Arthrose – Diese Mikronährstoffe helfen Ihnen

Die Arthrose ist die häufigste aller Gelenkerkrankungen. Sie ist zwar kein fest definierter, aber in der Medizin durchaus gängiger Begriff. Gemeint ist damit ein Verschleiß am Gelenk, der über das altersabhängige Maß hinausgeht. Fast immer ist irgendeine Form von Entzündung an der Entstehung einer Arthrose beteiligt. Da die medikamentöse Behandlung von Arthrose zahlreiche negative Nebenwirkungen zur Folge hat, suchen immer mehr Patienten nach natürlichen Heilungsverfahren. Dieser wissenschaftlich fundierte Artikel erläutert alternative Konzepte und geht explizit auf die Erkenntnisse der revolutionären Mikronährstofftherapie ein.

5 Millionen Deutsche leiden an Arthrose

In Deutschland leiden etwa fünf Millionen Menschen unter Beschwerden, die durch eine Arthrose verursacht werden. Zwei Millionen Menschen haben täglich Schmerzen in ihren Gelenken. Prinzipiell können alle Gelenke von einer Arthrose betroffen sein. Am häufigsten sind allerdings Knie- und Hüftgelenk betroffen. An den beiden Gelenken werden hierzulande pro Jahr etwa 250.000 Gelenkersatz-Operationen vorgenommen.

Die Krankheit lässt sich sowohl durch eine klinische Untersuchung feststellen, bei der beispielsweise charakteristische Beschwerden wie Anlaufschmerz, Gelenkerguss und Verformung des Gelenkes nachgewiesen werden, als auch durch Röntgenaufnahmen der Gelenke. Doch ein auffälliger Röntgenbefund ist nicht gleichbedeutend mit einer behandlungsbedürftigen Arthrose. Bei Röntgenuntersuchungen finden sich bei fast der Hälfte der 60-jährigen Anzeichen einer Arthrose. Doch nur rund ein Drittel der Betroffenen klagt über davon verursachte Schmerzen1.

Mikronährstofftherapie gegen Arthrose

Die Einnahme zusätzlicher Mikronährstoffe (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe etc.) ist schon aufgrund des erhöhten oxidativen Stresses bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen wie Arthrose dringend anzuraten.

Die vermehrte Bildung von freien Radikalen (oxidativer Stress) und ein ungenügender Antioxidantien-Status sind wichtige krankheitsrelevante Faktoren in Bezug auf Entstehung und Verschlechterung einer Arthrose2. Demnach führt die vermehrte Bildung von freien Radikalen bei gleichzeitigem Mangel an natürlichen Antioxidantien zu einer verringerten Aktivität der Knorpelzellen (Chondrozyten), als auch zu einer vermehrten Entzündung und zu einem Verlust an stabilisierendem Bindegewebe im Knorpel.

Bei einem Blick auf den Stoffwechsel von Knorpelzellen zeigt sich eindeutig, dass wir zahlreiche Mikronährstoffe benötigen, um gesundes und stabiles Knorpelgewebe bilden zu können. Das beginnt mit Vitamin C, das beispielsweise für die Bildung und den Erhalt der Elastizität des Knorpels notwendig ist3. Daneben sind auch noch die Spurenelemente Eisen, Zink und Kupfer an der Neubildung von Knorpelgewebe beteiligt4.

Omega-3-Fettsäuren spielen ebenfalls in der Vorbeugung und der Therapie der Arthrose eine ganz wichtige Rolle. In zahlreichen Studien wurde gezeigt, dass eine zusätzliche Einnahme von Omega-3-Fettsäuren das gesamte Entzündungsgeschehen positiv beeinflusst5. So konnte eine kürzlich veröffentlichte Studie mit mehr als 500 Teilnehmern zeigen, dass gute Omega-3-Spiegel im Blut das Knorpelgewebe im Knie länger gesund halten6.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Omega-3-Fettsäuren vom Verdauungssystem besser aufgenommen werden, wenn sie in einer flüssigen Emulsion (z.B. in einem Saft) und nicht in Kapseln eingenommen werden7.

In der modernen Mikronährstofftherapie bevorzugt man heute als Basistherapie bei Arthrose eine moderat dosierte, natürliche Mikronährstoffmischung mit Vitaminen, Spurenelementen und auch Omega-3-Fettsäuren. Diese erlaubt es, alle oben genannten Vorteile zu vereinen, alle Zellen werden optimal versorgt und der Körper kann wieder besser regulieren.

Gleichzeitig erhält man dadurch eine deutliche Verstärkung der Wirkung, da es nur bei den Kombinationen der Natur zu sehr starken Synergieeffekten kommt. Deshalb haben sich natürliche Mikronährstoffkombinationen deutlich besser bewährt als die Einnahme einzelner Mikronährstoffe. So hat eine amerikanische Studie gezeigt, dass Vitamine aus Obst oder Gemüse zusammen mit den sekundären Pflanzenstoffen darin mehr als 200-mal stärker schützen als einzelne Vitamine8.

Veränderungen im Lebensstil

Neben der Ernährung und der Versorgung mit Mikronährstoffen kommt auch dem allgemeinen Lebensstil eine große Bedeutung im Kampf gegen Arthrose zu. Sport bzw. Bewegungstherapie ist hier sowohl in der Prävention als auch in der Therapie und Rehabilitation der Arthrose von Bedeutung. Zum einen verbessert Bewegung die Funktion der Knorpelzellen, die vor allem durch regelmäßigen Druck und darauffolgende Entlastung ernährt werden. Ebenso wird dadurch auch die innere Struktur des Knorpels verbessert10.

Bewegungsmangel dagegen fördert die Abnahme der Muskelfaser und Muskelschwäche, die wiederum die Funktion des betroffenen Gelenks negativ beeinflusst11.Es eignen sich Ausdauersportarten wie Walken, Schwimmen, Radfahren und Aquajogging. Um diese guten Effekte zu erreichen benötigen Sie allerdings eine ausreichende Vitalstoffzufuhr, da mehr Bewegung auch einen höheren Vitalstoffbedarf nach sich zieht.

Was Sie selbst tun können – Unsere Empfehlungen

Mikronährstoffe

  • Nehmen Sie täglich einen biologischen Mikronährstoffkomplex mit Omega-3-Fettsäuren und allen Spurenelementen (Zink, Eisen, Kupfer, Mangan) zu sich, um die optimale Zellversorgung mit allen Mikronährstoffen sicher zu stellen.

Essen und Trinken

  • Trinken Sie genügend Wasser, mindestens 2 Liter am Tag, denn der Knorpel bezieht einen Großteil seiner Elastizität aus dem Wasser. Außerdem wirkt (kohlensäurefreies) Wasser auch entsäuernd.
  • Ernähren Sie sich abwechslungsreich und gesund (regelmäßig Gemüse, Obst, oft Fisch etc.). Reduzieren Sie den Anteil von Fleisch und Kohlenhydraten in der täglichen Ernährung.

Bewegung und Entspannung

  • Sorgen Sie für regelmäßigen körperlichen Ausgleich, Spaziergänge, Sport, Gymnastik.
  • Wenn Sie sich angespannt fühlen, versuchen Sie sich bewusst zu entspannen. (z.B. mit einem erlernten Entspannungsverfahren)

Interessante Bücher zum Thema

Arthrose – Der Weg zur Selbstheilung - Eckhard K. Fisseler Nietsch Hans Verlag; 1. Aufl. (2007) Preis: 25,00 Euro ISBN-10: 3939570133

Trinkwasser & Säure-Basen-Balance. Leben im Gleichgewicht. Die Grundlagen jeder Gesundheitsvorsorge - Hilmar Burggrabe Natura Viva Verlag 2009 Preis: 19,90 Euro ISBN 10: 393540705X

Weitere Informationen finden Sie online unter:

Deutsche Rheuma-Liga Arthrose Liga e.V.

Quellen anzeigen

1 Sun Y. Stürmer T. et al.: Inzidenz und Prävalenz der Cox- und Gonarthrose in der Allgemeinbevölkerung. Z Orthop 1997(135): S. 184-192
2 Lawyer T.J. et al.: Evaluation of chondrocyte growth and function subjected to 21% and 6% oxygen levels. Biomed Sci Instrum. 2012(48): S. 246-253
3 Geesin J.C. et al.: Regulation of collagen synthesis by ascorbic acid: characterization of the role of ascorbate-stimulated lipid peroxidation. Arch Biochem Biophys. 1991(1): S. 127-132
4 Héraud F.et al.: Copper modulation of extracellular matrix synthesis by human articular chondrocytes. Scand J Rheumatol. 2002 (5): S. 279-284
5 Calder P.C.: n-3 polyunsaturated fatty acids, inflammation, and inflammatory diseases. Am J Clin Nutr. 2006 (6 Suppl): S. 1505S-1519S
6 Baker K.R. et al.: Association of plasma n-6 and n-3 polyunsaturated fatty acids with synovitis in the knee: the MOST study. Osteoarthritis Cartilage. 2012(5): S. 382-387
7 Raatz S.K. et al.: Enhanced absorption of n-3 fatty acids from emulsified compared with encapsulated fish oil. J Am Diet Assoc. 2009(6): S. 1076-1081
8 Eberhardt M.V., Lee C.Y., Liu R.H.: Antioxidant activity of fresh apples. Nature. 2000 (405): S. 903-904
9 Raatz S.K. et al.: Enhanced absorption of n-3 fatty acids from emulsified compared with encapsulated fish oil. J Am Diet Assoc. 2009(6): S. 1076-1081
10 Julkunen P. et al.: Effects of growth and exercise on composition, structural maturation and appearance of osteoarthritis in articular cartilage of hamsters. J Anat. 2010(3): S. 262-274
11 Zhang W., Doherty M.: EULAR recommendations for knee and hip osteoarthritis: a critique of the methodology. Br J Sports Med. 2006(40): S. 664–669