Vitamin-D-Mangel ist weit verbreitet!

Vitamin D gilt allgemein als „Sonnenvitamin“. Als „Knochen-Vitamin“ war Vitamin D lange Zeit unterschätzt. Dabei spielt es eine bedeutende Rolle für den Calcium- und Phosphatstoffwechsel und reguliert dadurch den Auf- und Abbau der Knochen. Doch zahlreiche aktuelle Erkenntnisse rücken die Bedeutung von Vitamin D in ein ganz neues Licht. Inzwischen wird Vitamin D von Wissenschaftlern immer öfter als das „Anti-Aging-Hormon“ bezeichnet.

Bedeutung von Vitamin D für den Menschen

Es konnte nachgewiesen werden, dass Menschen mit höheren Vitamin-D-Werten langsamer Altern […] und dass Vitamin D bei mit der Alterung zusammenhängenden Krankheiten (z.B. Krebs) einen schützenden Effekt hat“, kommentiert der leitende Wissenschaftler Brent Richards die Ergebnisse seiner Studie aus dem Jahr 20071,2.

Theoretisch könnten wir einen Großteil des benötigten Vitamin D selbst herstellen. Doch leider fehlen uns in der Realität meist die entscheidenden Voraussetzungen (näheres dazu siehe Kapitel3. Deshalb müssen wir in Deutschland sehr viel Vitamin D über die Nahrung und Nahrungsergänzungen aufnehmen.

Viele Menschen suchen nach alternativen Möglichkeiten, einem Vitamin-D-Mangel sowohl vorzubeugen, als auch zu behandeln. Häufig werden dann hochdosierte, synthetische Produkte verabreicht, die nicht nur schlecht wirken, sondern möglicherweise sogar mehr schaden als helfen, wie neueste Studien zeigen3. Mit Hilfe der modernen Vitalstofftherapie zeigen wir Ihnen einen Weg, der tatsächlich hilft und dabei nicht schadet.

Ursachen und Risikofaktoren

Die Zufuhr-Empfehlungen für Vitamin D sind wenig einheitlich. Während in den aktuellen EU-Richtlinien (RDA-Wert) vom 25. Oktober 2011 noch immer 5 µg (200 I.E.) am Tag empfohlen werden15, erhöhten andere Gesellschaften 2012 die Werte: In Deutschland werden seitdem für Säuglinge bis zum ersten Lebensjahr 10 µg/Tag empfohlen, danach für alle Altersgruppen 20 µg/Tag15.

Die über die Ernährung aufgenommenen Vitamin-D-Mengen sind in Mitteleuropa verschwindend gering. 2008 lag die durchschnittliche Vitamin-D-Aufnahme der deutschen Erwachsenen bei etwas mehr als 2 µg am Tag!19

Die körpereigene Vitamin-D-Produktion könnte dieses Problem ausgleichen, allerdings nicht in Deutschland. Verantwortlich dafür, dass Vitamin-D3 vom Körper durch Sonnenstrahlen gebildet werden kann, ist der UV-B-Anteil im Sonnenlicht. Diverse Faktoren beeinflussen die Lichtintensität und damit die Vitamin-D-Bildung in der Haut, wie z. B der Sonnenstand, die Höhe der Sonne über dem Meeresspiegel, Smog20 oder Ozon21. Fensterglas absorbiert nahezu alle UVB-Anteile im Sonnenlicht und Sonnencreme vermindert die Vitamin-D3-Produktion bereits bei Lichtschutzfaktor 8 um mehr als 97 Prozent22. Ein Besuch im Solarium ist leider auch nicht förderlich, da die Haut hier meist mit UV-A- und nicht mit UV-B-Licht bestrahlt wird.

Unter optimalen Bedingungen ist eine Viertelstunde Sonnenexposition von Gesicht, Händen und Unterarmen ausreichend für die Produktion von Vitamin D, so dass bei einer Ganzkörperbestrahlung der Tagesbedarf an Vitamin D schon nach rund einer Minute erreicht werden kann23.

Mitteleuropäer sind nahezu ganzjährig von Vitamin D-Mangel bedroht! Die Höhe des Sonnenstands ist ein entscheidender Faktor für die Vitamin-D-Bildung. In gemäßigten Breiten ist die Vitamin-D-Bildung in der Haut stark jahreszeitabhängig. Nördlich des 52. Breitengrads (London, Ruhrgebiet) kann im Winter kein Vitamin D3 in der Haut gebildet werden24.

Denn Grundvoraussetzung für einen ausreichenden UV-B-Anteil im Sonnenlicht ist ein Einfallswinkel der Sonnenstrahlen auf die Erde steiler als 35°25. In Österreich und der Schweiz ist dies von Anfang März bis Mitte Oktober gegeben, in Norddeutschland von Ende März bis Ende September. Zu Anfang und Ende dieser Phase wird der benötigte Sonnenstand aber nur zur Mittagszeit erreicht. Das führt dazu, dass die Menschen in Mitteleuropa praktisch ganzjährig von Vitamin-D-Mangel bedroht sind. Eine zusätzliche Einnahme über Nahrungsergänzungen wird deshalb allgemein dringend angeraten.

Symptome eines Vitamin-D-Mangels

In Bezug auf die Symptome eines Vitamin-D-Defizits unterscheidet man zwischen Kinder bzw. Jugendlichen und Erwachsenen. Im Rahmen einer europäischen Lifestyle-Studie konnten die Daten von rund 1.000 Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren aus neun Ländern ausgewertet werden. 80 Prozent der Teilnehmer waren ungenügend mit Vitamin D versorgt. Davon hatte rund die Hälfte leichte Mängel, die andere Hälfte stärkere bis schwere Mängel an Vitamin D.

Bei Kindern kann eine Störung des Vitamin-D-Haushalts zu einem verzögerten Wachstum und einer gestörten Entwicklung führen. Das Kind beginnt später zu krabbeln, zu laufen, sein Knochenwachstum und die Entwicklung der Muskulatur können negativ beeinträchtigt werden. Zudem können vermehrt Infektionen und Autoimmunrektionen auftreten, da das Immunsystem aufgrund des Vitamin-D-Mangels gestört wird.

Weitere Kennzeichen für ein Vitamin-D-Defizit können ein verspäteter Ausfall des Milchgebisses, eine schlechte Zahnschmelzentwicklung und die Neigung zu gravierenden Zahnschäden sein. Die ungenügende Versorgung mit dem Vitamin in der Kindheit trägt zur Entwicklung einer Osteoporose im Alter bei.

Die schwerwiegendste Folge eines Mangels ist jedoch die Rachitis. Durch die fehlenden Vitamin-D-Konzentrationen im Organismus werden die Knochen des Kindes weich, es kann zu Deformationen der Wirbelsäule kommen und die Extremitäten können anschwellen. Ständige Gelenkschmerzen machen dem Kind zusätzlich zu schaffen.

Bei Erwachsenen führt ein Vitamin-D-Mangel zum Verlust von Mineralien im Knochen z.B. in der Wirbelsäule oder im Becken. Dies kann starke Knochenschmerzen, Deformierungen und Brüche hervorrufen. Das Skelett ist allgemein instabiler, die tragenden Knochen verbiegen sich, es kommt zu Schmerzen im gesamten Halteapparat. Nicht selten ist auch der Verlust des Gehörs oder Ohrensausen eine Folge des Mangels. Neben der generellen Muskelschwäche, die besonders beim Treppensteigen und beim Aufstehen Probleme macht, besteht eine erhöhte Gefahr für Dickdarm-, Brust- und Prostatakrebs sowie Bluthochdruck und Depressionen.

Tipps gegen den Vitamin-D-Mangel

Durch den heute vorherrschenden Lebensstil und weil wir über die Sonneneinstrahlung nicht genügend UV-B-Strahlen aufnehmen können, ist es den meisten Menschen nicht möglich, genügend Vitamin D zu produzieren. Auch die Vitamin-D-Zufuhr durch die herkömmlichen Nahrungsmittel ist nicht ausreichend.

Nur wenige Lebensmittel verfügen über einen nennenswerten Vitamin D Anteil:

  • Lebertran
  • Hering, Aal, Lachs, Sardine, Thunfisch
  • Rinderleber
  • Eigelb
  • Emmentaler
  • Butter
  • Steinpilze, Pfifferlinge, Champignons

Werden diese Lebensmittel gelagert und zubereitet, vermindert sich zudem noch die Vitamin-D-Konzentration deutlich. Neuesten Studien zufolge benötigt man täglich 100 µg Vitamin D über einen Zeitraum von sechs Monaten, um das Wohlbefinden eines Erwachsenen maßgeblich verbessern zu können. Auch gegen Knochensubstanzverlust werden ab dem 30. Lebensjahr mindestens 20 µg pro Tag empfohlen. Um diese Werte annährend erreichen zu können, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Gesundheitsvorsorge (DGG) die Einnahme eines natürlichen Vitamin-D-Präparates.

Damit der Körper jedoch optimal funktionieren kann, ist es wichtig nicht nur ein einzelnes Vitamin aufzunehmen und sich generell nicht einseitig zu versorgen. Ähnlich wie bei gesunder Ernährung ist auch hier die Gesamtheit ausschlaggebend. Das bedeutet, dass man den Körper mit Mikronährstoffen jeglicher Art speisen sollte. So beugt man nicht nur einen Vitamin-D-Mangel vor, sondern sorgt zugleich dafür, auch alle anderen wichtigen Vitamine zu sich zu nehmen.

Aus diesem Grund raten viele Gesundheitsexperten dazu, zusätzlich zur normalen Ernährung eine natürliche Nahrungsergänzung einzunehmen. Ein von vielen Fachleuten empfohlenes Produkt ist LaVita, ein natürliches und flüssiges Mikronährstoffkonzentrat aus 70 verschiedenen Lebensmitteln (Obst, Gemüse, Kräuter, Öle etc.). Es liefert alle wichtigen Mikronährstoffe, die der Körper täglich benötigt (hier erhalten Sie weitere Infos dazu). Mittlerweile weiß man auch, dass flüssige Mikronährstoffmischungen besser vom Körper aufgenommen werden als Pillen und Tabletten, da durch die flüssige Form die Nährstoffe bereits über die Schleimhäute resorbiert werden. Zahlreiche Studien haben zudem die Wirkung von LaVita belegt.

Funktionen von Vitamin D

Vitamin D ist genaugenommen eher ein Hormon als ein Vitamin. Rezeptoren für Vitamin D wurden mittlerweile in praktisch allen menschlichen Geweben gefunden. Deshalb ist es auch nicht überraschend, dass Vitamin D auch an nahezu allen Geweben und Organen Wirkungen hat. Die Wirkungs- und Funktionsweise von Vitamin D im Körper ist entsprechend vielfältig und kann für die Therapie diverser Krankheiten eingesetzt werden.

Wir wissen heute, dass Vitamin D eben nicht nur für die Gesundheit der Knochen relevant ist, sondern u. a. auch für die Regulation des Immunsystems. Sowohl Immunschwächen4 als auch Überreaktionen des Immunsystems (Allergien5, Autoimmunerkrankungen6) hängen mit niedrigen Vitamin-D-Spiegeln zusammen. Auch chronische Entzündungen (Rheuma7, Darmentzündungen8, Multiple Sklerose9 etc.) treten bei niedrigen Vitamin-D-Spiegeln deutlich häufiger auf. Die Liste der von Vitamin D beeinflussten Krankheiten ist lang und reicht von den Herz-Kreislauf-Erkrankungen10 über Diabetes11, Depressionen12 bis hin zu Krebserkrankungen12. Dass ein hoher Vitamin-D-Spiegel mit stark reduziertem Sterberisiko verbunden ist, ergab 2012 eine Metaanalyse des Copenhagen University Hospital13. In dieser Studie wurden insgesamt 10.170 Probanden 29 Jahre lang begleitet und untersucht.

Was Sie selbst tun können – Unsere Empfehlungen

Bewegung

  • Bewegen Sie sich so oft wie möglich an der frischen Luft.
  • Mit unbedeckter Haut in Gesicht und Armen können Sie im Sommer in 10 bis 15 Minuten einen gewissen Anteil der benötigten Vitamin D Menge produzieren.
  • Regelmäßige Bewegung (auch im Winter) stärkt außerdem das Immunsystem, baut Stress ab und hält fit.

Mikronährstoffpräparat

  • Nehmen Sie täglich einen biologischen Mikronährstoffkomplex mit Vitaminen, Spurenelementen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen, um die optimale Versorgung mit allen Vitaminen sicher zu stellen.
  • Am besten eignet sich hierfür ein flüssiges Produkt, hergestellt aus natürlichen Lebensmitteln, da nur so die Versorgung mit wichtigen Mikronährstoffen gewährleistet und eine optimale Aufnahme im Organismus gesichert ist.
  • Laut der Deutschen Gesellschaft für Gesundheitsvorsorge erfüllt das Mikronährstoffkonzentrat LaVita alle erforderlichen Kriterien und bietet eine wissenschaftlich fundierte Dosierung.

Ernährung

  • Ernähren Sie sich gesund, ausgewogen und vor allem abwechslungsreich.
  • Bei Vitamin-D-Mangel bieten sich folgende Lebensmittel an: Fisch, Pilze, Rinderleber, Emmentaler, Butter, Bio-Eier.
  • Essen Sie vor allem regionale und saisonale Produkte und achten Sie bei der Zubereitung darauf, die Vitamine nicht zu „verkochen“.

Quellen anzeigen

1 Richards J.B. et al.: Higher Serum Vitamin D concentrations are associated with longer leukocyte telomere length in women. Am J Clin Nutr 2007 (5): S. 1420-1425
2 Zittermann A.: The estimated benefits of vitamin D for Germany. Molecular Nutrition & Food Research 2010 (8): S. 1164–1171
3 Bischoff-Ferrari H.A. et al. Monthly High-Dose Vitamin D Treatment for the Prevention of Functional Decline: A Randomized Clinical Trial. JAMA Intern Med, online 4. Januar 2016
4 Fabri M. et al.: Vitamin D is required for IFN-gamma-mediated antimicrobial activity of human macrophages. Sci Transl Med. 2011 Oct 12;3(104):104ra102.
5 Muehleisen B, Gallo RL.: Vitamin D in allergic disease: shedding light on a complex problem. J Allergy Clin Immunol. 2013 Feb;131(2):324-9
6 Szodoray P. et al.: The complex role of vitamin D in autoimmune diseases. Scand J Immunol. 2008 Sep;68(3):261-9.
7 Jeffery L.E. et al.:Vitamin D in rheumatoid arthritis-towards clinical application. Nat Rev Rheumatol. 2015 Oct 13. doi: 10.1038/nrrheum.2015.140. [Epub ahead of print]
Raftery T. et al.: Vitamin D: new roles and therapeutic potential in inflammatory bowel disease. Curr Drug Metab. 2012 Nov;13(9):1294-302.
8 Ascherio A. et al.: Vitamin D and multiple sclerosis. Lancet Neurol. 2010 Jun;9(6):599-612
9 Judd S.E., Tangpricha V.: Vitamin D deficiency and risk for cardiovascular disease. Am J Med Sci. 2009 Jul;338(1):40-4.
10 Mitri J, Muraru M, Pittas A. Vitamin D and type 2 diabetes: a systematic review. European journal of clinical nutrition. 2011;65(9):1005-1015.
11 Jääskeläinen T. et al.:Higher serum 25-hydroxyvitamin D concentrations are related to a reduced risk of depression. Br J Nutr. 2015 May 14;113(9):1418-26.
12 Deschasaux M. et al.: A prospective study of plasma 25-hydroxyvitamin D concentration and prostate cancer risk. Br J Nutr. 2016 Jan;115(2):305-14. doi: 10.1017/S0007114515004353. Epub 2015 Nov 16.
13 Afzal Shoaib, Brøndum-Jacobsen Peter, Bojesen Stig E, Nordestgaard Børge G. Genetically low vitamin D concentrations and increased mortality: mendelian randomisation analysis in three large cohorts BMJ 2014; 349 :g6330
14 http://eurlex.europa.eu/legalcontent/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:32011R1169&from=DE
15 https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/vitamin-d/
16 http://www.swiss-paediatrics.org/sites/default/files/paediatrica/vol23/n4/pdf/22-24_0.pdf
17 Holick M.F.: Environmental factors that influence the cutaneous production of vitamin D. Am J Clin Nutr 1995 61: 3 638S-645S
18 http://www.mri.bund.de/fileadmin/Institute/EV/NVSII_Abschlussbericht_Teil_2.pdf
19 Holick M.F.: Environmental factors that influence the cutaneous production of vitamin D. Am J Clin Nutr 1995(3): S. 638S-645S
20 Pope F. D. et al.: Stratospheric aerosol particles and solar-radiation management. Nature Climate Change 2,(2012): S. 713–771
21 http://www.gesundheitsamt.bremen.de/detail.php?gsid=bremen125.c.4171.de
22 Siebenand S.: Vitamin D - Das Hormon der Streithähne; in Pharmazeutische Zeitung 06/2012
23 Engelsen O. et al.: Daily Duration of Vitamin D Synthesis in Human Skin with Relation to Latitude, Total Ozone, Altitude, Ground Cover, Aerosols and Cloud Thickness.
24 Grant W.B.: Benefits and Requirements of Vitamin D for Optimal Health: A Review. Altern Med Rev 2005(2): S. 94-111
25 M. González-Gross et al., Vitamin D status among adolescents in Europe: the Healthy Lifestyle in Europe by Nutrition in Adolescence study. British Journal of Nutrition (5) 2012: S. 755-764.