen Deckung sind nur schwer zu treffen, da unzählige Faktoren beteiligt sind. Wie viel Vitamin D die Haut herstellen kann hängt unter anderem vom Wohnort, dem Sonnenstand, dem Alter und den Lebensgewohnheiten ab. Zu guter Letzt spielt natürlich auch der Hauttyp eine Rolle, da beispielsweise hellhäutige Menschen intensive Sonneneinstrahlung wesentlich schlechter vertragen. Risikogruppen sind vor allem ältere Menschen aus sonnenarmen Regionen sowie Personen mit bestimmten Vorerkrankungen.

Diese Gruppen sollten besonderes auf eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D achten. Wer diese Versorgung durch Sonnenlicht und Nahrung nicht gewährleisten kann, sollte auch eine Supplementierung mit Nahrungsergänzungen in Betracht ziehen. Allerdings sollte Sie solche Maßnahmen immer mit Ihrem Hausarzt absprechen, da er Ihnen am besten Auskunft über die Dosierung geben kann.

Eine der häufigsten Folgen bei akutem Vitamin D-Mangel ist die sogenannte Osteomalazie (=Knochenerweichung). Weitere Symptome sind Muskelschwäche, Knochenschmerzen sowie ein gesteigertes Osteoporoserisiko. Bei Kindern, die nicht ausreichend versorgt sind, ist unter anderem eine Rachitis zu erwarten, was zu Verformungen der Knochen und auch des Schädels führt. Um einem Mangel vorzubeugen sollten Personen ab dem 60. Lebensjahr sowie Menschen, die einen Großteil ihres Tages innerhalb geschlossener Räumen verbringen auf eine ausreichende Versorgung achten.

Kann es auch zu einer Überdosierung kommen?

Diese Sorge ist relativ unbegründet, denn auch nach einem ausgiebigen Sonnenbad oder einer üppigen Fischmahlzeit ist von keiner Überdosierung auszugehen. Die einzige Gefahr einer Überdosierung besteht durch exzessiven Gebrauch künstlicher Vitamin D-Präparate. Folgen einer Vitamin D-Vergiftung sind unteranderem vermehrte Urinausscheidung sowie Übelkeit und Erbrechen. Im fortgeschrittenen Stadium kann es sogar zu einem Nierenversagen kommen.

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