Diabetes mellitus - Allternative Behandlungsmethoden

Die Zuckerkrankheit (lat. Diabetes mellitus) ist ein Krankheitsbild, bei dem der Zuckergehalt im Blut chronisch erhöht ist. In diesem Artikel soll es vor allem um den deutlich häufigeren und durch die eigene Lebensweise sehr gut beeinflussbaren Typ-II-Diabetes gehen. Da die medikamentöse Behandlung von Diabetes zahlreiche negative Nebenwirkungen zur Folge hat, suchen immer mehr Patienten nach natürlichen Heilungsverfahren, welche wir Ihnen in diesem Artikel näher bringen wollen.

Ursachen und Symptome

Diabetes ist damit eine echte „Volksepidemie“. Schätzungen gehen davon aus, dass sich die Zahl der Zuckerkranken in den nächsten 25 Jahren noch einmal verdoppeln wird!(3) Und das, obwohl es einige einfache, sehr effektive Maßnahmen gibt, die sich positiv auf die Zuckerkrankheit auswirken. Hier hält die naturheilkundlich basierte Erfahrungsmedizin einige interessante und sehr erfolgreiche Therapieansätze bereit.

Die wohl wichtigste Ursache für die Entwicklung einer Zuckerkrankheit ist Übergewicht. Spezielle Hormone und Botenstoffe, die vom Bauchfett produziert werden, bringen die Zuckerregulation aus dem Gleichgewicht. Diese bei Übergewichtigen im Übermaß produzierten Botenstoffe bewirken, dass Muskel- und Leberzellen kaum noch auf das blutzuckerregulierende Hormon reagieren können. Die Folgen führen unter anderem zu:

  • Fettbildung und Gewichtszunahme
  • Arterienverkalkung (Gefahr: Herzinfarkt, Schlaganfall)
  • Funktionsverlust der Blutgefäße (Gefahr: Hoher Blutdruck)
  • Veränderungen der Blutgerinnung (Gefahr: Thrombose)
  • Fettstoffwechselstörungen (Triglyceride steigen, HDL sinkt)
  • Bluthochdruck
  • Vermehrte Bildung von freien Radikalen (oxidativer Stress)
  • Verzuckerung von Eiweißen (Gefahr: Nervenschäden, Erblindung)
  • Vermehrte Ausscheidung von Eiweißen im Urin (Gefahr: Nierenschäden bis zur Dialyse)
  • Erhöhte Blutzuckerwerte

Für Patienten gibt es zahlreiche einfache und vielversprechende Möglichkeiten, selbst etwas für ihre Gesundheit zu tun. Experten schätzen, dass 4 von 5 Diabetiker allein durch die richtige Ernährung, Mikronährstofftherapie und etwas mehr Bewegung ohne Medikamente zu behandeln wären.

Alternative Behandlungsmethoden - die Mikronährstofftherapie

Mikronährstoffe (Vitamine, Spurenelemente, Mineralien & sekundäre Pflanzenstoffe) spielen bei der Entstehung und der Behandlung von Diabetes eine große Rolle.

Zusätzliche Mikronährstoffe einzunehmen ist für Zuckerkranke besonders wichtig! Zuckerkranke leiden unter erhöhtem oxidativem Stress durch aggressive freie Radikale. Dieses gestörte Gleichgewicht zwischen freien Radikalen und Antioxidantien wird auch für die vermehrten Komplikationen bei Diabetikern verantwortlich gemacht4. Um das Gleichgewicht wiederherzustellen, sollten Zuckerkranke zusätzliche Mikronährstoffe einnehmen. So können sie recht einfach den Teufelskreis von Übergewicht und oxidativem Stress durchbrechen.

Eine wichtige Rolle bei der Entstehung der Zuckerkrankheit spielt auch ein Vitamin-D-Mangel56.

Des Weiteren möchten wir auf die wichtige Wirkung von Zink für Diabetiker hinweisen. Zink stärkt das Immunsystem und reduziert Entzündungen8. Zudem hat es zahlreiche Effekte auf mehr als 300 Enzyme im Körper9, was bei einer optimalen Einnahme auch zu deutlichen Verbesserungen der relevanten Parameter des Zuckerstoffwechsels führt10.

Neben den relevanten Vitaminen und Spurenelementen, sind auch Omega-3-Fettsäuren und Coenzym Q10 von größter Bedeutung. Die beiden letztgenannten haben gerade bei Diabetes-Patienten einen wichtigen Einfluss auf das Entzündungsgeschehen und die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems.

Deshalb bevorzugt man heute in der modernen Mikronährstofftherapie als Basistherapie bei Zuckerkrankheit ein moderat dosiertes, natürliches Mikronährstoffkonzentrat, in dem alle Mikronährstoffe zusammen enthalten sind. Dadurch erhalten sie eine deutliche Verstärkung der Wirkung der Mikronährstoffe im Vergleich zu Einzelsubstanzen, da es nur bei den Kombinationen der Natur zu Synergieeffekten kommt. So hat eine Studie aus Amerika gezeigt, dass Vitamine aus Obst oder Gemüse zusammen mit den sekundären Pflanzenstoffen darin mehr als 200-mal stärker schützen als einzelne Vitamine11.

Von vielen Fachleute empfohlen werden natürliche flüssige Vitalstoffkonzentrate - diese werden besser vom Körper aufgenommen als Pillen oder Tabletten, da durch die flüssige Form die Nährstoffe bereits über die Schleimhäute resorbiert werden. Zudem liefern Sie alle Mikronährstoffe die der Körper täglich benötigt (Hier erhalten Sie eine Übersicht empfohlener Präparate).

Veränderungen im Lebensstil

Wie effektiv die Veränderungen des Lebensstils sind, zeigt eine weitere Studie. Hier wurden 5 einfache Ziele für die Veränderungen des Lebensstils festgelegt:

  • Eine Gewichtsabnahme von mindestens 5%.
  • Eine relativ fettarme Ernährung mit weniger als 30 % der Tageskalorien aus Fett.
  • Weniger als 10 % der Tageskalorien aus gesättigten (tierischen) Fetten.
  • Eine vermehrte Aufnahme von Ballaststoffen von mehr als 15g/1000 kcal.
  • Eine Zunahme der körperlichen Bewegung auf mindestens 4 Stunden pro Woche.

Von den 522 Teilnehmern mit einer krankhaften Glukosetoleranz (einer Diabetes-Vorstufe), die mindestens 4 der 5 Ziele erreichten, entwickelte kein einziger in den folgenden drei Jahren eine Zuckerkrankheit12. Sie können also selbst sehr viel erreichen – und das mit wenig Aufwand.

Was Sie selbst tun können – Unsere Empfehlungen

Essen und Trinken

  • Ernähren Sie sich gesund (regelmäßig Gemüse, Obst, oft Fisch etc.) und abwechslungsreich, mit vielen Ballaststoffen.
  • Reduzieren Sie den Anteil von Kohlenhydraten in der täglichen Ernährung.
  • Verwenden Sie mehrmals in der Woche hochwertige, kaltgepresste Pflanzenöle und frische Kräuter.
  • Trinken Sie nur wenig (am besten gar keinen) Alkohol.

Mikronährstoffe

  • Seien Sie sich bewusst, wie wichtig ein ausgeglichener Mikronährstoffhaushalt ist und verwenden Sie deshalb ein biologisches Mikronährstoffkonzentrat mit Omega-3-Fettsäuren und Coenzym Q10.
  • Laut der Deutschen Gesellschaft für Gesundheitsvorsorge erfüllen Mikronährstoffkonzentrate alle oben genannten Eigenschaften und bieten eine wissenschaftlich fundierte Dosierung.

Bewegung und Entspannung

  • Sorgen Sie für regelmäßigen körperlichen Ausgleich, Spaziergänge, Ausdauersport, Gymnastik.
  • Gehen Sie vor Mitternacht ins Bett, um erfrischt und ausgeruht in den nächsten Tag zu starten.
  • Sehen Sie weniger fern! Studien haben gezeigt, dass Menschen, die weniger als 10 Stunden in der Woche fernsehen, ein 46% geringeres Diabetes-Risiko haben13.

Weitergehende Informationen und Bücher zum Thema

Schlank im Schlaf -

Dr. Detlef Pape Gräfe und Unzer Verlag 2007 Preis: 19,99 € ISBN-10: 3774287791

LOGI-Methode: Glücklich und schlank - Nicolai Worm Systemed Verlag 2009 Preis: 19,90 € ISBN-10: 3927372269

Quellen anzeigen

(1) Fink, W., Haidinger, G.: Die Häufigkeit von Gesundheitsstörungen in 10 Jahren Allgemeinpraxis. Z Allg Med 2007(83): S. 102-108
(2) Liebl A. et al: Die Kosten des Typ-2-Diabetes in Deutschland. Ergebnisse der CODE-2-Studie. Dtsch Med Wochenschr. 2001 May(20): S. 585-589
(3) Huang E.S. et al.: Projecting the Future Diabetes Population Size and Related Costs For The US. Diab Care. 2009(12): S. 2225–2229.
(4) Merzouk S. et al.: Impaired oxidant/antioxidant status and LDL-fatty acid composition are associated with increased susceptibility to peroxidation of LDL in diabetic patients. Gen Physiol Biophys. 2004(4): S. 387-399
(5) Parker J. et al.: Levels of vitamin D and cardiometabolic disorders: systematic review and meta-analysis. Maturitas. 2010(3): S. 225-236
(6) Mitri J. et al.: Effects of vitamin D and calcium supplementation on pancreatic β cell function, insul. sensitivity, and glycemia in adults at high risk of diabetes: the Calcium and Vitamin D for Diabetes Mellitus (CaDDM) randomized controlled trial. Am J Clin Nutr 2011(2): S. 486-494
(7) Nsiah-Kumi P.A. et al.: Vitamin D Insufficiency Is Associated With Diabetes Risk in Native American Children. Clin Pediatr (Phila). 2011 Oct 20. [Epub ahead of print]
(8) Haase H., Rink L.: The immune system and the impact of zinc during aging. Immun Ageing. 2009(6): S. 9
(9) Haase H. et al.: Zinc supplementation for the treatment or prevention of disease: current status and future perspectives. Exp Gerontol. 2008(5): S. 394-408
(10) Wiernsperger N., Rapin J.R.: Trace elements in glucometabolic disorders: an update. Diabetol Metab Syndr. 2010(2): S. 70
(11) Tuomilehto J. et al.: Long-Term Benefits From Lifestyle Interventions for Type 2 Diabetes Prevention – Time to expand the efforts. Diabetes Care 2011(34 Supplement 2): S. S210-S214
(12) Tuomilehto J. et al.: Prevention of type 2 diabetes mellitus by changes in lifestyle among subjects with impaired glucose tolerance. N Engl J Med 2001(344): S. 1343–1350
(13) Dunstan D.W. et al.: Television viewing time and mortality: the Australian Diabetes, Obesity and Lifestyle Study (AusDiab). Circulation. 2010(3): S. 384-391