Grauer Star (Katarakt) - Vorbeugung und Behandlung

Grauer Star (med. Katarakt) bezeichnet die Trübung der Augenlinse, zu erkennen an der grauen Färbung hinter der Pupille. Die Symptome werden meist erst relativ spät bemerkt, wodurch die Behandlung oftmals erst verzögert beginnen kann. In diesem Artikel wollen wir Ihnen zeigen, wie eine effektive Vorbeugung und Behandlung gegen den grauen Star aussehen sollte.

Ursachen und Symptome des grauen Stars

Grauer Star tritt meistens erst in fortgeschrittenem Alter auf. Ab einem Alter von 75 Jahren ist durchschnittlich jeder Zweite davon betroffen. Ist die Erkrankung erst einmal ausgebrochen, bleibt meist nur ein operativer Eingriff, um die Sehkraft wiederherzustellen. Ob und wann die Erkrankung ausbricht, hängt von unseren Lebensgewohnheiten, der Ernährung und der Zufuhr von Mikronährstoffen ab. Aber auch nach dem Ausbruch, spielen diese Faktoren eine wichtige Rolle im Behandlungs- und Heilungsprozess.

Folgende Ursachen des grauen Stars sollten sie kennen und meiden:

  • Oxidativer Stress (Entsteht durch Bildung zu vieler freier Radikale während der Stoffwechselvorgänge)
  • Längerfristige Belastung durch Schwermetalle wie z.B. Quecksilber oder Blei
  • Unzureichende Versorgung mit den Mikronährstoffen Vitamin B1, B2, Vitamin C sowie Zink, Selen und Mangan
  • Auch ein Mangel an Beta-Carotin kann die Krankheit begünstigen
  • Andere Erkrankungen wie Diabetes oder starkes Übergewicht
  • Übermäßiger Konsum von Alkohol und Nikotin
  • Unzureichender Schutz vor UV-Strahlung
  • Medikamente wie z.B. Cortison

Wie Sie sehen, können wir Einfluss auf viele dieser Ursachen nehmen, um so eine mögliche Erkrankung zu verhindern. Hauptsymptom des grauen Stars ist ein langsamer und schmerzfreier Verlust der Sehschärfe, der durch die graue Färbung der Augenlinsen gekennzeichnet ist. Dies führt zu einer zunehmenden Blendungsempfindlichkeit. Im weiteren Verlauf der Erkrankung kann es zu sogenanntem Schleihersehen sowie Doppelsehen kommen. Ebenso tritt häufig ein Kontrastverlust beim Sehen auf, der zu einer Einschränkung des räumlichen Sehens führt.

Natürlich vorbeugen und behandeln

Da die Erkrankung in den meisten Fällen nur durch einen operativen Eingriff behoben werden kann, empfiehlt es sich bereits in jungen Jahren entsprechend vorzubeugen. Besonders in Familien mit einer Vorbelastung ist die richtige Prävention entscheidend.

Dass täglicher Verzehr von frischem Obst und Gemüse entscheidend für die Vorbeugung verschiedenster Krankheiten ist, sollte weitläufig bekannt sein. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt deshalb 5 Portionen Obst und Gemüse pro Tag – dies entspricht etwa 400g Gemüse und 250g Obst. Nur so lässt sich der Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen und Co. zuverlässig decken. Lediglich 10 Prozent der Deutschen schaffen es, diese Empfehlungen einzuhalten. Der durchschnittliche Deutsche „schafft“ zwischen 1-3 Portionen – also zu wenig um den täglichen Mikronährstoffbedarf (Vitamine, Mineralen, Spurenelemente etc..) zu decken.

Der Zusammenhang zwischen Mikronährstoffen und der Entstehung von grauem Star, war in den letzten Jahren und Jahrzehnten immer wieder Gegenstand wissenschaftlicher Studien.

So hat sich gezeigt, dass eine langfristig (mindestens 10 Jahre) ausreichende Versorgung mit Vitamin C die Wahrscheinlichkeit der Krankheitsentstehung entgegenwirken kann. Man geht hierbei von einer Halbierung des Erkrankungsrisikos aus.

Ebenso empfehlenswert ist Vitamin E, besonders in Kombination mit Vitamin C, welches nachweislich die antioxidative Schutzwirkung unterstützt und somit einer der Ursachen (oxidativen Stress) des grauen Stars entgegenwirkt.

Neben den bereits genannten Mikronährstoffen haben Studien auch Vitamin B2 (Riboflavin) eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung zugesprochen. Idealerweise wird Vitamin B2 zusammen mit anderen B-Vitaminen eingenommen.

Die Mineralien Zink und Selen können dabei helfen die antioxidative Schutzwirkung aufrechtzuerhalten. Des Weiteren reduzieren sie die schädliche Wirkung von Schwermetallen, welche als Auslöser der Erkrankung gelten.

Auch der Einfluss von Carotinoiden ist hier erwähnenswert, da Studien darauf hindeuten, dass eine langfristige Einnahme zu einer Verringerung des Erkrankungsrisikos führt.

Daher empfiehlt sich die Einnahme eines natürlichen Mikronährstoffkomplexes, das möglichst viele dieser Mikronährstoffe bündelt. Ein von vielen Fachleuten empfohlenes Produkt ist LaVita , ein natürliches und flüssiges Mikronährstoffkonzentrat aus 70 verschiedenen Lebensmitteln (Obst, Gemüse, Kräuter, Öle etc.). Es liefert alle wichtigen Mikronährstoffe, die der Körper täglich benötigt (hier erhalten Sie weitere Infos dazu). Mittlerweile weiß man auch, dass flüssige Mikronährstoffmischungen besser vom Körper aufgenommen werden, als Pillen und Tabletten, da durch die flüssige Form die Nährstoffe bereits über die Schleimhäute resorbiert werden. Zahlreiche Studien haben zudem die Wirkung von LaVita belegt.

Was Sie selbst tun können – Unsere Empfehlungen

Neben der richtigen Ernährung und der daraus resultierenden Versorgung mit Vitaminen, Mineralien und Co. gibt es weitere Risikofaktoren des grauen Stars, die es zu vermeiden gilt. Dazu zählt beispielsweise der Schutz der Augen vor UV-Strahlung. Dies gilt besonders beim Winter- und Wassersport. Fachleute raten daher zu hochwertigen Sonnenbrillen, die schädliche Strahlung neutralisieren.

Ebenso empfiehlt es sich mit dem Rauchen aufzuhören oder am besten erst gar nicht damit anzufangen. Bei einem durchschnittlichen Raucher ist das Risiko, an grauem Star zu erkranken, fast doppelt so hoch, als bei einem Nichtraucher. Selbst Jahre nach dem Aufhören ist das Erkrankungsrisiko noch deutlich über dem Durchschnitt. Deshalb gilt hier: „Je früher desto besser!“

Quellen anzeigen

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