Parkinson – Die degenerative Erkrankung des zentralen Nervensystems

Die Parkinson-Krankheit ist eine langsam fortschreitende, degenerative Erkrankung, bei der dopaminhaltige Zellen im Gehirn absterben. Sie wurde früher als Schüttellähmung bezeichnet. Therapeutisch wird vor allem mit Medikamenten versucht, den Dopaminspiegel wieder zu erhöhen. Da solche Therapieformen jedoch häufig mit Nebenwirkungen verbunden sind und leider auch mit zunehmender Therapiedauer immer schlechter wirken, suchen immer mehr Menschen nach natürlichen Heilverfahren. Dieser wissenschaftlich fundierte Artikel erläutert alternative Behandlungsmethoden bei Parkinson und geht explizit auf die Erkenntnisse der revolutionären Mikronährstofftherapie ein.

Ursachen & Symptome

Parkinson ist eine der häufigsten Erkrankungen des Nervensystems. Meist sind ältere Menschen, vor allem Männer zwischen 55 und 65 Jahren, davon betroffen. Das Auftreten der Krankheit ist je nach Land und Region unterschiedlich. Auffällig ist, dass die Krankheit in Ländern wie China, Japan, Schweden, Polen und Dänemark nur selten auftritt. Auch in Südeuropa und Afrika sind kaum Parkinson-Fälle zu verzeichnen. Bis heute sind nicht alle Ursachen bekannt. Die Auslöser, die man kennt, können aber in der Vorbeugung von der Parkinson-Krankheit genauso behandelt werden wie sie auch bei der Therapie weiterhelfen.

So gelten heute erhöhte Werte des aggressiven Stoffwechselproduktes Homocystein als ein wichtiger Risikofaktor1. Dieser Stoff schädigt die sogenannte Blut-Hirn-Schranke, die unser Gehirn normalerweise vor Giftstoffen schützen soll. Zudem schädigt Homocystein auch unsere Zellkraftwerke, die Mitochondrien. Und gerade die Zellen der Blut-Hirn-Schranke wie auch die Nervenzellen im Gehirn benötigen besonders viel Energie für Ihre Funktion2.

Die Diagnostik eines Morbus Parkinson ist im Anfangsstadium nicht einfach. In späteren Stadien hingegen sind die Symptome eindeutig: Verlangsamung beziehungsweise Verarmung der Bewegungen, Muskelsteifheit und Zittern zeichnen die Krankheit aus. Unter Parkinson-Experten gilt der Verlust des Geruchssinns als frühes Alarmzeichen für Parkinson und eine weitere Diagnostik sollte eingeleitet werden.

Auch wenn eine vollständige Heilung der Parkinson-Krankheit nicht möglich ist, können alternative und natürliche Therapieformen zu einer deutlichen Besserung beitragen und die Lebenserwartung der Patienten verlängern.

Mikronährstofftherapie

Bei Parkinson gibt es einige spannende Ansätze aus der Mikronährstofflehre. Wie oben schon erwähnt, ist Homocystein auch hier ein Gefahrenfaktor, um an Parkinson zu erkranken. Die „Anti- Homocystein-Vitamine“ B6, B12 und Folsäure wirken Homocystein entgegen und mindern so das Risiko dieser Erkrankung3.

Zusätzlich senken natürliche, antioxidativ wirksame Mikronährstoffe (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe etc.) das Risiko an Parkinson zu erkranken4. Auch für Extrakte aus grünem Tee wurde diese Wirkung mehrfach beschrieben5. Von zahlreichen anderen sekundären Pflanzenstoffen wurden in den letzten Jahren schützende Effekte speziell der dopaminproduzierenden Nervenzellen nachgewiesen6.

Eine weitere sehr attraktive Substanz im Kampf gegen Parkinson ist Coenzym Q10. Es konnte gezeigt werden, dass die zusätzliche Gabe von Coenzym Q10 den Verlauf einer Parkinson- Erkrankung verlangsamt und neurologische Ausfälle reduzieren kann7.

In der Parkinson-Therapie spielt die Wiederherstellung der Energieproduktion in den Nervenzellen eine ganz wichtige Rolle. Hier konnten sowohl für Coenzym Q108 als auch für L-Carnitin9 positive Effekte bei der Behandlung von Parkinson gezeigt werden, da diese für die Ausschüttung der Nervenbotenstoffe im Gehirn benötigt werden.

Auch Omega-3-Fettsäuren haben eine positive Wirkung auf die Parkinson-Erkrankung. Hochwertige Omega-3-Fettsäuren sind für die Stabilisierung der Zellmembranen der Neuronen wichtig. In einigen Studien mit Mäusen konnte gezeigt werden, dass sie die von der Erkrankung betroffenen Nervenzellen der Tiere vor dem Absterben bewahren und sogar das dopaminherstellende System regenerieren können10.

Wie man aus den oben erwähnten Beispielen sehr gut erkennen kann, geht die Wirkung von Mikronährstoffen nicht von einem einzelnen Nährstoff aus. Die Gesamtheit macht den Effekt. In der modernen Mikronährstofftherapie bevorzugt man deshalb heute zur Vorbeugung und bei der Behandlung der Parkinson-Symptome eine natürliche Mikronährstoffmischung. Sie garantiert die optimale Versorgung der Zellen und hält Körper und Geist fit und leistungsfähig. Dazu passt eine aktuelle Studie, in der bei einer natürlichen Mikronährstoffmischung in einer großangelegten Studie genau die oben erwähnten neuroprotektiven Effekte nachgewiesen wurden11.

Veränderungen im Lebensstil

Gesunde Ernährung ist - wie bei praktisch allen anderen Krankheiten - eine wichtige Basis für die Gesundheit. Essen Sie weniger Kohlenhydrate, also Brot, Nudeln und Gebäck. Heute wissen wir: Wenn die Mahlzeiten eines Tages zu mehr als 25 Prozent aus Kohlenhydraten bestehen, kann dies zu schleichenden Entzündungen in Darm und Gehirn führen. Aktuelle Forschungen haben übrigens einen eindeutigen Zusammenhang zwischen diesen Darmentzündungen und neurologischen Krankheiten wie Parkinson nachgewiesen12. Außerdem ist heute auch klar, dass ein hoher Anteil von tierischen Fetten in der Nahrung zu einer Verschlechterung von Parkinson beitragen kann13.

Handlungsempfehlungen

Mikronährstofftherapie

  • Seien Sie sich bewusst, wie wichtig ein ausgeglichener Mikronährstoffhaushalt ist. Verwenden Sie deshalb zur Basisversorgung ein natürliches Mikronährstoffkonzentrat, das auch Omega-3-Fettsäuren, Coenzym Q10 und sekundäre Pflanzenstoffe enthält.
  • Tipp: Mikronährstoffpräparate in Saftform kann der Körper deutlich besser und physiologischer verwerten als Pillen oder Pulver.

Bewegung und Entspannung

  • Bleiben Sie körperlich aktiv. Besonders schonende Ausdauersportarten wie Wandern, Radfahren, Nordic-Walking oder Schwimmen eignen sich dafür hervorragend.
  • Außerdem sollten Sie sich regelmäßig einer physiotherapeutischen oder ergotherapeutischen Behandlung unterziehen.

Essen und Trinken

  • Essen Sie überwiegend basisch (viel Obst und Gemüse) und verwenden Sie pflanzliche Öle in der Küche. Auch frische (oder tiefgekühlte) Kräuter sind wegen der entsäuernden Wirkung und des hohen Gehaltes an Spurenelementen wichtig.
  • Trinken Sie täglich mindestens 2 Liter Wasser ohne Kohlensäure.
  • Wenn Sie Fleisch, Eier und Milchprodukte essen, dann kaufen Sie Bio-Produkte, da diese schon allein von der Fettsäurezusammensetzung deutlich besser für Sie sind.

Weitere Informationen finden Sie online unter:

Deutsche Parkinson Gesellschaft

Quellen anzeigen

1 Kamat P.K. et al.: Homocysteine Induced Cerebrovascular Dysfunction: A Link to Alzheimer's Disease Etiology. Open Neurol J. 2015 (9): S. 9-14
2 McInnes J.: Insights on altered mitochondrial function and dy-namics in the pathogenesis of neurodegeneration. Transl Neurodegener. 2013(1): S. 12 3 De Lau L.M. et al: Dietary folate, vitamin B12, and vitamin B6 and the risk of Parkinson disease. Neurology 2006 (67): S. 315-318
4 Lau F.C. et al.: Nutritional intervention in brain aging: reducing the effects of inflammation and oxidative stress. Subcell Biochem. 2007 (42): S. 299-318
5 Mandel S.A. Targeting multiple neurodegenerative diseases etiologies with multimodal-acting green tea catechins. J. Nur. 2008 (8): S. 1578S.-1583S
6 Sandoval-Avila S. et al.: Neuroprotective effects of phytochemicals on dopaminergic neuron cultures.Neurologia. 2016 Jun 21. pii: S0213-4853(16)30077-9 [Epub ahead of print] 7 Shults C.W. et al.: Effects of coenzyme Q10in elderly Parkinson disease: evidence of slowing of the functional decline. Arch Neurol 2002 (10): S. 1541-1550
8 Orsucci D. et al.: Targeting mitochondrial dysfunction and neurodegeneration by means of coenzyme Q10 and its analogues. Curr Med Chem. 2011(26): S. 4053-4064
9 Thal L.J. et al.: A 1-Year multicenter placebo-controlled study of acetyl-L-Carnitine in patients with Alzheimers´s disease. Neurology 1996 (47): S. 705-711
10 Coulombe K. et al.: Partial neurorescue effects of DHA following a 6-OHDA lesion of the mouse dopaminergic system. J Nutr Biochem. 2016 Apr;30: S. 133-142
11 Muss C., Mosgoeller W., Endler T.: Neuroprotective impact of a vitamin trace element composition - a randomized, double blind, placebo controlled clinical trial with healthy volunteers. Neuro Endocrinol Lett. 2015;36(1): S. 31-40.
12 Unger M.M. et al.: Short chain fatty acids and gut microbiota differ between patients with Parkinson's disease and age-matched controls. Parkinsonism Relat Disord. 2016 Nov;32: S. 66-72
13 Iljina M. et al: Arachidonic acid mediates the formation of abundant alpha-helical multimers of alpha-synuclein. Sci Rep. 2016 Sep 27;6:33928. doi: 10.1038/srep33928.